„Warum bedecken Frauen ihr Haupt – und Männer nicht?“
„Warum bedecken Schwestern in den Zusammenkünften ihr Haupt – und warum bleiben die Brüder unbedeckt? Viele halten das für Tradition. Doch die Bibel zeigt: Es ist ein tiefes, geistliches Zeichen.“
– Der biblische Ausgangspunkt
„In 1. Korinther 11,5–7 erklärt Paulus:
– Die Frau, die beim Beten oder Weissagen unbedeckt ist, entehrt ihr Haupt.
– Der Mann dagegen soll nicht bedeckt sein, weil er Gottes Bild und Herrlichkeit ist.
– Die Frau ist die Herrlichkeit des Mannes.“
– Die göttliche Ordnung
„Paulus begründet das nicht kulturell, sondern mit der Schöpfungsordnung:
Gott → Christus → Mann → Frau.
Gleichwertig – aber mit unterschiedlichen Rollen.
Der Mann repräsentiert Christus.
Die Frau zeigt durch die Bedeckung die Anerkennung dieser Ordnung.“
– Das Zeichen selbst
„Die Bedeckung ist kein Schmuck, sondern ein sichtbares Zeichen:
– Vor Gott: Ausdruck von Liebe und Gehorsam.
– Vor den Engeln: Sie beobachten die Gemeinde und sehen die gelebte Ordnung.
– Vor der Gemeinde: Ein stilles, aber klares Bekenntnis zu Christus.“
– Der Mann unbedeckt
„Der Mann steht unmittelbar vor Gott.
Er ist ein Bild für Christus, der unbedeckt vor dem Vater steht.
Darum soll der Mann sein Haupt nicht bedecken – nichts soll die Herrlichkeit Gottes verdecken.“
– Die Frau bedeckt
„Die Frau ist die Herrlichkeit des Mannes.
Durch die Bedeckung tritt ihre eigene Herrlichkeit zurück – und sie bezeugt die göttliche Ordnung.
Nicht aus Zwang, sondern aus Liebe zu Christus.“
Sekunden – Schluss
„Die Bedeckung ist kein kulturelles Relikt, sondern ein zeitloses Zeichen:
– für die Herrlichkeit Gottes,
– für die Schöpfungsordnung,
– für das Zeugnis vor Engeln und Menschen.
Ein einfaches, aber tiefes Bekenntnis zu Christus.“
Hin und wieder werde ich gefragt, warum in den Bibelstuden / Gebetsstunden / Anbetungsstunden die Schwestern immer ihr Haupt bedeckt haben und die Brüder nie. Da wäre sicher eine tiefere Belehrung, angefangen bei 1. Korinther 11. 5-7 hifreich, die die Geschwister noch tiefer in das Wort Gottes führt- und dass sie es erkennen und zwar nicht auf grund von menschlichem Zwang, sondern aus Liebe / Gehorsam zu unserem Erlöser, dem Herrn Jesus Christus:
— In 1. Kor 11 spricht Paulus bewusst von den Engeln (V. 10).
Diese himmlischen Wesen, die die Herrlichkeit Gottes anschauen, dürfen in der Gemeinde etwas von der neuen Schöpfung sehen
– Männer und Frauen, die in schlichter Weise ihre gottgegebene Stellung anerkennen.
Welch ein Zeugnis für die unsichtbare Welt!
das Thema in mehreren Schritten entfalten, damit es für die Geschwister verständlich und zugleich tiefgründig wird:
1. Biblischer Ausgangspunkt: 1. Korinther 11,5–7
- Die Frau mit bedecktem Haupt: Paulus schreibt, dass eine Frau, die beim Beten oder Weissagen ihr Haupt nicht bedeckt, ihre Autorität und Stellung vor Gott nicht anerkennt. Sie entehrt ihr Haupt (Christus).
- Der Mann ohne Bedeckung: Der Mann dagegen soll nicht bedeckt sein, weil er das Bild und die Herrlichkeit Gottes ist. Würde er sein Haupt bedecken, würde er die ihm von Gott verliehene Stellung verschleiern.
- Die Frau als Herrlichkeit des Mannes: Die Frau ist zur Ergänzung des Mannes geschaffen und zeigt durch die Bedeckung, dass sie diese gottgegebene Ordnung anerkennt.
2. Geistliche Ordnung in der Schöpfung
Paulus verbindet die Belehrung nicht mit einer kulturellen Gewohnheit, sondern mit der Schöpfungsordnung:
- Gott → Christus → Mann → Frau.
