
Die Herrlichkeit des Herrn Jesus ist der Mittelpunkt aller göttlichen Offenbarung.
In Ihm begegnet uns die ewige Herrlichkeit Gottes in menschlicher Gestalt —
verhüllt in Erniedrigung, offenbart in Liebe, bestätigt im Kreuz und verherrlicht zur Rechten Gottes.
Die vier Evangelien zeigen diese Herrlichkeit in ihren einzigartigen Aspekten: als König, Knecht, Mensch und Sohn Gottes.
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Die Herrlichkeit des Herrn Jesus
Die Herrlichkeit des Herrn Jesus ist der Mittelpunkt aller göttlichen Offenbarung.
In Ihm begegnet uns die ewige Herrlichkeit Gottes in menschlicher Gestalt – verhüllt in Erniedrigung, offenbart in Liebe, bestätigt im Kreuz und verherrlicht zur Rechten Gottes.
Diese Betrachtung zeigt die vierfache Offenbarung seiner Person in den Evangelien:
- als König Israels im Matthäusevangelium,
- als Diener im Markus-Evangelium,
- als vollkommener Mensch im Lukas-Evangelium,
- und als Sohn Gottes im Johannesevangelium.
Wer Ihn anschaut, wird verwandelt – und wer Ihn erkennt, betet an.
„Wir alle aber, indem wir mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit.“
(2. Korinther 3,18)
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1. Einleitung – Das herrlichste Thema der Schrift
Der Autor betont, dass kein Gegenstand größer, herrlicher und erhabener ist als die Person des Herrn Jesus Christus. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass kein Thema schwieriger ist,
weil die Erkenntnis des Sohnes allein dem Vater vorbehalten ist. Dennoch dürfen Gläubige, vom Geist Gottes geleitet, etwas von der Herrlichkeit Christi erfassen.
2. Vierfache Darstellung seiner Herrlichkeit in den Evangelien
Die vier Evangelien sind keine bloße Wiederholung, sondern vier göttlich inspirierte „Porträts“ derselben Person.
- Matthäus zeigt den Herrn als König Israels, den Messias, der die Verheißungen erfüllt.
- Markus stellt Ihn als Diener dar, der sofort handelt und im Gehorsam dient.
- Lukas zeigt Ihn als vollkommenen Menschen, Sohn des Menschen, in menschlicher Abhängigkeit.
- Johannes offenbart Ihn als Sohn Gottes, der aus dem Himmel kam und göttliches Leben gibt.
Diese vier Gesichter entsprechen den vier Cherubim (Mensch, Löwe, Stier, Adler) aus Hesekiel 1 und Offenbarung 4.
3. Der Zusammenhang von Herrlichkeit und Erniedrigung
Die Herrlichkeit Christi wird stets im Gegensatz zu seiner freiwilligen Erniedrigung gesehen:
- Er, der in göttlicher Herrlichkeit war, nahm Knechtsgestalt an.
- Seine Herrlichkeit wurde auf Erden verhüllt, aber für den Glauben sichtbar (z. B. Verklärung, Wunder, Worte).
- Nach vollbrachtem Werk kehrte Er in die Herrlichkeit zurück, die Er beim Vater hatte, bevor die Welt war.
4. Die Offenbarung seiner Herrlichkeit in den Evangelien
Der Autor zeigt, dass jedes Evangelium eigene Schwerpunkte setzt:
- In Matthäus leuchtet die Herrlichkeit des Königs auf, der sein Reich ankündigt.
- In Markus offenbart sich die Herrlichkeit des Knechtes im tätigen Gehorsam.
- In Lukas die moralische Herrlichkeit seiner Gnade, Demut und Vollkommenheit als Mensch.
- In Johannes die göttliche Herrlichkeit des ewigen Wortes, das Fleisch wurde und unter uns wohnte.
Jede Darstellung führt zur Anbetung und Vertiefung der Beziehung zum Herrn.
5. Geistliche Anwendung
Die Betrachtung seiner Herrlichkeit soll das Herz erfüllen, den Wandel prägen und den Glauben stärken. Der Autor mahnt, dass es nicht genügt, nur über Christus zu reden —
wir sollen Ihn anschauen, bewundern und nachahmen (2. Kor 3,18).
Die Betrachtung seiner Herrlichkeit verwandelt uns in sein Bild.
6. Schlussgedanken
Das Studium der Herrlichkeit des Herrn Jesus ist endlos, denn Er selbst ist unerschöpflich. Der Glaube findet Ruhe in der Erkenntnis, dass der, der sich erniedrigte, nun verherrlicht ist und bald erscheinen wird in Macht und Herrlichkeit.
🕊️ Theologische Gliederung und Auswertung
1. Grundgedanke: Die Herrlichkeit Christi – Mittelpunkt der Offenbarung Gottes
Biblische Grundlage: Joh 1,14; 2Kor 4,6; Hebr 1,3; Kol 1,15–20
Die Herrlichkeit des Herrn Jesus ist die sichtbare Offenbarung des unsichtbaren Gottes. In Ihm wohnte die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.
- Der Ausdruck „Herrlichkeit“ (gr. doxa) bezeichnet sowohl die göttliche Majestät als auch den sittlichen Glanz seines Wesens.
- Der Sohn ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes – in Ihm wurde Gott vollkommen kundgemacht.
- Diese Herrlichkeit ist von Ewigkeit her vorhanden, wurde im Fleisch offenbart, ist durch das Werk am Kreuz verherrlicht und wird in der zukünftigen Weltzeit in Vollendung erscheinen.
