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In der Elberfelder 1905 2023 werden alternative Übersetzungsmöglichkeiten in spitzen Klammern angegeben.

Kurzfassung zuerst: Die Zeichen <O. …> in der Elberfelder 1905 bedeuten „Oder: …“ – also eine alternative mögliche Übersetzung oder Lesart des betreffenden Wortes oder Ausdrucks.

►  Was bedeutet <O. ihn> / <O. Er> genau?

In der Elberfelder 1905 werden alternative Übersetzungsmöglichkeiten in spitzen Klammern angegeben. Das Muster lautet:

Das „O.“ steht für „Oder“.

Damit zeigt der Übersetzer an:

  • dass der zugrunde liegende hebräische oder griechische Text mehrdeutig ist,
  • oder dass mehr als eine grammatisch mögliche Übersetzung existiert,
  • oder dass der Kontext verschiedene Deutungen zulässt.

Beispiele:

  • „ihn“ könnte auch „ihm“ oder „Er“ heißen, je nach Kasus oder Betonung im Urtext.
  • „Er“ könnte alternativ „er selbst“, „dieser“ oder „jener“ bedeuten.

Die Elberfelder 1905 ist bekannt dafür, solche Varianten transparent zu machen, statt sich für eine einzige Interpretation zu entscheiden.

 ► Warum ist das wichtig?

Die Elberfelder 1905 ist eine sehr textnahe Übersetzung, die den Leser bewusst aufzeigt:

  • wo der Urtext grammatische Spielräume hat,
  • wo Pronomen (er/ihn/ihm) nicht eindeutig sind,
  • wo Satzbau oder Bezugspunkte unterschiedlich verstanden werden können.

Gerade bei Pronomen (wie „er“, „ihn“) ist im Hebräischen und Griechischen oft nicht sofort klar, auf wen sich das Wort bezieht. Die <O. …>‑Angabe hilft, diese Mehrdeutigkeit sichtbar zu machen.

► Zusammenfassung

  • <O. …> = „Oder: …“
  • Es handelt sich um alternative Übersetzungen oder grammatische Möglichkeiten.
  • Die Elberfelder 1905 2023 macht damit Textvarianten und Mehrdeutigkeiten des Urtextes sichtbar.
  • Bedeutung der Elberfelder‑1905‑Markierung <O. …>

    Kurz und eindeutig: <O. …> bedeutet „Oder: …“ Es ist eine alternative Übersetzungsmöglichkeit, die der Übersetzer bewusst sichtbar macht.

    ►►Warum steht das in der Elberfelder 1905?

    Die Elberfelder 1905 ist extrem textnah. Sie zeigt dem Leser:

    • grammatische Mehrdeutigkeiten im Urtext
    • verschiedene mögliche Kasus (er / ihn / ihm)
    • verschiedene mögliche Bezüge (z. B. auf welche Person sich ein Pronomen bezieht)
    • alternative Bedeutungen eines hebräischen oder griechischen Wortes
    • Interpretationsspielräume, die der Übersetzer nicht verstecken will

    Darum findest du in der 1905er häufig:

    • <O. ihn>
    • <O. Er>
    • <O. d.i. …> (das ist: „das ist …“)
    • <O. wörtl. …> (wörtliche Übersetzung)

    ►  Was bedeutet das praktisch?

    Wenn im Text z. B. steht:

    „… und er tat … <O. ihn>“

    dann bedeutet das:

    • Der griechische oder hebräische Urtext lässt beide Lesarten zu.
    • Grammatikalisch ist nicht eindeutig, ob das Pronomen Subjekt oder Objekt ist.
    • Der Übersetzer entscheidet sich für eine Hauptübersetzung, zeigt aber die Alternative transparent an.

    Gerade im Griechischen sind Pronomen oft nicht explizit, sondern im Verb „eingebaut“. Im Hebräischen sind Pronomen oft mehrdeutig, weil der Kasus nicht durch Endungen markiert wird.

    ►►►Beispielhafte Erklärung (ohne konkrete Stelle)

    Wenn im Urtext steht:

    • „αὐτόν“ → kann „ihn“ bedeuten
    • „αὐτός“ → kann „er“ bedeuten

    Manchmal ist der Satzbau so, dass beide möglich wären. Die Elberfelder 1905 zeigt das mit <O. …>.

    ►  Zusammenfassung

    • <O. …> = „Oder: …“
    • Es zeigt alternative Übersetzungen an.
    • Es macht Mehrdeutigkeiten des Urtextes sichtbar.
    • Es ist ein Markenzeichen der wissenschaftlichen Genauigkeit der Elberfelder 1905.