Es geht also um göttliche Rangordnung und Autorität, nicht um Wert oder Würde. Alle sind gleichwertig vor Gott, aber die Rollen sind verschieden.
3. Symbolcharakter der Bedeckung
Die Bedeckung ist ein sichtbares Zeichen:
- Für Engel (V. 10): Engel beobachten die Gemeinde. Sie sehen darin die göttliche Ordnung widergespiegelt.
- Für die Gemeinde: Es ist ein öffentliches Bekenntnis der Frau, dass sie in Unterordnung und Ehrerbietung dem Herrn gehorcht.
- Für Gott selbst: Es ist Ausdruck der Liebe und des Gehorsams gegenüber Christus – nicht Zwang, sondern Hingabe.
4. Der Mann und das Unbedeckte Haupt
Der Mann soll unbedeckt sein, weil er ein Bild von Christus ist. Christus betet nicht unter einer Autorität, sondern direkt zum Vater. Der Mann zeigt so, dass er in seiner Stellung unmittelbar vor Gott steht.
5. Praktische Bedeutung für die Zusammenkünfte
- In Gebetsstunden, Bibelstunden und Anbetungsstunden wird Christus öffentlich geehrt.
- Die Bedeckung der Schwestern und das unbedeckte Haupt der Brüder bezeugen diese göttliche Ordnung.
- Es geht nicht um Gesetzlichkeit, sondern um ein Zeichen der Liebe, das von Herzen geschieht: „Denn dies ist die Liebe Gottes, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer“ (1. Joh 5,3).
6. Anwendung für heute
Viele meinen, dies sei nur eine kulturelle Frage. Doch Paulus verankert die Belehrung in:
- der Schöpfung (nicht Kultur),
- der Herrlichkeit Gottes,
- dem Zeugnis gegenüber Engeln.
Darum bleibt das Prinzip zeitlos gültig. Es ist ein Vorrecht, wenn Schwestern durch die Bedeckung und Brüder durch das unbedeckte Haupt Christus sichtbar bezeugen.
eine ausführliche, tiefgehende Bibelbetrachtung zu 1. Korinther 11,5–7, die du in einer Stunde einsetzen kannst. Ich binde auch sprachliche Hinweise aus dem Griechischen ein und versuche, die Linie von der Schöpfungsordnung bis zur praktischen Anwendung deutlich zu machen.
Die Bedeckung des Hauptes in der Gemeindeversammlung
(Ausgehend von 1. Korinther 11,5–7)
1. Einleitung
Die Frage nach der Bedeckung des Hauptes in den Zusammenkünften der Gemeinde wird immer wieder gestellt. Manche sehen darin eine alte Tradition, andere ein Gebot Gottes. Es ist entscheidend, dass wir uns nicht von kulturellen Gewohnheiten oder menschlichem Zwang leiten lassen, sondern allein vom Wort Gottes. Paulus entfaltet in 1. Korinther 11,2–16 eine göttliche Ordnung, die über alle Zeiten hinaus Gültigkeit hat.
2. Der biblische Text (1. Kor 11,5–7)
„Jede Frau aber, die betet oder weissagt mit unbedecktem Haupt, entehrt ihr Haupt … Der Mann freilich soll das Haupt nicht bedecken, da er Gottes Bild und Herrlichkeit ist; die Frau aber ist des Mannes Herrlichkeit.“
Worterklärungen:
- „bedecken“ (κατακαλύπτω) = vollständig verhüllen, etwas über das Haupt legen, sodass es verdeckt ist.
- „Haupt“ (κεφαλή) = sowohl das physische Haupt als auch im übertragenen Sinn „Autorität, Oberhaupt“. Paulus spielt mit dieser Doppelbedeutung: Das sichtbare Haupt wird bedeckt oder unbedeckt, und zugleich geht es um die Anerkennung des unsichtbaren Hauptes (Christus).
- „entehrt“ (καταισχύνω) = beschämen, entehren, in Unehre bringen. Wer die göttliche Ordnung nicht respektiert, bringt nicht nur sich selbst, sondern auch ihr „Haupt“ in Unehre.
3. Die göttliche Ordnung (V. 3)
Vor der praktischen Anweisung steht die geistliche Grundordnung:
- Gott → Christus → Mann → Frau.
