Der Vorhang ist zerrissen
Stell dir den Moment vor:
Jerusalem bebt.
Die Erde erzittert.
Felsen brechen.
Und im Tempel – dort, wo kein Mensch je hineinblicken durfte – reißt der Vorhang.
Nicht von unten.
Nicht durch Menschenhand.
Sondern von oben nach unten.
Gott selbst greift ein.
Was bedeutet dieses Zeichen?
Es ist mehr als ein dramatisches Ereignis.
Es ist die Quittung für das Ende des Alten Bundes.
Der Vorhang, der Jahrhunderte lang das Allerheiligste abschirmte, ist nicht mehr.
Die Trennung ist vorbei.
Der Weg ist offen.
Doch das ist nur die irdische Seite.
Der Hebräerbrief zeigt uns die himmlische:
Der wahre Vorhang ist nicht aus Stoff.
Er ist Christus selbst.
Sein Fleisch – seine Menschwerdung, sein Opfer – ist der Zugang in die Gegenwart Gottes.
Nicht ein Gebäude.
Nicht ein Ritual.
Nicht ein Priester.
Christus allein.
Der zerrissene Vorhang in Jerusalem ist das sichtbare Zeichen.
Der geöffnete Weg im Himmel ist die unsichtbare Realität.
Der Alte Bund – mit seinen Grenzen, seinen Wiederholungen, seinen Vermittlern – ist abgeschlossen.
Ein neuer und lebendiger Weg ist eröffnet.
Was heißt das für uns heute?
Es bedeutet:
Du brauchst keinen Mittler aus Fleisch und Blut.
Keine heiligen Orte.
Keine religiösen Konstrukte.
Der Zugang zu Gott ist frei – unmittelbar, persönlich, endgültig.
Und es bedeutet noch etwas:
Alle Mauern, die du heute zwischen dir und Gott empfindest – Schuld, Angst, religiöser Druck, Versagen –
sind nicht mehr gültig.
Gott hat sie zerrissen.
Nicht du.
Er.
Der Vorhang ist gefallen.
Der Weg ist offen.
Der Himmel ist nicht mehr verschlossen.
Und die Frage ist:
Gehst du hindurch?
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Der zerrissene Vorhang ist die Quittung für das Ende des Alten Bundes. Mt 27.51
Mt 27,51 Und siehe, der Vorhang des Tempels__das Heiligtum; vergl. [Kap. 26,55] — zerriß in zwei Stücke, von oben bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen,
Der irdische Vorhang im Matthäus-Evangelium (Mt 27,51)
„Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben bis unten.“ (Mt 27,51a)
- Das Ereignis: Im Moment des Todes Jesu reißt der Vorhang im Jerusalemer Tempel. Dieser Vorhang (hebr. Parochet) trennte das Heilige vom Allerheiligsten, den Ort der Gegenwart Gottes.
- Die Richtung: „Von oben nach unten“ – das zeigt, dass es ein Werk Gottes ist, nicht ein menschliches Zerren. Gott selbst beendet die Trennung.
- Die Bedeutung: Der Weg zu Gott ist nicht mehr durch eine physische Barriere versperrt.
Das alttestamentliche Heiligtum mit seinem Kult hat seine exklusive Vermittlungsfunktion verloren. Es ist ein Akt des Abschlusses des Alten Bundes.
2. Der „wahre Vorhang“ im Hebräerbrief (Hebr 10,19-20)
„Da wir nun, Brüder, durch das Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum, den er uns eingeweiht hat als einen neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang hindurch, das ist durch sein Fleisch.“
Die Identifikation des Vorhangs:
Hier zeigt der Heilige Geist die entscheidende geistliche Deutung:
„Das ist durch sein Fleisch.“
Der Vorhang ist nicht mehr das Stoffgewebe
im steinernen toten Tempel zu Jerusalem, sondern der Leib Jesu Christi.
