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1. Korinther Kp 1


10-Satz-Übersicht zu 1. Korinther 1

  1. Paulus schreibt als berufener Apostel zusammen mit Sosthenes an die Gemeinde Gottes in Korinth und an alle, die den Namen des Herrn Jesus Christus anrufen.
  2. Er wünscht ihnen Gnade und Frieden von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.
  3. Paulus dankt Gott für die Gnade, die den Korinthern in Christus Jesus gegeben ist.
  4. In Christus sind sie in allem reich gemacht worden – in Wort und Erkenntnis – und es fehlt ihnen an keiner Gnadengabe.
  5. Gott wird sie bis ans Ende festigen, sodass sie untadelig sind am Tag unseres Herrn Jesus Christus.
  6. Gott ist treu und hat sie in die Gemeinschaft seines Sohnes berufen.
  7. Paulus ermahnt die Brüder dringend, einmütig zu sein und keine Spaltungen zuzulassen.
  8. Es gibt Streitigkeiten, weil sich die einen auf Paulus, andere auf Apollos, wieder andere auf Kephas oder auf Christus berufen.
  9. Christus ist nicht zerteilt – und Paulus ist nicht für sie gekreuzigt worden.
  10. Christus hat Paulus nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen – nicht in Redeweisheit, damit das Kreuz Christi nicht zunichte gemacht wird.

1. Korinther 1 – Vers für Vers

Vers 1 Paulus, berufener Apostel Christi Jesu durch Gottes Willen, und Sosthenes, der Bruder,

Paulus stellt sich als von Gott berufener Apostel vor und nennt Sosthenes als Mitabsender. Anwendung: Apostelamt kommt von Gott, nicht von Menschen.

Vers 2 an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, den Geheiligten in Christus Jesus, den berufenen Heiligen, samt allen, die an jedem Ort den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen, ihres und unseres Herrn.

Die Adressaten sind Geheiligte und berufene Heilige – und der Brief gilt auch allen, die den Namen des Herrn anrufen. Anwendung: Die Gemeinde gehört Gott und ist mit allen Gläubigen an jedem Ort verbunden.

Vers 3 Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!

Der typische paulinische Gruß: Gnade und Friede von Gott und dem Herrn. Anwendung: Alles Gute beginnt mit Gottes Gnade und dem Frieden, den nur Er schenkt.

Vers 4–5 Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christus Jesus: In ihm seid ihr in allem reich gemacht worden, in allem Wort und aller Erkenntnis,

Paulus beginnt mit Dank. Die Korinther sind in Christus reich an Wort und Erkenntnis. Anwendung: Auch bei Problemen in einer Gemeinde dürfen wir zuerst für die Gnade Gottes danken.

Vers 6–7 wie denn das Zeugnis des Christus unter euch gefestigt worden ist. Daher habt ihr an keiner Gnadengabe Mangel, während ihr das Offenbarwerden unseres Herrn Jesus Christus erwartet,

Das Zeugnis von Christus ist bei ihnen befestigt, und es fehlt ihnen an keiner Gnadengabe, während sie auf das Kommen des Herrn warten. Anwendung: Geistliche Gaben und die Erwartung der Wiederkunft gehören zusammen.

Vers 8 der euch auch festigen wird bis ans Ende, sodass ihr untadelig seid an dem Tag unseres Herrn Jesus Christus.

Christus selbst wird sie bis ans Ende festigen, damit sie untadelig dastehen. Anwendung: Unsere Festigkeit hängt nicht von uns selbst ab, sondern von dem, der uns festhält.

Vers 9 Gott ist treu, durch den ihr berufen worden seid in die Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn.

Gott ist treu. Er hat sie in die Gemeinschaft mit seinem Sohn berufen. Anwendung: Unsere Berufung ruht auf der Treue Gottes, nicht auf unserer Leistung.

Vers 10 Ich ermahne euch aber, Brüder, durch den Namen unseres Herrn Jesus Christus, dass ihr alle einmütig redet und nicht Spaltungen unter euch sind, sondern dass ihr in demselben Sinn und in derselben Meinung völlig zusammengefügt seid.

Paulus ermahnt ernsthaft zur Einmütigkeit und gegen Spaltungen. Anwendung: Einheit ist kein Wunschdenken, sondern ein Auftrag im Namen des Herrn.

Vers 11–12 Denn es ist mir durch die Hausgenossen der Chloë über euch bekannt geworden, meine Brüder, dass Streitigkeiten unter euch sind. Ich meine aber dies, dass jeder von euch sagt: Ich bin des Paulus, ich aber des Apollos, ich aber des Kephas, ich aber Christi.

Es gibt Parteiungen: Die einen hängen an Paulus, andere an Apollos, andere an Kephas, wieder andere an Christus. Anwendung: Menschen an Lehrern oder Gruppen festzumachen, führt zu Streit.

Vers 13 Ist der Christus zerteilt? Ist etwa Paulus für euch gekreuzigt, oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft worden?

Christus ist nicht zerteilt. Niemand außer Christus ist für uns gekreuzigt worden. Anwendung: Nur einer ist gekreuzigt – und nur auf seinen Namen sind wir getauft.

