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Frage zu : Letzte Posaune 1.Kor.15,52 - Posaunen in der Offenbarung

Wird die "letzte Posaune im 1. Korintherbrief  : 1. Kor 15,52 in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune; denn posaunen<O. Trompete; denn trompeten> wird es, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden 

deshalb "letzte Posaune" genannt, weil sie das Ende der Gnadenzeit markiert? 

Denn in der Offenbarung ist ja die Rede von weiteren Posaunen. 

 

 

 

 

 

YT Posaunen

Offenbarung 09 Der gefallene Stern 5. & 6. Posaune

1.Korinther 15,52 letzte Posaune dasselbe wie Offenbarung 11,15 die siebte letzte Posaune?
     

    in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune

Liebe Schwester Carmen
Ja, genau so ist es zu verstehen 
Die Bezeichnung „letzte Posaune“ in 1. Korinther 15,52 bezieht sich auf das Ende der Gemeindezeit (der Gnadenzeit / des Leibes Christi) und markiert den Moment der Entrückung und Verwandlung der Gläubigen. Sie ist nicht identisch mit den Posaunen der Offenbarung, insbesondere nicht mit der siebten Posaune in Offenbarung 11,15.  

Wichtige Unterschiede

Aspekt 1. Korinther 15,52 (und 1. Thess 4,16) Posaunen der Offenbarung (bes. 7. Posaune)
Adressaten Gemeinde / Gläubige in Christus Welt, Ungläubige, Israel in der Drangsal
Wirkung Auferstehung der Toten in Christus + Verwandlung der Lebenden (Trost und Hoffnung) Gericht, Zorn, Übergabe der Reiche der Welt an Christus
Zeitpunkt Vor der Drangsalszeit (Abschluss der Gemeindezeit) Während / am Ende der großen Drangsal
Charakter „Posaune Gottes“ – Ruf zum Sammeln und zur Herrlichkeit Gerichtsposaunen (Serie von sieben)
Heilsgeschichtlich Ende der Gnadenzeit / des Leibes Christi Abschluss der Gerichte, Vorbereitung des Reiches
 
 

Paulus schreibt in 1. Korinther 15 vom Geheimnis der Verwandlung (nicht alle entschlafen, aber alle verwandelt werden) – und das im Zusammenhang mit dem Kommen des Herrn für die Seinen. Das gleiche Ereignis wird in 1. Thessalonicher 4,16–17 mit der „Posaune Gottes“, dem Schrei und der Stimme des Erzengels verbunden. Es geht um Trost für die Gemeinde.

Die Posaunen der Offenbarung dagegen gehören in den Zusammenhang der Gerichte über eine abtrünnige Welt und Israel während der 70. Jahrwoche. Die siebte Posaune kündigt an, dass die Königreiche der Welt dem Herrn und seinem Christus zuteil geworden sind – ein ganz anderer Fokus (Gericht und Reichsaufrichtung, nicht Entrückung der Gemeinde).

Warum „letzte“ Posaune?

„Letzte“ (eschatos) meint hier nicht zwingend die allerletzte Posaune der gesamten Weltgeschichte, sondern die letzte für die Gemeinde. Sie beendet die gegenwärtige Haushaltung der Gnade. Danach folgen weitere Posaunen (die der Offenbarung und auch die große Posaune in Matthäus 24,31 bei der Wiederkunft in Herrlichkeit zur Sammlung Israels). Paulus konnte bei der Abfassung des Korintherbriefs (um 55 n. Chr.) die späteren Offenbarungen an Johannes (ca. 90–95 n. Chr.) noch gar nicht kennen. Eine Gleichsetzung wäre daher anachronistisch.

Viele Ausleger aus dem Kreis derer, die das Wort der Wahrheit recht teilen (Dispensationalismus mit klarer Unterscheidung von Israel und Gemeinde), betonen genau diesen Punkt: Die letzte Posaune ist die letzte für die Ekklesia und markiert den Abschluss der Gnadenzeit. Die Gerichtsposaunen der Offenbarung gehören in eine andere Heilsordnung und ergehen erst danach.