Johannes 1,2–3 ist ein Paradebeispiel dafür, warum die Elberfelder 1905 <O. Er> und <O. ihn> angibt. Ich erkläre dir exakt, was im griechischen Urtext steht – und warum die 1905er diese Alternativen bietet.

1. Der griechische Grundtext:
Warum ist „dieses / derselbe / er / ihn“ möglich?

Der Schlüssel ist das Wort:

οὗτος (houtos)

= „dieser“, „dieser da“, „dieses“, manchmal auch „er“.

Es ist ein Demonstrativpronomen, das im Deutschen verschiedene Übersetzungen zulässt:

  • dieser
  • dieses
  • derselbe
  • er

Die Elberfelder 1905 entscheidet sich im Haupttext für „dieses“ (sachlich), gibt aber die personale Alternative „Er“ an:

Dieses <O. Er> war im Anfang bei Gott.

Warum? Weil οὗτος grammatisch maskulin ist, aber inhaltlich auf den Logos verweist – und der Logos ist eine Person.

►  2. Warum in Joh 1,3 „dasselbe <O. ihn>“?

Hier steht im Griechischen:

πάντα δι’ αὐτοῦ ἐγένετο

= „Alles ist durch ihn geworden.“

Das Pronomen αὐτοῦ kann bedeuten:

  • durch ihn (personal)
  • durch dasselbe (sachlich)

Die Elberfelder 1905 wählt im Haupttext die sachliche Form („dasselbe“), gibt aber die eigentlich naheliegende personale Form als Alternative:

Alles ward durch dasselbe <O. ihn>

Warum macht sie das?

Weil die 1905er extrem konsequent ist: Sie übersetzt Pronomen formal nach grammatischer Form – und αὐτός kann sowohl er als auch derselbe bedeuten.

►  3. Was bedeutet das theologisch?

Johannes 1,1–3 ist einer der stärksten Texte zur Präexistenz und Gottheit des Logos.

Die 1905er zeigt mit <O. Er> und <O. ihn>:

  • Der Logos ist eine Person, nicht ein „Etwas“.
  • Der Urtext erlaubt sowohl sachliche als auch personale Wiedergabe.
  • Die personale Übersetzung ist inhaltlich die richtige, aber die sachliche ist grammatisch möglich.

Darum:

  • „Dieses“ → grammatisch möglich
  • „Er“ → theologisch und kontextuell korrekt
  • „dasselbe“ → grammatisch möglich
  • „ihn“ → kontextuell eindeutig

► 4. Warum hat die Elberfelder 1905 2027 das so gemacht?

Weil sie ein philologisches Prinzip verfolgt:

Grammatik zuerst – Interpretation in den Fußnoten.

Sie will den Leser nicht bevormunden. Darum zeigt sie:

  • alle grammatischen Möglichkeiten,
  • aber entscheidet sich im Haupttext für die formalste Lösung.

►  5. Was bedeutet das für dich als Exegeten?

Ganz einfach:

In Joh 1,2–3 ist die personale Übersetzung („Er“, „ihn“) die inhaltlich richtige.

Die sachliche Form („dieses“, „dasselbe“) ist nur eine grammatische Möglichkeit, aber nicht die theologische Aussage des Textes.

Johannes spricht über eine Person, nicht über ein Prinzip.

►►► Zusammenfassung

Stelle Haupttext EF1905 <O. …> Grund
Joh 1,2 „Dieses“ „Er“ οὗτος kann sachlich oder personal sein
Joh 1,3 „dasselbe“ „ihn“ αὐτοῦ kann sachlich oder personal sein
Die personale Bedeutung ist die richtige. Die sachliche ist nur eine grammatische Möglichkeit, die die 1905er transparent macht.
eine vollständige, hochpräzise tabellarische Analyse von Joh 1,1–18

Grundtext – Syntax – Semantik – Theologie – Struktur.