Der neue Weg:
Der Hebräerbrief spricht nicht von einem irdischen Bau,
sondern von einem „neuen und lebendigen Weg“ in das wahre „Heiligtum“ (die himmlische Wirklichkeit).
Vorhang: 2. Mo 26,31-33
1. Der irdische Vorhang im Matthäus-Evangelium (Mt 27,51)
„Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben bis unten.“ (Mt 27,51a)
Die Bedeutung:
Der Weg zu Gott ist nicht mehr durch eine physische Barriere versperrt. Das alttestamentliche Heiligtum mit seinem Kult hat seine exklusive Vermittlungsfunktion verloren. Es ist ein Akt des Abschlusses des Alten Bundes.
. Der Kontext (Der Rahmen)
Das Ereignis: Im Moment des Todes Jesu reisst der Vorhang im Jerusalemer Tempel.
Dieser Vorhang (hebr. Parochet) trennte das Heilige vom Allerheiligsten, den Ort der Gegenwart Gottes.
Die Richtung: „Von oben nach unten“ – das zeigt, dass es ein Werk Gottes ist, nicht ein menschliches Zerren. Gott selbst dokumentiert das Ende des ersten Bundes
- Literarisch:
Der Vers steht unmittelbar nach Jesu letztem Schrei und seinem Verscheiden (V. 50).
Es ist die direkte göttliche Antwort auf den Tod des Sohnes. - Historisch/Religiös:
Der Vorhang trennte im Jerusalemer Tempel das „Heilige“ vom „Allerheiligsten“.
Nur der Hohepriester durfte diesen Raum einmal im Jahr (Jom Kippur) betreten.
Der Vorhang war massiv und dick – ein Zerreißen war menschlich unmöglich.
2. Die genaue Betrachtung
- „Von oben an bis unten“: Das ist das entscheidende Detail.
Es zeigt: Dies ist kein menschliches Werk
(dafür müsste man unten ansetzen), sondern eine Handlung Gottes. - „Der Vorhang zerriss“:
Das griechische Wort eschisthē deutet auf eine gewaltsame, endgültige Spaltung, das Ende des levitischen Dienstes hin. - Kosmische Begleiterscheinungen:
Erdbeben und berstende Felsen unterstreichen,
dass hier nicht nur ein Mensch stirbt,
sondern die Schöpfung auf ihren Schöpfer reagiert.
3. Kernbotschaft
Der Tod Jesu hebt die Trennung zwischen Gott und dem Wiedergeborenen auf.
- Der Zugang ist frei:
Das Allerheiligste – die unmittelbare Gegenwart Gottes – ist nicht mehr exklusiv für einen levitischen Priester reserviert. - Ende des alten Opfersystems:
Durch das eine, vollkommene Opfer Jesu ist das alte System der Tempelopfer theologisch „erledigt“.
Die Barriere ist weg.
4. Applikation ins Heute
- Unmittelbarkeit: Wir brauchen heute keine menschlichen Vermittler oder komplizierten Rituale mehr, um mit Gott zu sprechen.
Das „Gebet“ ist der direkte Gang durch den wahren Vorhang. - Ehrfurcht vs. Nähe:
Der Vers verbindet beides.
Das Beben der Erde zeigt Gottes Macht, der offene Vorhang seine Liebe und Einladung. - Einsturz von Mauern:
Welche „Vorhänge“ oder Mauern stehen heute noch zwischen uns und Gott?
(Schuld, Angst, religiöser Formalismus oder Fatalismus?)?
Dieser Vers sagt:
Das irdische ist für die Himmlischen zerrissen..
Der Zugang ist frei:
Das Allerheiligste im Himmel – die unmittelbare Gegenwart Gottes – ist jedem Wiedergeborenen nicht mehr exklusiv für einen Priester geöffnet.
- Ende des alten Opfersystems: Durch das eine, vollkommene Opfer Jesu ist das alte System der Tempelopfer theologisch „erledigt“.
Die Barriere ist weg.