Diese Sichtweise bewahrt die klare Trennung der Programme Gottes und vermeidet die Vermischung, die zu post- oder midtribulationistischen Schlussfolgerungen führen würde. 

1. Die dispensationalistische Sicht (Gemeindezeit / Gnadenzeit endet mit der „letzten Posaune“)

1. Korinther 15,52 und 1. Thessalonicher 4,16 sprechen von derselben Posaune – der „Posaune Gottes“.

Sie ist die letzte Posaune für die Gemeinde (den Leib Christi). Mit ihrem Ertönen endet die Gnadenzeit:

  • Die Toten in Christus werden auferweckt (unverweslich).
  • Die noch lebenden Gläubigen werden verwandelt.
  • Alle werden dem Herrn entgegengerückt (Entrückung).

Begründung, warum sie „letzte“ heißt: Sie ist die letzte in Bezug auf die Gemeinde. Danach beginnt eine andere Heilsordnung (Drangsal / 70. Jahrwoche). „Letzte“ meint hier nicht die allerletzte Posaune der Weltgeschichte, sondern den Abschluss der gegenwärtigen Haushaltung.

Unterschied zu den Posaunen der Offenbarung:

  • Die sieben Posaunen (Offb 8–11) sind Gerichtsposaunen während der Drangsal.
  • Die 7. Posaune (Offb 11,15) kündigt das Reich an und steht im Zusammenhang mit Gericht und Zorn – nicht mit der Entrückung der Gemeinde.
  • Paulus schrieb den Korintherbrief ca. 35–40 Jahre vor der Offenbarung an Johannes. Er konnte also nicht auf die sieben Posaunen anspielen.

Diese Sicht trennt klar zwischen dem Programm für die Gemeinde und dem für Israel / die Nationen.


2. Die post- / midtribulationistische Sicht (Gleichsetzung mit der 7. Posaune)

Einige Ausleger (vor allem posttribulationistisch oder midtribulationistisch) setzen die „letzte Posaune“ von 1. Korinther 15,52 gleich mit der siebten Posaune in Offenbarung 11,15.

Ihre Argumentation:

  • „Letzte“ bedeute die allerletzte in der Reihe der sieben Posaunen.
  • Bei der 7. Posaune werde das Geheimnis Gottes vollendet (Offb 10,7).
  • Deshalb finde die Auferstehung und Entrückung erst in der Mitte oder am Ende der Drangsal statt.

Kritische Gegenpunkte aus der anderen Sicht:

  • Die beiden Texte haben völlig unterschiedliche Kontexte (Trost und Verwandlung der Gläubigen vs. Gericht und Reichsantritt).
  • Bei der 7. Posaune wird keine Entrückung oder Verwandlung der Gemeinde beschrieben.
  • Es gibt nach der 7. Posaune noch weitere Posaunen / Signale (z. B. Matthäus 24,31).
  • Paulus konnte die Offenbarung noch nicht kennen.

Kurzfazit der beiden Positionen:

Punkt Dispensationalistische Sicht Post-/Midtrib-Sicht
Bedeutung von „letzte“ Letzte für die Gemeinde / Gnadenzeit Allerletzte der sieben Gerichtsposaunen
Zeitpunkt der Entrückung Vor der Drangsal In der Mitte oder am Ende der Drangsal
Verhältnis zu Offb 11,15 Verschiedene Posaunen Dieselbe Posaune
Heilsgeschichtliche Trennung Klar (Gemeinde ≠ Israel) Weniger scharf oder aufgehoben

Die erste Sicht passt konsistent zur Unterscheidung von Israel und Gemeinde und zum Charakter der paulinischen Briefe als Trost- und Geheimnisoffenbarung für den Leib Christi.

Möchtest du eine kurze, fertige Fassung fürs Forum (mit Bibelstellen und Tabelle) oder eher eine ausführlichere Ausarbeitung mit mehr Querverweisen?