Tabellarische Gesamtanalyse: Johannes 1,1–18

(Urtext, Syntax, Semantik, Theologie)

► Johannes 1,1–5 – Der präexistente Logos

Vers Urtext (Schlüsselwörter) Syntax Semantik Theologie
1,1a Ἐν ἀρχῇ Präposition + Dativ Zeitlicher Anfang, absolut Präexistenz des Logos vor Schöpfung
1,1b ὁ λόγος Subjekt „Wort“, Offenbarer, Selbstmitteilung Gottes Der Logos ist eine Person
1,1c πρὸς τὸν θεόν Präp. πρὸς + Akk. Gegenübersein, Beziehung Ewige personale Gemeinschaft
1,1d θεὸς ἦν ὁ λόγος Prädikatsnomen Qualität, Wesenheit Der Logos ist wesensgleich Gott
1,2 οὗτος Demonstrativpronomen Rückbezug auf Logos Personale Identität des Logos
1,3 πάντα δι’ αὐτοῦ διά + Genitiv Mittel, Instrument Der Logos ist Schöpfer
1,4 ἐν αὐτῷ ζωή Lokativ Leben in ihm verankert Christus als Lebensquelle
1,5 τὸ φῶς φαίνει Präsens Dauerhafte Wirkung Christus als Licht der Welt
► Johannes 1,6–8 – Der Zeuge Johannes
Vers Urtext (Schlüsselwörter) Syntax Semantik Theologie
1,6 ἄνθρωπος ἀπεσταλμένος Partizip Gesandter Johannes als Prophet
1,7 μαρτυρήσῃ Aorist Konj. Zeugniszweck Zeugnis über das Licht
1,8 οὐκ ἦν τὸ φῶς Negation Abgrenzung Johannes ist nicht das Licht
►  Johannes 1,9–13 – Das wahre Licht und die Reaktion der Welt
Vers Urtext (Schlüsselwörter) Syntax Semantik Theologie
1,9 τὸ φῶς τὸ ἀληθινόν Art. + Adj. Das einzig wahre Licht Christus als universales Licht
1,10 ἐν τῷ κόσμῳ ἦν Imperfekt Dauerhafte Gegenwart Inkarnation und Präexistenz
1,11 οἱ ἴδιοι … οἱ ἴδιοι Doppelte Possessivform Eigentumsbeziehung Israel lehnt den Messias ab
1,12 ἔδωκεν ἐξουσίαν Aorist Vollmacht Kindschaft durch Glauben
1,13 οὐκ ἐξ αἱμάτων … ἀλλ’ ἐκ θεοῦ Dreifache Negation Abgrenzung Neue Geburt ist göttlich
►  Johannes 1,14 – Der Höhepunkt: Die Inkarnation
Vers Urtext (Schlüsselwörter) Syntax Semantik Theologie
1,14a ὁ λόγος σὰρξ ἐγένετο Prädikatsnomen Fleischwerdung Inkarnation: wahre Menschheit
1,14b ἐσκήνωσεν Aorist „zeltete“ Anspielung auf die Schechina
1,14c δόξαν … μονογενοῦς Akkusativobjekt Einzigartige Herrlichkeit Göttliche Sohnschaft
1,14d πλήρης χάριτος καὶ ἀληθείας Adverbial Fülle Gnade und Wahrheit in Christus
Johannes 1,15 – Das Zeugnis des Täufers
Vers Urtext (Schlüsselwörter) Syntax Semantik Theologie
1,15 ὁ ὀπίσω μου … ἔμπροσθέν μου Präpositionen Rangordnung Christus ist vor Johannes
ὅτι πρῶτός μου ἦν Kausalsatz Vorrang Präexistenz Christi
→ ► Johannes 1,16–18 – Die Fülle und die Offenbarung Gottes
Vers Urtext (Schlüsselwörter) Syntax Semantik Theologie
1,16 χάριν ἀντὶ χάριτος Präp. ἀντί Gnade auf Gnade Überströmende Gnade
1,17 νόμος … χάρις καὶ ἀλήθεια Antithese Gesetz vs. Gnade Christus bringt die endgültige Offenbarung
1,18a θεὸν οὐδεὶς ἑώρακεν Perfekt Niemand hat Gott gesehen Unsichtbarkeit Gottes
1,18b μονογενὴς θεός / υἱός Textvarianten Einziggeborener Gott/Sohn Christus offenbart den Vater
1,18c ἐξηγήσατο Aorist „ausgelegt“, „erklärt“ Christus ist die vollkommene Exegese Gottes

►►Makrostruktur von Joh 1,1–18

Abschnitt Inhalt Funktion
1,1–5 Präexistenter Logos Ontologie Christi
1,6–8 Johannes der Täufer Zeugenfunktion
1,9–13 Reaktion der Welt Annahme/Verwerfung
1,14 Inkarnation Zentrum des Prologs
1,15 Zeugnis des Täufers Bestätigung
1,16–18 Gnade und Offenbarung Vollendung

→→ Kurztheologie des Prologs

  • Christus ist ewig (1,1).
  • Christus ist bei Gott und Gott (1,1).
  • Christus ist Schöpfer (1,3).
  • Christus ist Leben und Licht (1,4–5).
  • Christus wird Mensch (1,14).
  • Christus bringt Gnade und Wahrheit (1,17).
  • Christus erklärt Gott (1,18).