4. Die Brücke ins Heute, als Applikation (Anwendung), nicht als Exegese.
- Unmittelbarkeit: Wir brauchen heute keine menschlichen Vermittler oder komplizierten Rituale mehr, um mit Gott zu sprechen.
Das „Gebet“ ist der direkte Gang durch den wahren Vorhang, Christus. - Ehrfurcht vs. Nähe: Der Vers verbindet beides.
Das Beben der Erde zeigt Gottes Macht, der offene Vorhang die Endgültigkeit der Beiseitesetzung des christuslosen Judentums - Einsturz von Mauern:
Welche „Vorhänge“ oder Mauern stehen heute noch zwischen uns und Gott (Schuld, Angst, religiöser Formalismus)?
Dieser Vers sagt: Gott hat sie bereits zerrissen.
1. Das „Gegenteil“: Irdisch vs. Himmlisch
Der Hebräerbrief betont, dass der irdische Tempel nur ein „Schatten“ oder ein Abbild des eigentlichen, himmlischen Heiligtums war (Hebräer 8,5).
- Der Vorhang im Hebräerbrief:
In Vers 20 wird der Vorhang direkt mit dem Leib Jesu identifiziert („…durch den Vorhang, das ist sein Fleisch“). - So wie der Vorhang im toten Tempel zerrissen werden musste, geht der Wiedergeborene nun durch den Leib Jesu in die unmittelbare Gegenwart Gottes,
Wenn du Matthäus 27,51 und Hebräer 10,19-20 vergleichst, hast du zwei Seiten derselben Medaille:
- Matthäus (Die Erde): Gott gibt ein sichtbares Zeichen im irdischen Jerusalem. Das alte System (der physische Tempel) ist am Ende.
- Hebräer (Der Himmel): Das Ereignis hat eine ewige Bedeutung. Wir treten nicht in ein Gebäude aus Stein ein, sondern treten geistlich vor den Thron Gottes.
3. Ein kritischer Blick auf die „Opfertheologie“
Manche Ausleger gehen sogar so weit zu sagen, dass der Hebräerbrief den irdischen Tempeldienst nicht nur ergänzt, sondern ihn als unzulänglich entlarvt.
Im himmlischen Heiligtum (durch Christus) ist die Trennung endgültig aufgehoben.
Im irdischen Tempel wurde der Vorhang jedes Jahr „symbolisch“ passiert, aber die Trennung blieb bestehen.
Der Hebräerbrief argumentiert auf einer anderen Ebene als der rein materiellen.
Während Matthäus das historische Ereignis im irdischen Tempel beschreibt
(das Zerreißen des echten Stoffvorhangs), nutzt der Hebräerbrief dieses Bild, um eine geistliche Realität im „himmlischen Heiligtum“ zu erklären.
Hier ist die wichtige Unterscheidung
1. Das „Gegenteil“: Irdisch vs. Himmlisch
Der Hebräerbrief betont, dass der irdische Tempel nur ein „Schatten“ oder ein Abbild des eigentlichen, himmlischen Heiligtums war (Hebräer 8,5).
- Der Vorhang im Hebräerbrief: In Vers 20 wird der Vorhang direkt mit dem Leib Jesu identifiziert („…durch den Vorhang, das ist sein Fleisch“).
2. Warum das wichtig ist
Wenn du Matthäus 27,51 und Hebräer 10,19-20 vergleichst, hast du zwei Seiten derselben Medaille:
- Matthäus (Die Erde): Gott gibt ein sichtbares Zeichen im irdischen Jerusalem. Das alte System (der physische Tempel) ist am Ende.
- Hebräer (Der Himmel): Das Ereignis hat eine ewige Bedeutung. Wir treten nicht in ein Gebäude aus Stein ein, sondern treten geistlich vor den Thron Gottes.
Vom Irdischen zum Himmlischen
Nicht der irdische Vorhang:
Wir Christen gehen nicht durch einen zerrissenen Stoffvorhang.