Es geht nicht um Ungleichwertigkeit, sondern um eine von Gott eingesetzte Ordnung. Christus ist in seiner Menschwerdung dem Vater untergeordnet, ohne minderwertig zu sein. Ebenso anerkennt die Frau durch die Bedeckung eine gottgegebene Stellung, ohne geringer zu sein.
4. Der Mann – Gottes Bild und Herrlichkeit (V. 7)
- „Bild“ (εἰκών): Abbilder reflektieren ihr Urbild. Der Mann repräsentiert Gott in seiner Stellvertretung und Autorität.
- „Herrlichkeit“ (δόξα): Der Mann zeigt in seiner Stellung die Ehre Gottes. Würde er sein Haupt bedecken, würde er das verschleiern.
Darum soll der Mann unbedeckt vor Gott stehen – er betet unmittelbar und ist Bild für Christus, der vor dem Vater steht.
5. Die Frau – die Herrlichkeit des Mannes (V. 7)
- Die Frau wurde als Ergänzung des Mannes geschaffen (vgl. 1. Mose 2,18).
- Sie ist „Herrlichkeit des Mannes“, d.h. in ihr zeigt sich die Fülle des Mannes. Ihre Bedeckung ist nicht Unterdrückung, sondern Ausdruck der Anerkennung dieser Schöpfungsordnung.
6. Geistliche Bedeutung der Bedeckung
- Vor Gott: Die Frau bezeugt durch das sichtbare Zeichen, dass sie die göttliche Ordnung anerkennt.
- Vor den Engeln (V. 10): Engel sind Zuschauer der Gemeinde. Sie sehen darin, dass Gottes Ordnung sichtbar geachtet wird.
- Vor der Welt: Die Gemeinde soll ein Zeugnis für göttliche Autorität sein, das sichtbar wird in einfachen, aber tiefen Zeichen.
7. Historische Missverständnisse
- Viele sagen: „Das war nur Kultur in Korinth.“ Doch Paulus begründet es mit Schöpfung (Adam und Eva) und mit Engeln – beides ist kulturunabhängig.
- Andere sagen: „Es ist nicht mehr nötig.“ Doch Paulus sagt: „Wir haben eine solche Gewohnheit nicht, noch die Gemeinden Gottes“ (V. 16) – d.h. es ist allgemeine Praxis der Versammlungen.
8. Praktische Anwendung
- In Gebetsstunden: Männer beten unbedeckt, Frauen bedeckt – ein sichtbares Zeugnis der göttlichen Ordnung.
- In Anbetungsstunden: Gerade beim Brotbrechen, wo die Herrlichkeit des Herrn im Mittelpunkt steht, ist es ein starkes Bild, wenn Schwestern bedeckt und Brüder unbedeckt stehen.
- Aus Liebe und Gehorsam: Es geht nicht um menschlichen Druck, sondern um Liebe zu Christus. „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt“ (Joh 14,21).
9. Zusammenfassung
Die Bedeckung ist kein nebensächliches Detail, sondern ein tiefes Zeichen für:
- die Herrlichkeit Gottes (Mann unbedeckt),
- die Anerkennung göttlicher Ordnung (Frau bedeckt),
- das Zeugnis vor der sichtbaren und unsichtbaren Welt.
Es bleibt aktuell – nicht als Gesetz, sondern als Ausdruck der Liebe und Ehrerbietung zu Christus, unserem Herrn.
Gliederung zu 1. Korinther 11,5–7
Thema: Die Bedeckung des Hauptes – Ausdruck von Liebe und Gehorsam zu Christus
1. Einleitung (Einstieg ins Thema)
- Frage an die Geschwister: Warum bedecken die Schwestern in unseren Zusammenkünften ihr Haupt, und warum bleiben die Brüder unbedeckt?
- Ziel: Nicht als Tradition oder Zwang, sondern als Ausdruck der göttlichen Ordnung im Licht der Schrift verstehen.
2. Bibeltext lesen
- Lies 1. Korinther 11,2–16 gemeinsam.
- Fokus zunächst auf den Versen 5–7.
3. Gesprächsimpulse und Auslegungsschritte
A) Die göttliche Ordnung (V. 3)
- Frage: Was meint Paulus, wenn er von „Haupt“ (κεφαλή) spricht?
→ nicht nur „Kopf“, sondern „Autorität, Oberhaupt“. - Ordnung: Gott → Christus → Mann → Frau.