Theologischer Schwerpunkt:
Christus ist der Mittelpunkt der göttlichen Offenbarung – Schöpfer, Mittler, Erlöser und Ziel aller Dinge.
2. Vierfache Offenbarung der Herrlichkeit Christi in den Evangelien
Biblische Grundlage: Hes 1,5–10; Offb 4,6–8; Mt 1–28; Mk 1–16; Lk 1–24; Joh 1–21
Der Autor verbindet die vier Evangelien mit den vier Cherubim, die je eine Seite der Herrlichkeit Christi darstellen.
| Evangelium | Christus als … | Symbol (Cherub) | Betonung | Theologischer Fokus |
|---|---|---|---|---|
| Matthäus | König Israels, Sohn Davids | Löwe | Autorität & Erfüllung der Verheißung | Die Herrlichkeit seiner königlichen Sendung |
| Markus | Knecht Jehovas | Stier | Tatkraft & Gehorsam | Die Herrlichkeit im Dienst |
| Lukas | Sohn des Menschen | Mensch | Vollkommenheit & Gnade | Die moralische Herrlichkeit seiner Menschheit |
| Johannes | Sohn Gottes | Adler | Himmelshöhe & Ewigkeit | Die göttliche Herrlichkeit seines Wesens |
Theologischer Schwerpunkt:
Die vier Evangelien bilden zusammen das vollkommene Zeugnis der Herrlichkeit Christi in ihren verschiedenen Beziehungen: zu Israel, zur Menschheit, zu den Menschen im Allgemeinen und zu Gott selbst.
3. Herrlichkeit und Erniedrigung – die zwei Seiten des Christusgeheimnisses
Biblische Grundlage: Phil 2,5–11; Joh 17,5; 2Kor 8,9
Die Herrlichkeit Christi ist untrennbar mit seiner Erniedrigung verbunden.
- Vorweltliche Herrlichkeit: „die Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war“ (Joh 17,5).
- Verhüllte Herrlichkeit: In seiner Menschwerdung nahm Er Knechtsgestalt an, ohne die Gottheit abzulegen.
- Offenbarte Herrlichkeit: Im Dienst, in den Zeichen, in der Verklärung (Mt 17).
- Wiedererlangte Herrlichkeit: Nach dem Kreuz wurde Er hoch erhoben und mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt (Hebr 2,9).
Theologischer Schwerpunkt:
Die Erniedrigung Christi ist kein Verlust, sondern der Weg, auf dem seine Herrlichkeit in Liebe und Gehorsam erstrahlt.
4. Die moralische Herrlichkeit Christi
Biblische Grundlage: Joh 13,1–17; Lk 22,27; 2Kor 3,18
Neben der göttlichen und der zukünftigen Herrlichkeit gibt es die sittliche Herrlichkeit seines Wesens:
- Vollkommene Hingabe an den Vater
- Sanftmut, Gehorsam, Gnade und Heiligkeit
- Der Glanz göttlicher Liebe im Umgang mit Menschen
Diese Herrlichkeit ist das Muster für den Gläubigen, der durch den Heiligen Geist in dasselbe Bild verwandelt wird.
Theologischer Schwerpunkt:
Die sittliche Herrlichkeit Christi offenbart die wahre Schönheit Gottes in einem menschlichen Leben.
5. Die eschatologische (zukünftige) Herrlichkeit
Biblische Grundlage: Mt 24,30; Kol 3,4; Offb 1,7; Offb 19,11–16
Christus wird wiederkommen in Herrlichkeit:
- als König der Könige auf der Erde
- als Richter der Nationen
- als Bräutigam der Gemeinde
Diese Herrlichkeit ist die Krönung der göttlichen Offenbarung und der Gegenstand der Hoffnung der Gläubigen.
Theologischer Schwerpunkt:
Die gegenwärtige Gnadenzeit endet in der Erscheinung seiner Herrlichkeit – das Ziel der gesamten Heilsgeschichte.
6. Praktische Auswirkung – das Anschauen seiner Herrlichkeit
Biblische Grundlage: 2Kor 3,18; 1Joh 3,2; Joh 17,24
Das Anschauen seiner Herrlichkeit bewirkt geistliche Umgestaltung:
- Der Glaube sieht Ihn jetzt durch das Wort.
- Die Liebe erwartet Ihn, um Ihn zu sehen, wie Er ist.
- Die Hoffnung ruht auf der Gewissheit, Ihn ewig zu schauen.
Theologischer Schwerpunkt:
Die Betrachtung Christi ist kein intellektuelles Studium, sondern ein heiliger Umgang, der den Gläubigen verwandelt und zur Anbetung führt.
✨ Zusammenfassendes Fazit
Christus ist die Herrlichkeit Gottes – in Ihm ist alles Licht, Leben und Liebe.
Sein Weg von der Herrlichkeit zur Erniedrigung und zurück offenbart das Herz Gottes in Vollendung.
Wer Ihn erkennt, betet an; wer Ihn anschaut, wird verwandelt; wer Ihn erwartet, wird mit Ihm verherrlicht.
Die Herrlichkeit des Herrn Jesus
Herrlichkeit Christi
Jesus Christus Herrlichkeit
Vier Evangelien
Matthäus Evangelium
Markus Evangelium
Lukas Evangelium
Johannes Evangelium
Sohn Gottes
Sohn des Menschen
König Israels
Diener Jesu
Evangelien Vergleich
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Menschwerdung Jesu
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