Wir pilgern nicht in einen Tempel aus Steinen, um dort Gott zu begegnen.
Der zerrissene Vorhang in Jerusalem ist zwar ein historisches Zeichen, aber nicht der Zugangsweg selbst.
- Der wahre Vorhang (Christus):
Der Zugang geschieht durch die Person Jesu Christi selbst.
Er ist der „neue und lebendige Weg“.
Sein Fleisch (seine Menschwerdung und sein Opfer) ist der Vorhang, durch den wir Wiedergeborenen hindurchtreten. - Das „effektive Heiligtum“:
Wir treten nicht in ein Gebäude ein, sondern in die himmlische Wirklichkeit,
in die Gegenwart Gottes selbst.
Das irdische Heiligtum war nur ein Schattenbild (vgl. Hebr 8,5), das wahre Heiligtum ist der Himmel, wo Christus zur Rechten Gottes sitzt.
Fazit
Der zerrissene Vorhang in Matthäus 27 ist das äussere Zeichen der Beiseitesetzung der toten jüdischen christuslosen gottlosen Religion.
Innere, himmlische Wahrheit, die der Hebräerbrief verkündet:
Der Vorhang ist nicht mehr ein Ort (Tempel), sondern der Herr Jesus Christus.
. Das Ende der exklusiven Priesterschaft
Im Alten Bund durfte nur der Hohepriester, und das auch nur einmal im Jahr (am Jom Kippur), das Allerheiligste durch den Vorhang betreten (3. Mose 16).
- Die Veränderung: Als der Vorhang zerriss, war dieser exklusive Zugang für immer beendet. Der Weg lag nun für alle offen, die durch Christus kommen.
- Die Bestätigung durch Hebräer: Der Hebräerbrief betont genau diesen Punkt: Christus ist der Hohepriester, der nicht durch das Blut von Böcken, sondern durch sein eigenes Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen ist (Hebr 9,11-12). Mit seinem Tod ist das levitische Priestertum und dessen ständige Wiederholung von Opfern obsolet geworden.
2. Das Ende der Opfer
Der Tempeldienst war auf Wiederholung ausgelegt. Tag für Tag, Jahr für Jahr wurden Opfer dargebracht, die niemals die Sünde endgültig wegtun konnten (Hebr 10,11).
- Die Veränderung: In dem Moment, als Jesus rief: „Es ist vollbracht!“ (Joh 19,30) und starb, riss der Vorhang. Das einmalige, vollkommene Opfer war gebracht. Der gesamte Opferkult des Alten Bundes hatte sein Ziel erreicht und war damit beendet. Er war nur der Schatten des wahren Opfers (Hebr 10,1).
- Ad acta legen: Ein Opfersystem, das auf Absonderung und Trennung beruhte, wurde durch ein Opfer abgelöst, das den vollkommenen Zugang schafft.
3. Das Ende des „Heiligen Landes“ / „Heiligen Gebäudes“
Im Judentum war der Tempel in Jerusalem das geistliche Zentrum der Welt, der Ort, an dem Gottes Name wohnte. Das Zerreissen des Vorhangs entweiht gewissermaßen das Allerheiligste, indem es den Blick darauf freigibt.
- Die Veränderung: Gott „verlässt“ symbolisch diesen mit Händen gemachten Tempel. Stephanus bringt diesen Gedanken bereits in Apostelgeschichte 7,48-50 auf den Punkt: „Aber der Allerhöchste wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind.“
- Die Konsequenz: Der Ort der Begegnung mit Gott ist nicht mehr an eine geographische oder architektonische Lokalität (Jerusalem/Tempel) gebunden. Der „Ort“ ist nun die Person Jesu Christi und der Gläubige, der durch den Geist Gottes zu einem Tempel wird (1. Kor 3,16).
Fazit
Sie können also argumentieren: Der zerrissene Vorhang ist die Quittung für das Ende des Alten Bundes.
- Der Dienst (Priestertum) ist ad acta gelegt.