Der Prolog ist die theologische Grundlage des gesamten Johannesevangeliums.

Eine syntaktische Tiefenstruktur (Baumdiagramm) zu Johannes 1,1–5,
präzise, minimalistisch, urtextnah, deutsch transkribiert, ohne unnötige grafische Spielereien, aber klar strukturiert.

Zuerst das Baumdiagramm, dann eine kompakte Tiefenstruktur‑Analyse.

Syntaktische Tiefenstruktur – Johannes 1,1–5

(Urtext → Deutsch, syntaktische Felder, Kasusrollen, semitische Tiefenstruktur)


Kasusrollen:

  • Agentivität: keine (Kopulasatz)
  • Relation: πρὸς + Akk. = personale Gegenüberstellung
  • Wesensaussage: θεός als qualitative Prädikation
  • Joh 1,2 – Baumdiagramm
    Satz
    ├── Subjekt: οὗτος („dieser / er“)
    ├── Kopula: ἦν („war“)
    └── Lokalangabe: πρὸς τὸν θεόν („bei Gott“)

    Tiefe: Rückverweis auf Logos → personale Identität.

Joh 1,3 – Baumdiagramm

Hauptsatz
├── Subjekt: πάντα („alles“)
├── Verb: ἐγένετο („wurde / entstand“)
└── Mittel/Instrument: δι’ αὐτοῦ („durch ihn“) Negativsatz
├── Negation: χωρὶς αὐτοῦ („ohne ihn“)
├── Verb: ἐγένετο („wurde“)
└── Objekt: οὐδὲ ἕν („nicht eines“)

Kasusrollen:

  • Instrumental: διά + Gen. = Mittelursache
  • Existenzentstehung: γίνομαι = „ins Sein treten“Joh 1,4 – Baumdiagramm
Satz
├── Lokalangabe: ἐν αὐτῷ („in ihm“)
├── Subjekt: ζωή („Leben“)
└── Verb: ἦν („war“) Folgesatz
├── Subjekt: ἡ ζωή („das Leben“)
└── Prädikat: τὸ φῶς τῶν ἀνθρώπων („das Licht der Menschen“)
Tiefe:

  • Quelle: Leben ist in ihm verankert
  • Metapher: Leben → Licht

Joh 1,5 – Baumdiagramm

Satz
├── Subjekt: τὸ φῶς („das Licht“)
├── Verb: φαίνει („scheint“)
└── Lokalangabe: ἐν τῇ σκοτίᾳ („in der Finsternis“) Konfliktsatz
├── Subjekt: ἡ σκοτία („die Finsternis“)
├── Verb: οὐ κατέλαβεν („hat nicht erfasst / überwältigt“)
└── Objekt: αὐτό („es“ = das Licht)
Tiefe:

  • Aspekt: Präsens → andauernde Wirkung
  • Konflikt: Licht vs. Finsternis (Johannes‑Dualismus)

 Zusammengefasste Tiefenstruktur (Joh 1,1–5)

Ebene Inhalt Funktion
Ontologisch Logos ist ewig, bei Gott, Gott Wesen Christi
Kosmologisch Alles entsteht durch ihn Schöpferfunktion
Anthropologisch Leben → Licht der Menschen Offenbarung
Soteriologisch Licht scheint in Finsternis Heilsgeschichte
Konflikt Finsternis widersteht, siegt aber nicht Eschatologische Spannung

Ultra‑kompakte Tiefenformel 

(1) Präexistenz →
(2) personale Relation →
(3) Wesensgleichheit →

(4) Schöpfungsmittlerschaft →
(5) Lebensquelle →
(6) Lichtoffenbarung →

(7) kosmischer Konflikt ohne Sieg der Finsternis.