- Querverweise: Joh 14,28; 1. Mose 2,18–23.
B) Der Mann – Gottes Bild und Herrlichkeit (V. 7)
- Frage: Warum soll der Mann unbedeckt sein?
→ Er repräsentiert Christus vor Gott. - Begriff „Bild“ (εἰκών) = Abbild, Repräsentant.
- Querverweis: 1. Mose 1,26–27.
C) Die Frau – die Herrlichkeit des Mannes (V. 7)
- Frage: Was bedeutet es, dass die Frau „die Herrlichkeit des Mannes“ ist?
→ Ergänzung, nicht Unterdrückung (1. Mose 2,18). - Ihre Bedeckung = sichtbares Zeichen der Unterordnung in Liebe.
- Querverweis: Eph 5,22–24.
D) Die geistliche Dimension
- Frage: Für wen ist das Zeichen wichtig?
→ Für Gott, für die Engel (V. 10), für die Gemeinde, für die Welt. - Querverweis: Hebr 1,14; 1. Pet 1,12.
E) Missverständnisse
- Gespräch: Warum ist dies nicht nur Kultur in Korinth?
→ Paulus begründet mit Schöpfung, nicht Kultur. - Querverweis: 1. Mose 3,16.
4. Praktische Anwendung
- Frage: Was bedeutet das konkret für unsere Gebets- und Anbetungsstunden?
→ Männer: unbedeckt, Frauen: bedeckt. - Motivation: nicht Pflicht, sondern Liebe zu Christus (Joh 14,21).
- Ermutigung: Es ist ein Vorrecht, in einfacher Weise Gott Ehre zu geben.
5. Zusammenfassung
- Die Bedeckung des Hauptes ist ein sichtbares Zeugnis für die göttliche Ordnung.
- Der Mann zeigt die Herrlichkeit Gottes, die Frau bezeugt die Unterordnung in Liebe.
- Es bleibt ein zeitloses Zeichen – nicht aus Zwang, sondern aus Hingabe an Christus.
Die Bedeckung des Hauptes in der Gemeinde — 1. Kor 11,5–7
Ausdruck von Liebe und Gehorsam zu Christus 1) Einstieg- Warum bedecken die Schwestern in unseren Zusammenkünften ihr Haupt, und warum bleiben die Brüder unbedeckt?
- Ziel: Nicht Tradition oder Zwang, sondern geoffenbarte Schöpfungsordnung und Christus-Ehre verstehen.
- bedecken (κατακαλύπτω): vollständig verhüllen/überdecken.
- Haupt (κεφαλή): physisch und als Bild für Autorität/Oberhaupt.
- entehren (καταισχύνω): beschämen, die von Gott gesetzte Ordnung missachten.
Wertgleichheit, aber unterschiedliche, gottgesetzte Rollen. Christus unterstellt sich freiwillig dem Vater (Joh 14,28). 5) Mann: Bild & Herrlichkeit Gottes (V. 7)- Bild (εἰκών): Repräsentant/Abbild.
- Herrlichkeit (δόξα): Offenbarung göttlicher Ehre in der Stellung.
→ Darum unbedeckt: Nichts soll das Zeichen dieser Stellung verdecken (Gen 1,26–27).
- Ergänzung/Hilfe, von Gott geordnet (Gen 2,18–23).
- Die Bedeckung ist sichtbares Zeichen liebevoller Anerkennung der Ordnung (Eph 5,22–24).
- Vor Gott: freiwilliger Gehorsam.
- Vor den Engeln (V. 10): die unsichtbaren Zuschauer erkennen gelebte Ordnung (1. Pet 1,12; Hebr 1,14).
- Vor der Gemeinde & Welt: ein stilles, aber klares Zeugnis.
- „Nur Kultur in Korinth“ — Paulus begründet mit Schöpfung und Engeln, nicht mit Sitte (Gen 3,16; 1. Kor 11,8–10).
- „Heute nicht mehr nötig“ — Paulus spricht von der Praxis der Gemeinden (1. Kor 11,16).
- Gebet/Anbetung/Bibelstunde:
- Brüder: unbedeckt.
- Schwestern: bedeckt.
- Motivation: Liebe zu Christus, nicht menschlicher Druck (Joh 14,21; 1. Joh 5,3).
- Haltung: Demut, Freude, Dank — ein Vorrecht, Gott sichtbar zu ehren.
- Was bedeutet „Haupt“ (κεφαλή) in V. 3?
