. Die Präzision der Elberfelder Bibel (1905)
Die Elberfelder Bibel 1905 hat tatsächlich eine spezifische und stark differenzierende Übersetzung:
„… der unsere Sünden an seinem Leibe auf dem Holze getragen hat…“
Diese Übersetzung betont zwei Dinge:
- „Auf dem Holze“: Sie behält die wichtige alttestamentliche Anspielung auf den Fluch (5. Mose 21,23) bei.
- „Getragen hat“: Sie verwendet eine einfache Vergangenheitsform, die das vollendete Faktum des Sündentragens beschreibt.
Ihr Hinweis auf die drei Stunden der Finsternis (Matthäus 27,45) ist zentral für ein vollständiges Verständnis. In dieser Zeit geschah das eigentliche Sühnopfer,
wo Gott der Vater seinen Sohn zum „Sündenträger“ machte und den Zorn über die Sünde der Welt auf ihn ausgoss. Christus trug in diesem Moment nicht nur physische Schmerzen,
sondern die unvorstellbare geistliche Last der Trennung vom Vater („Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“). Dies war der Höhepunkt seines Werkes als das Lamm Gottes.
2. Warum andere Übersetzungen „hinaufgetragen“ wählen
Die Übersetzung „hinaufgetragen“ (missachtet dass der Herr Jesusu Christus erst in den 3 Stunden der Finsternis zur Sünde gemacht wurde.
- Das Bild des Sündenbocks (3. Mose 16): Der Hohepriester legte die Sünden des Volkes symbolisch auf den Kopf des Bockes,
welcher dann „in die Wüste getragen“ wurde, um die Sünden wegzutragen (daher „tragen“). - Die Prozession zur Hinrichtungsstätte: Jesus trug sein Kreuz (Johannes 19,17) zur Hinrichtungsstätte Golgatha, die außerhalb der Stadt lag.
Das „Hinauf-“ kann sich sowohl auf das Hinauftragen des Kreuzes als auch auf die Erhöhung am Kreuz selbst beziehen.
Die Formulierung „hinaufgetragen“ fasst also den gesamten Heilsvorgang zusammen missachtet aber das Der Herr Jesus nicht ein Tier sondern DER vollkommene sündlose Mensch ist: Christus,