Vergleichstabelle EF1905 – Grundtext – Darby – Kelly

Vergleichstabelle EF1905 – Grundtext – Darby – Kelly

(Johannes 1,1–18 – komprimierte Exegese)

Joh 1,1

EF1905 Grundtext Darby Kelly
„Im Anfang war das Wort …“ Ἐν ἀρχῇ – absoluter Anfang „In the beginning was the Word“ Betonung: ewige Präexistenz
„… und das Wort war bei Gott“ πρὸς τὸν θεόν – personale Gegenüberstellung „with God“ Beziehung: ewige Gemeinschaft
„… und das Wort war Gott“ θεὸς ἦν ὁ λόγος – qualitative Prädikation „the Word was God“ Wesensgleichheit, nicht Identität der Personen

 Joh 1,2

EF1905 Grundtext Darby Kelly
„Dieses <O. Er> war im Anfang bei Gott“ οὗτος – Demonstrativpronomen „He was in the beginning with God“ Personale Identität des Logos

Joh 1,3

EF1905 Grundtext Darby Kelly
„Alles ward durch dasselbe <O. ihn>“ πάντα δι’ αὐτοῦ – Instrumental „All things received being through Him“ Christus als Schöpfungsmittler
„… und ohne dasselbe <O. ihn> ward auch nicht eines“ χωρὶς αὐτοῦ – ohne ihn „without Him“ Absolute Abhängigkeit der Schöpfung

Joh 1,4

EF1905 Grundtext Darby Kelly
„In ihm war Leben“ ἐν αὐτῷ ζωή „In Him was life“ Christus als Lebensquelle
„… und das Leben war das Licht der Menschen“ ζωή → φῶς „the life was the light of men“ Offenbarung Gottes im Sohn

 Joh 1,5

EF1905 Grundtext Darby Kelly
„Das Licht scheint in der Finsternis“ φαίνει – duratives Präsens „the light appears in darkness“ Licht ist aktiv, Finsternis passiv
„… und die Finsternis hat es nicht erfasst“ κατέλαβεν – „überwältigen“ „apprehended it not“ Finsternis kann das Licht nicht besiegen
 Joh 1,9–13
EF1905 Grundtext Darby Kelly
„das wahre Licht“ τὸ φῶς τὸ ἀληθινόν „the true light“ Christus als universales Licht
„Er kam in das Seine“ εἰς τὰ ἴδια „He came to His own“ Israel als Eigentumsvolk
„… die Seinen nahmen ihn nicht an“ οἱ ἴδιοι „His own received Him not“ nationale Verwerfung
„allen aber, die ihn aufnahmen“ ὅσοι „as many as received Him“ Glaube als Zugang
„… Vollmacht, Kinder Gottes zu werden“ ἐξουσία „authority“ Kindschaft durch Glauben
„… nicht aus dem Willen des Fleisches“ dreifache Negation „not of blood…“ neue Geburt ist göttlich

Joh 1,14

EF1905 Grundtext Darby Kelly
„das Wort ward Fleisch“ σὰρξ ἐγένετο „the Word became flesh“ wahre Menschheit Christi
„… wohnte unter uns“ ἐσκήνωσεν – „zeltete“ „tabernacled among us“ Schechina‑Motiv
„… Herrlichkeit … als des Eingeborenen“ δόξα μονογενοῦς „glory as of an only-begotten“ Einzigartigkeit des Sohnes
„voll Gnade und Wahrheit“ πλήρης „full of grace and truth“ Fülle der Offenbarung
 Joh 1,16–18
EF1905 Grundtext Darby Kelly
„Gnade um Gnade“ χάριν ἀντὶ χάριτος „grace upon grace“ überströmende Gnade
„das Gesetz wurde durch Mose gegeben“ νόμος „law was given“ alte Ordnung
„Gnade und Wahrheit kamen durch Jesus Christus“ ἐγένετο „came“ neue Ordnung
„niemand hat Gott jemals gesehen“ οὐδεὶς ἑώρακεν „no one has seen God“ Unsichtbarkeit Gottes
„der eingeborene Sohn/Gott … hat ihn kundgemacht“ μονογενὴς θεός / υἱός „only-begotten Son“ Christus als Exegese Gottes

 Kurzfazit der Vergleichung

  • EF1905: extrem textnah, zeigt Alternativen (<O. …>), formal präzise.
  • Grundtext: legt die semantische und syntaktische Struktur offen.
  • Darby: sehr wörtlich, aber theologisch gefärbt (bes. bei „only-begotten“).
  • Kelly: keine Übersetzung, sondern dogmatisch‑expositorische Auslegung (Christuszentriert, dispensational geprägt).
Martin K. hat auf diesen Beitrag reagiert.
Martin K.



IN CHRISTO!
HANS PETER WEPF
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