- Warum verknüpft Paulus die Anweisung mit Schöpfung & Engeln?
- Wie unterscheiden wir Wertgleichheit und verschiedene Rollen biblisch?
- Welche Haltung (Herz) soll das Zeichen begleiten (Kol 3,17)?
Bedeckung des Hauptes – Wortstudien und Tiefenlinien (1. Korinther 11,5–7) 1. „Bedecken“ – κατακαλύπτω (katakalyptō)- Grundbedeutung: „bedecken, verhüllen, überdecken“.
- Zusammengesetzt aus:
- κατά (kata) = „hinunter, vollständig“.
- καλύπτω (kalyptō) = „verhüllen, verbergen“.
- Flexion im Text:
- Präsens Infinitiv aktiv: κατακαλύπτεσθαι (V. 6) – „bedeckt werden/sein“.
- Belegstellen:
- LXX: Spr 12,16 – „der Tor verbirgt (καλύπτει) die Schmach“.
- NT: nur in 1. Kor 11 (mehrfach, V. 6–7, 13).
- Bedeutungen:
- physisch: Kopf des Menschen/Tieres.
- übertragen: „Haupt“ = Oberhaupt, Autorität, Leitungsfunktion.
- Belege im NT:
- Eph 1,22: Christus ist „das Haupt der Gemeinde“.
- Kol 1,18: Christus ist „das Haupt des Leibes“.
- Kor 11,3: Gott → Christus → Mann → Frau.
- Diskussion: In der Antike klar als Autoritätsbegriff verstanden, nicht bloß als „Quelle“.
- Grundbedeutung: „beschämen, in Unehre bringen, Schande machen“.
- Präfix κατά verstärkt: völlig entehrt.
- Flexion im Text: καταισχύνει (Präsens Aktiv Ind. 3. Sg.) – „sie entehrt“.
- Belege im NT:
- Röm 5,5: „die Hoffnung beschämt nicht (οὐ καταισχύνει)“.
- Pet 2,6: „wer glaubt, wird nicht zuschanden werden“.
- Röm 5,5: „die Hoffnung beschämt nicht (οὐ καταισχύνει)“.
- Grundbedeutung: „Abbild, Darstellung, Repräsentation“.
- Belege:
- Kol 1,15: Christus ist das Bild (εἰκών) des unsichtbaren Gottes.
- Kor 3,18: wir werden verwandelt in dasselbe Bild.
- Kol 1,15: Christus ist das Bild (εἰκών) des unsichtbaren Gottes.
- Deutung: Der Mann als Abbild Gottes zeigt in seiner Stellung etwas von der Autorität Gottes – sichtbar unbedeckt.
- Grundbedeutung: ursprünglich „Meinung, Ansehen“, später „Ehre, Glanz, Herrlichkeit“.
- Belege im Zusammenhang:
- Joh 1,14: „wir haben seine Herrlichkeit angeschaut“.
- Kor 11,7: „der Mann ist Gottes Herrlichkeit, die Frau aber die Herrlichkeit des Mannes“.
- Joh 1,14: „wir haben seine Herrlichkeit angeschaut“.
- Deutung:
- Der Mann reflektiert Gottes Herrlichkeit – darum unbedeckt.
- Die Frau reflektiert die Herrlichkeit des Mannes – darum bedeckt (ihre eigene Herrlichkeit tritt zurück, um die göttliche Ordnung zu zeigen).
- Schöpfung (Gen 2): Frau aus dem Mann genommen, zum Mann zurückgeführt.
- Fall (Gen 3): Verantwortung verschoben – Eva erlag der Versuchung, Adam folgte. Gott setzte eine Ordnung.
- Gemeinde (1. Kor 11): Sichtbares Zeichen der neuen Schöpfung in Christus – Engel schauen zu.
- Nicht Kultur, sondern Schöpfungsprinzip.
- Nicht Zwang, sondern Liebesbeweis.
- Nicht Nebensache, sondern geistliches Zeugnis – vor Gott, den Engeln und Menschen.
- Mann: unbedeckt → zeigt Christus, das Bild Gottes.
- Frau: bedeckt → zeigt freiwillige Unterordnung und Ehre.
Lesbare Fassung (Wortstudien) Titel Bedeckung des Hauptes – Wortstudien (1. Kor 11,5–7) Überblick- κατακαλύπτω (bedecken) – zusammengesetzt aus κατά + καλύπτω: vollständig überdecken.