Vers 14–16 Ich danke Gott, dass ich niemand von euch getauft habe außer Krispus und Gajus, damit nicht jemand sagt, ihr seiet auf meinen Namen getauft worden. Ich habe aber auch das Haus des Stephanas getauft; sonst weiß ich nicht, ob ich noch jemand getauft habe.

Paulus hat nur wenige getauft und ist froh darüber, damit niemand meinen kann, er sei auf seinen Namen getauft. Anwendung: Taufe weist auf Christus hin, nicht auf den Täufer.

Vers 17 Denn Christus hat mich nicht ausgesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen: nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz Christi zunichte gemacht wird.

Der Auftrag des Paulus ist die Verkündigung des Evangeliums – und zwar nicht in menschlicher Redeweisheit, damit das Kreuz nicht entwertet wird. Anwendung: Das Kreuz darf durch menschliche Weisheit und Rhetorik nicht geschwächt werden.  

Vers 18 Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir gerettet werden, ist es Gottes Kraft.

Das Kreuz erscheint den Verlorenen als Torheit – den Geretteten aber ist es Gottes Kraft. Anwendung: Das Kreuz trennt die Menschen in zwei Gruppen: die, die es ablehnen, und die, die dadurch gerettet werden.

Vers 19 Denn es steht geschrieben: »Ich werde die Weisheit der Weisen vernichten, und den Verstand der Verständigen werde ich verwerfen.«

Gott hat angekündigt, die Weisheit der Weisen zunichtezumachen. Anwendung: Menschliche Weisheit hat vor Gott keinen Bestand.

Vers 20 Wo ist ein Weiser? Wo ein Schriftgelehrter? Wo ein Wortstreiter dieses Zeitalters? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?

Gott stellt die Weisen, Schriftgelehrten und Wortstreiter dieser Welt in Frage und hat ihre Weisheit zur Torheit gemacht. Anwendung: Die Weisheit dieser Welt hält vor Gott nicht stand.

Vers 21 Denn weil in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannte, hat es Gott wohlgefallen, durch die Torheit der Predigt die Glaubenden zu retten.

Die Welt hat Gott mit ihrer Weisheit nicht erkannt. Deshalb gefiel es Gott, durch die „Torheit“ der Predigt die Glaubenden zu retten. Anwendung: Gott rettet nicht durch menschliche Klugheit, sondern durch die einfache Botschaft vom Kreuz.

Vers 22–23 Und weil denn Juden Zeichen fordern und Griechen Weisheit suchen, predigen wir Christus als gekreuzigt, für Juden ein Anstoß und für Nationen eine Torheit;

Juden fordern Zeichen, Griechen suchen Weisheit – wir aber predigen den gekreuzigten Christus. Für die einen ist das ein Anstoß, für die anderen Torheit. Anwendung: Das Evangelium passt nicht zu den Erwartungen der Menschen.

Vers 24 den Berufenen selbst aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.

Für die Berufenen – ob Juden oder Griechen – ist Christus Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Anwendung: Wer berufen ist, erkennt im Gekreuzigten die Kraft und Weisheit Gottes.

Vers 25 Denn das Törichte Gottes ist weiser als die Menschen, und das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen.

Was bei Gott töricht erscheint, ist weiser als die Menschen. Was bei Gott schwach erscheint, ist stärker als die Menschen. Anwendung: Gottes Wege übersteigen unsere Maßstäbe von Weisheit und Stärke.

Vers 26 Denn seht eure Berufung, Brüder, dass es nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind;

Schaut auf eure Berufung: Es sind nicht viele Weise, Mächtige oder Edle nach dem Fleisch. Anwendung: Gott beruft nicht vor allem die, die in der Welt etwas gelten.

Vers 27–28 sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden macht; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, damit er das Starke zuschanden macht; und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott auserwählt, das, was nicht ist, damit er das, was ist, zunichtemache,

Gott hat das Törichte, Schwache, Unedle und Verachtete auserwählt – und sogar das, was „nichts“ ist –, um das Starke und Vorhandene zunichtezumachen. Anwendung: Gott kehrt die Maßstäbe der Welt um.

Vers 29 dass sich vor Gott kein Fleisch rühmen kann.

Das Ziel ist klar: Kein Mensch soll sich vor Gott rühmen können. Anwendung: Aller Ruhm gehört Gott allein.

Vers 30 Aus ihm aber kommt es, dass ihr in Christus Jesus seid, der uns geworden ist Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und Heiligkeit und Erlösung;

Aus Gott kommt es, dass wir in Christus Jesus sind. Er ist uns geworden: Weisheit von Gott, Gerechtigkeit, Heiligkeit und Erlösung. Anwendung: Alles, was wir brauchen – Weisheit, Gerechtigkeit, Heiligkeit und Erlösung – haben wir in Christus.

Vers 31 damit, wie geschrieben steht: »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!«

Deshalb gilt: Wer sich rühmt, soll sich des Herrn rühmen. Anwendung: Unser einziger berechtigter Ruhm ist der Herr selbst.

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Hans



IN CHRISTO!
HANS PETER WEPF
BIBELKREIS.CH
YT: MEIN KANAL