Die „letzte Posaune“ in 1. Korinther 15,52

Viele fragen, ob die „letzte Posaune“ in 1. Korinther 15,52 dieselbe ist wie die siebte Posaune in Offenbarung 11,15. Die Schrift zeigt klare Unterschiede:

1. Korinther 15,51–52 (Elberfelder): „Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune; denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden.“

Vergleiche 1. Thessalonicher 4,16–17: „… der Herr selbst wird … herabkommen … mit der Posaune Gottes, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen; danach werden wir, die Lebenden, … zugleich mit ihnen entrückt werden …“

Vergleich:

Merkmal 1. Kor 15,52 / 1. Thess 4 Offenbarung 11,15 (7. Posaune)
Adressaten Gemeinde (Leib Christi) Welt / Gerichte
Wirkung Auferstehung + Verwandlung + Entrückung Ankündigung des Reiches, Gericht
Charakter Trost, Hoffnung, Gnade Zorn und Gericht
Zeitpunkt Abschluss der Gnadenzeit Während / Ende der Drangsal

 

Fazit: Die „letzte Posaune“ ist die letzte für die Gemeinde. Sie beendet die Gnadenzeit. Die Posaunen der Offenbarung gehören in eine andere Heilsordnung und ergehen erst danach. Paulus konnte die Offenbarung an Johannes noch gar nicht kennen. Deshalb sind die beiden Posaunen nicht identisch.


2. Ausführlichere Ausarbeitung mit Querverweisen

1. Der unmittelbare Kontext von 1. Korinther 15

Paulus behandelt in Kapitel 15 die Auferstehung. Ab Vers 50 kommt er zum Geheimnis der Verwandlung der noch lebenden Gläubigen. Das Ereignis geschieht „in einem Nu, in einem Augenblick“ – also instantan. Es ist eng verbunden mit der „Posaune Gottes“ in 1. Thessalonicher 4,16. Beide Stellen beschreiben dasselbe Ereignis: Auferstehung der Entschlafenen in Christus und Verwandlung der Lebenden, gefolgt von der Entrückung dem Herrn entgegen in die Luft.

Der Charakter ist durchgehend Trost und Hoffnung für die Gläubigen (vgl. 1. Thess 4,18: „So ermuntert einander mit diesen Worten“).

2. Warum „letzte“ Posaune?

Das griechische Wort eschatos kann „das letzte in einer Reihe“ oder „das abschließende / endgültige“ bedeuten. Im Zusammenhang von 1. Korinther 15 meint es das Ende der gegenwärtigen Haushaltung – den Abschluss der Gemeindezeit. Es ist die letzte Posaune, die die Gemeinde betrifft. Danach beginnt Gottes Handeln mit Israel und den Nationen in der Drangsal.

Vergleichbare Formulierungen im Neuen Testament, die das Ende der Gemeindezeit bzw. der „letzten Tage“ bezeichnen (ohne eine absolute chronologische Reihe vorauszusetzen):

  • Apostelgeschichte 2,17
    1. Timotheus 3,1
  • Hebräer 1,1–2
    1. Johannes 2,18

3. Die Posaunen der Offenbarung

Die sieben Posaunen (Offb 8–11) sind Teil der Gerichtsreihe während der großen Drangsal. Sie werden von Engeln geblasen und bringen zunehmendes Gericht über die Erde. Die siebte Posaune (Offb 11,15–18) verkündet:

  • „Die Königreiche der Welt sind unserem Herrn und seinem Christus geworden“
  • Zorn Gottes über die Nationen
  • Belohnung der Knechte, Propheten und Heiligen (im Kontext der Drangsal)

Es fehlt jede Erwähnung einer Entrückung oder Verwandlung der Gemeinde. Stattdessen folgt danach noch die Schalenreihe (Offb 15–16).

Zudem gibt es nach der 7. Posaune noch weitere Posaunensignale, z. B. die „große Posaune“ in Matthäus 24,31 bei der sichtbaren Wiederkunft des Herrn zur Sammlung Israels.