- Das Opfersystem (Blut von Tieren) ist ad acta gelegt.
- Der exklusive Ort (irdischer Tempel) ist ad acta gelegt.
Alles, was den Alten Bund ausmachte (Trennung, Vermittlung durch Menschen, Wiederholung), ist durch den Tod Christi beendet worden.
An seine Stelle ist der „neue und lebendige Weg“ (Hebr 10,20) getreten: Christus selbst.
Wer zu Gott kommt, kommt nicht mehr durch einen irdischen Kult, sondern durch den gekreuzigten und auferstandenen Herrn.
1. Die biblische Exaktheit
- Der Vorhang im Tempel: Er wurde zerrissen (griech. eschisthē – Mt 27,51). Er ist entzwei.
- Der Leib Jesu: Die Schrift ist äußerst sorgfältig. Johannes betont: „Ihr habt gesehen, dass kein Bein ihm zerbrochen wurde.“ (Joh 19,36, Bezug auf 2. Mose 12,46).
Die Soldaten zerbrachen ihm die Beine nicht, weil er bereits tot war. - Das „Fleisch“ (Hebr 10,20): Der Hebräerbrief sagt nicht, dass das Fleisch zerrissen wurde, sondern dass der Weg durch den Vorhang hindurch – das ist sein Fleisch – eröffnet wurde.
Beachte hier die Gotteslästerung in der Schlachter 2000: → 1. Korinther 11.24!
2. Wie ist Hebräer 10,20 richtig zu verstehen?
Der Hebräerbrief benutzt hier ein Bild, aber man muss das Bild richtig deuten:
- Nicht: Der Vorhang = Fleisch, und dieses Fleisch wird zerrissen.
- Sondern: Der Vorhang ist das Fleisch. Der Weg durch den Vorhang hindurch wurde dadurch eröffnet, dass Christus starb.
Der Tod Christi (die Hingabe seines Leibes) ist das, was den Zugang freimacht.
Man kann es sich so vorstellen:
- Im Alten Testament musste man durch den Vorhang hindurchgehen, um ins Allerheiligste zu kommen.
- Im Neuen Testament müssen wir durch Christus (durch sein Fleisch, seine Menschwerdung und sein Opfer) hindurchgehen, um zu Gott zu kommen.
- Das „Hindurchgehen“ durch seinen Leib ist nicht physisch, sondern geistlich: Es ist der Glaube an sein für uns gegebenes Leben und seinen für uns erlittenen Tod.
3. Die theologische Pointe: Ganzheit des Opfers
Dass der Leib Jesu nicht zerrissen (also nicht zerbrochen oder zerstückelt) wurde, ist wichtig:
- Das Lamm Gottes: Das Passahlamm musste ganz bleiben (2. Mose 12,46).
Jesus ist das wahre Passahlamm (1. Kor 5,7). Sein Opfer ist vollkommen und unversehrt dargebracht. - Auferstehungsleib:
Der Leib, der geopfert wurde, ist derselbe Leib, der auferstanden ist.
Er wurde nicht vernichtet, sondern hingegeben und verherrlicht.
„Matthäus berichtet, dass der irdische Vorhang zerriss.
Hebräer 10,20 lehrt uns jedoch, dass der Zugang zu Gott nicht durch dieses irdische Zeichen geschieht,
sondern durch den wahren Vorhang – das Fleisch Christi.
Wichtig ist hier die genaue Betrachtung: Der Leib Christi wurde nicht zerrissen (vgl. Joh 19,36).
Vielmehr wurde sein Fleisch (seine leibliche Existenz) für uns hingegeben.
Durch diese Hingabe –
und das ist das ‚Hindurchgehen‘ durch den Vorhang –
ist der neue und lebendige Weg in das himmlische Heiligtum für uns eröffnet.
Wir treten also nicht durch einen zerrissenen Stoff in einen irdischen Raum,
sondern durch den geopferten, aber nicht zerbrochenen Leib Christi in die Gegenwart Gottes ein.“