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1. Korinther Kp 3 Vers für Vers Auslegung


10-Satz-Übersicht zu 1. Korinther 3

  1. Paulus konnte zu den Korinthern nicht als zu Geistlichen reden, sondern als zu Fleischlichen und Unmündigen in Christus.
  2. Er hat ihnen Milch gegeben und nicht feste Speise, weil sie sie noch nicht vertragen konnten – und auch jetzt noch nicht.
  3. Eifersucht und Streit unter ihnen zeigen, dass sie noch fleischlich sind und nach Menschenweise wandeln.
  4. Paulus und Apollos sind nur Diener, durch die sie gläubig geworden sind, wie der Herr es jedem gegeben hat.
  5. Paulus hat gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum gegeben.
  6. Weder der Pflanzende noch der Begießende ist etwas, sondern Gott, der das Wachstum gibt.
  7. Sie sind Gottes Mitarbeiter – die Gemeinde ist Gottes Ackerfeld und Gottes Bau.
  8. Paulus hat als weiser Baumeister den Grund gelegt, der Jesus Christus ist; niemand kann einen anderen Grund legen.
  9. Jeder baut darauf – mit Gold, Silber, kostbaren Steinen oder mit Holz, Heu und Stroh.
  10. Das Werk eines jeden wird offenbar werden, denn der Tag wird es im Feuer offenbar machen.

1. Korinther 3 – Vers für Vers

Vers 1 Und ich, Brüder, konnte nicht zu euch reden als zu Geistlichen, sondern als zu Fleischlichen, als zu Unmündigen in Christus.

Paulus musste sie als Unmündige und Fleischliche ansprechen, nicht als geistlich Reife. Anwendung: Geistliches Wachstum zeigt sich daran, ob man feste Speise vertragen kann.

Vers 2 Ich habe euch Milch zu trinken gegeben, nicht feste Speise; denn ihr konntet sie noch nicht vertragen. Ihr könnt es aber auch jetzt noch nicht,

Sie brauchten noch Milch und waren auch jetzt noch nicht bereit für feste Speise. Anwendung: Manche Gläubige bleiben lange in der Unmündigkeit stehen.

Vers 3 denn ihr seid noch fleischlich. Denn wo Eifersucht und Streit unter euch ist, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise?

Eifersucht und Streit beweisen, dass sie noch fleischlich denken und handeln. Anwendung: Streit und Rivalität sind Zeichen des Fleisches, nicht des Geistes.

Vers 4 Denn wenn einer sagt: Ich bin des Paulus, der andere aber: Ich des Apollos – seid ihr nicht menschlich?

Die Parteiungen um Paulus und Apollos zeigen menschliches Denken. Anwendung: Menschen an Lehrern festzumachen, ist fleischlich.

Vers 5 Was ist denn Apollos? Und was ist Paulus? Diener, durch die ihr gläubig geworden seid, und zwar wie der Herr einem jeden gegeben hat.

Paulus und Apollos sind nur Diener. Der Herr gibt jedem seinen Auftrag. Anwendung: Diener Gottes sind Werkzeuge, nicht Herren.

Vers 6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das Wachstum gegeben.

Einer pflanzt, einer begießt – aber nur Gott gibt das Wachstum. Anwendung: Wir säen und gießen, das Wachstum liegt allein bei Gott.

Vers 7 So ist weder der da pflanzt etwas, noch der da begießt, sondern Gott, der das Wachstum gibt.

Weder der Pflanzende noch der Begießende ist etwas Besonderes – allein Gott zählt. Anwendung: Alle Ehre gehört Gott, nicht den Mitarbeitern.

Vers 8 Der aber pflanzt und der begießt, sind eins; jeder aber wird seinen eigenen Lohn empfangen nach seiner eigenen Arbeit.

Beide sind eins in der Sache. Jeder empfängt seinen eigenen Lohn nach seiner Arbeit. Anwendung: Es gibt persönlichen Lohn für treuen Dienst.

Vers 9 Denn Gottes Mitarbeiter sind wir; Gottes Ackerfeld, Gottes Bau seid ihr.

Die Diener sind Gottes Mitarbeiter. Die Gemeinde ist Gottes Acker und Gottes Bau. Anwendung: Die Gemeinde gehört Gott – wir sind nur Mitarbeiter auf seinem Feld.

Vers 10 Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf; jeder aber sehe zu, wie er darauf baut.

Paulus hat als weiser Baumeister den Grund gelegt. Andere bauen darauf – jeder muss zusehen, wie er baut. Anwendung: Wie wir auf dem Grund bauen, ist unsere Verantwortung.

Vers 11 Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.

Es gibt nur einen Grund: Jesus Christus. Einen anderen gibt es nicht. Anwendung: Alles, was nicht auf Christus gegründet ist, hat keinen Bestand.

Vers 12–13 Wenn aber jemand auf den Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag wird es klarmachen, weil er in Feuer offenbart wird; und welcher Art das Werk eines jeden ist, wird das Feuer erweisen.

Es gibt wertvolles und wertloses Baumaterial. Der Tag (das Gericht) wird durch Feuer offenbaren, was Bestand hat. Anwendung: Unser Werk wird geprüft werden. Nur was durchs Feuer geht, bleibt.

Vers 14–15 Wenn jemandes Werk bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen; wenn jemandes Werk verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer.

Bleibt das Werk, gibt es Lohn. Verbrennt es, gibt es Verlust – die Person selbst wird aber gerettet, wie durchs Feuer. Anwendung: Rettung und Lohn sind zu unterscheiden. Man kann gerettet sein und dennoch viel verlieren.

Vers 16–17 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr.

Die Gemeinde ist Gottes Tempel, in dem der Geist wohnt. Wer diesen Tempel verdirbt, den wird Gott verderben. Anwendung: Die Gemeinde ist heilig. Sie zu schädigen, ist eine ernste Sache.

Vers 18–20 Niemand betrüge sich selbst! Wenn jemand unter euch meint, weise zu sein in diesem Zeitalter, so werde er töricht, damit er weise werde. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit bei Gott …

Wer meint, nach dieser Welt weise zu sein, soll töricht werden, um wirklich weise zu sein. Gottes Urteil über die Weltweisheit ist klar. Anwendung: Wahre Weisheit beginnt damit, die eigene Weisheit loszulassen.

Vers 21–23 Daher rühme sich niemand der Menschen; denn alles ist euer: es sei Paulus oder Apollos oder Kephas, es sei Welt oder Leben oder Tod, es sei Gegenwärtiges oder Zukünftiges – alles ist euer, ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes.

Alles gehört den Gläubigen – die Diener, die Welt, Leben und Tod. Doch sie gehören Christus, und Christus gehört Gott. Anwendung: Wir besitzen alles in Christus – und gehören gleichzeitig ganz Ihm.  




IN CHRISTO!
HANS PETER WEPF
BIBELKREIS.CH
YT: MEIN KANAL