4. Chronologische und heilsgeschichtliche Gründe

  • Paulus schrieb den 1. Korintherbrief ca. 55 n. Chr., die Offenbarung an Johannes entstand ca. 90–95 n. Chr. Paulus konnte also nicht auf die sieben Posaunen anspielen.
  • Die Gemeinde ist in der Offenbarung ab Kapitel 4 nicht mehr auf der Erde sichtbar (die „Sieger“-Briefe enden in Kap. 3).
    1. Korinther 15 und 1. Thessalonicher 4 gehören zum paulinischen Geheimnis der Gemeinde (vgl. Epheser 3; Kolosser 1,26–27). Die Offenbarung dagegen greift vor allem alttestamentliche Prophezeiungen über Israel und die Nationen auf.

5. Praktische Bedeutung

Die „letzte Posaune“ ist für uns ein Signal der Hoffnung und des Trostes. Sie erinnert daran, dass die Gnadenzeit ein Ende hat und der Herr kommen wird, um die Seinen zu sich zu nehmen – bevor der Zorn über die Erde ergeht (vgl. 1. Thess 1,10; 5,9; Offb 3,10).

Die siebte Posaune in der Offenbarung des Johannes

Bibeltext (Elberfelder)

Offenbarung 11,15–19:

Und der siebte Engel posaunte: und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: „Das Reich der Welt ist unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.“

Und die vierundzwanzig Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen sitzen, fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott an und sprachen: „Wir danken dir, Herr, Gott, Allmächtiger, der da ist und der da war, dass du deine große Macht ergriffen und die Herrschaft angetreten hast. Und die Nationen sind zornig geworden, und dein Zorn ist gekommen und die Zeit der Toten, gerichtet zu werden, und den Lohn zu geben deinen Knechten, den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und die zu verderben, die die Erde verderben.“

Und der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet, und die Lade seines Bundes wurde in seinem Tempel gesehen; und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und ein großer Hagel.

Was geschieht bei der siebten Posaune?

  1. Ankündigung der Herrschaft Christi Mit dem Ertönen der siebten Posaune wird feierlich proklamiert, dass die Königreiche der Welt dem Herrn und seinem Christus gehören. Es ist der feierliche Übergang zur sichtbaren Königsherrschaft Jesu auf Erden.
  2. Anbetung der 24 Ältesten Die Ältesten im Himmel danken Gott, dass er seine große Macht ergriffen und die Herrschaft angetreten hat.
  3. Gericht und Lohn
    • Der Zorn Gottes ist gekommen.
    • Die Zeit der Toten, gerichtet zu werden.
    • Lohn für die Knechte (Propheten), die Heiligen und alle, die Gottes Namen fürchten.
    • Gericht über die, die die Erde verderben.
  4. Öffnung des himmlischen Tempels Die Bundeslade wird sichtbar – ein Zeichen der Treue Gottes zu seinen Bundesverheißungen (besonders an Israel). Dazu kommen gewaltige Zeichen: Blitze, Donner, Erdbeben und Hagel.

Wichtige Einordnung

  • Die siebte Posaune ist die letzte einer Serie von sieben Gerichtsposaunen (Offb 8–11). Sie gehört mitten in die große Drangsal.
  • Sie leitet den Übergang zu den Schalengerichten ein (Offb 15–16).
  • Es wird keine Entrückung und keine Verwandlung der Gemeinde beschrieben.
  • Der Fokus liegt auf Gericht, Zorn und der Aufrichtung des Reiches – nicht auf dem Trost und der Hoffnung der Gemeinde (wie in 1. Kor 15 und 1. Thess 4).

Vergleich zur „letzten Posaune“ in 1. Korinther 15

Merkmal Letzte Posaune (1. Kor 15 / 1. Thess 4) Siebte Posaune (Offb 11)
Adressaten Leib Christi (Gemeinde) Welt / Nationen / Israel
Wirkung Auferstehung + Verwandlung + Entrückung Proklamation des Reiches + Gericht
Charakter Trost und Hoffnung Zorn und Herrschaftsantritt
Heilsordnung Abschluss der Gnadenzeit Während / Ende der Drangsal
Wer bläst? Posaune Gottes Engel
 

 




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HANS PETER WEPF
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