- κεφαλή (Haupt) – physisch und als Autorität/Oberhaupt; vgl. Eph 1,22; Kol 1,18.
- καταισχύνω (entehren) – beschämen, in Unehre bringen (Röm 5,5; 1. Pet 2,6).
- εἰκών (Bild) – Abbild/Repräsentation (Kol 1,15; 2. Kor 3,18).
- δόξα (Herrlichkeit) – Ehre/Glanz; Mann als Gottes Herrlichkeit, Frau als Herrlichkeit des Mannes.
Bedeckung des Hauptes – Wortstudien (1. Kor 11,5–7) | bibelkreis.ch
Bedeckung des Hauptes – Wortstudien (1. Kor 11,5–7)
Griechische Schlüsselbegriffe, Flexionshinweise, Belegstellen und praktische Anwendung für Bibel-, Gebets- und Anbetungsstunden
1) Bibeltext und Fokus
1. Korinther 11,2–16 (Fokus: V. 5–7)
2) κατακαλύπτω – bedecken/überdecken
Zerlegung: κατά „hinunter, vollständig“ + καλύπτω „verhüllen“ → vollständig überdecken.
Flexion im Kontext: κατακαλύπτεσθαι (Inf. Präs. Med./Pass.) in V. 6; mehrfach in V. 6–7, 13.
Belege: NT: konzentriert in 1. Kor 11; LXX-Bezug zu καλύπτω (z. B. Spr 12,16).
Schluss: kein bloßer Schmuck, sondern tatsächliche Überdeckung des Hauptes als sichtbares Zeichen.
3) κεφαλή – Haupt/Autorität
Bedeutung: physischer Kopf und Oberhaupt/Autorität. Der Kontext (V. 3) verlangt die übertragene Bedeutung.
Belege NT: Eph 1,22; Kol 1,18; 1. Kor 11,3.
Schluss: Das physische un/bedeckte Haupt ist Zeichen für das Verhältnis zum unsichtbaren Haupt (Autorität).
4) καταισχύνω – entehren/zuschanden machen
Bedeutung: „beschämen, in Unehre bringen“; κατ- als Verstärkung.
Flexion: καταισχύνει (Präs. Akt. Ind. 3. Sg.) in V. 5.
Belege: Röm 5,5; 1. Pet 2,6.
Schluss: Unbedecktes Beten/Weissagen der Frau entehrt ihr Haupt (Mann/Christus) im Sinn der geoffenbarten Ordnung.
5) εἰκών – Bild/Abbild
Bedeutung: „Abbild, Repräsentation“.
Belege: Kol 1,15; 2. Kor 3,18.
Schluss: Der Mann als „Bild Gottes“ repräsentiert Gottes Autorität – daher unbedeckt.
6) δόξα – Herrlichkeit/Ehre
Bedeutung: „Ehre, Glanz, Herrlichkeit“.
Belege: Joh 1,14; 1. Kor 11,7.
Schluss: Mann: Gottes Herrlichkeit → unbedeckt. Frau: Herrlichkeit des Mannes → bedeckt (ihre eigene Herrlichkeit tritt zurück).
7) Theologische Linien
- Schöpfung: Gen 2,18–23 – Die Frau aus dem Mann genommen, zur Ergänzung gegeben.
- Fall: Gen 3 – Gott ordnet Verantwortung zu.
- Gemeinde: 1. Kor 11 – Die Ordnung wird sichtbar bezeugt; Engel sind Zeugen (V. 10).
8) Anwendung
- In Gebet/Anbetung/Bibelstunde: Brüder unbedeckt; Schwestern bedeckt.
- Motivation: Liebe und Gehorsam zu Christus (Joh 14,21; 1. Joh 5,3).
- Zeugnis: vor Gott, Engeln und Menschen – still, aber eindeutig.
In 1. Kor 11 spricht Paulus bewusst von den Engeln (V. 10).
Diese himmlischen Wesen, die die Herrlichkeit Gottes anschauen, dürfen in der Gemeinde etwas von der neuen Schöpfung sehen
– Männer und Frauen, die in schlichter Weise ihre gottgegebene Stellung anerkennen.
Welch ein Zeugnis für die unsichtbare Welt!
Quelle: Bibel (Elberfelder 1905trad.), Zusammenstellung: Hanspeter Wepf. Erstellt am 30.08.2025.