Jesaja Kapitel 16 Vers um Vers Auslegung. Mit 10 Punkt Einleitung
Zitat von Hans Peter Wepf am 24. August 2026, 10:04 Uhr
10-Punkte-Einführung zu Jesaja 16
- Fortsetzung des Moab-Ausspruchs
Kapitel 16 setzt den Ausspruch über Moab aus Kapitel 15 fort und vertieft ihn.- Aufruf zur Tributsendung
Moab wird aufgefordert, Lämmer (Fettschafe) von Sela durch die Wüste nach dem Berg der Tochter Zion zu senden – Zeichen der Unterwerfung und Bitte um Schutz.- Flüchtlinge wie aufgescheuchte Vögel
Die Töchter Moabs sind an den Übergängen des Arnon wie umherflatternde Vögel, wie ein aufgescheuchtes Nest.- Bitte um Schutz
„Schaffe Rat, triff Entscheidung … verbirg die Vertriebenen, den Flüchtling entdecke nicht!“ Moab soll den Vertriebenen Israels Schutz gewähren.- Verheißung eines gerechten Throns
Ein Thron wird durch Güte aufgerichtet werden. Im Zelte Davids wird einer sitzen in Wahrheit, der richtet und nach Recht trachtet.- Der Hochmut Moabs
Der eigentliche Grund des Gerichts: „Wir haben vernommen den Hochmut Moabs, des sehr Hochmütigen, seine Hoffart und seinen Hochmut und sein Wüten, sein eitles Prahlen.“- Heulen über den eigenen Verlust
Moab wird über Moab heulen. Besonders die berühmten Traubenkuchen von Kir-Hareseth und der Weinstock von Sibma werden betrauert.- Mitgefühl des Propheten
Jesaja weint mit: „Darum weine ich mit dem Weinen Jasers über den Weinstock von Sibma … Darum rauschen meine Eingeweide wegen Moabs wie eine Laute.“- Vergeblicher Götzendienst
Wenn Moab auf die Höhe steigt und in sein Heiligtum eintritt, um zu beten, wird es nichts ausrichten. Die Götter helfen nicht.- Befristete Herrlichkeit
In drei Jahren (wie die Jahre eines Tagelöhners) wird die Herrlichkeit Moabs verächtlich gemacht werden. Der Überrest wird sehr gering sein.
Vers-für-Vers-Auslegung
1–2
Sendet die Fettschafe des Landesherrschers von Sela durch die Wüste nach dem Berge der Tochter Zion. Und es geschieht, wie umherflatternde Vögel, wie ein aufgescheuchtes Nest sind die Töchter Moabs an den Übergängen des Arnon.Aufruf zur Demut und Tributleistung. Die Flüchtlinge sind hilflos und zerstreut.
3–4
Schaffe Rat, triff Entscheidung; mache deinen Schatten der Nacht gleich am hellen Mittag, verbirg die Vertriebenen, den Flüchtling entdecke nicht! Laß meine Vertriebenen bei dir weilen, Moab! Sei ein Schutz vor dem Verwüster! Denn der Bedrücker hat ein Ende …Moab wird aufgefordert, den Vertriebenen Israels Schutz zu gewähren. Der Bedrücker (vermutlich Assur) hat ein Ende.
5
Und ein Thron wird durch Güte aufgerichtet werden; und auf ihm wird im Zelte Davids einer sitzen in Wahrheit, der da richtet und nach Recht trachtet und der Gerechtigkeit kundig ist.Praktische Anwendung:
Hier leuchtet mitten im Gericht über Moab die messianische Hoffnung auf. Der Thron Davids wird nicht durch Gewalt, sondern „durch Güte“ aufgerichtet. Der, der darauf sitzt, richtet in Wahrheit und ist der Gerechtigkeit kundig. Das ist der Maßstab für alle Herrschaft – und der Trost für alle Bedrängten: Es kommt einer, der wirklich gerecht richtet.6
Wir haben vernommen den Hochmut Moabs, des sehr Hochmütigen, seine Hoffart und seinen Hochmut und sein Wüten, sein eitles Prahlen.Der Kern der Anklage: übersteigerter Hochmut und leeres Prahlen.
7–8
Darum wird Moab heulen über Moab; alles wird heulen. Um die Traubenkuchen von Kir-Hareseth werdet ihr seufzen, tief betrübt; denn Hesbons Fluren sind verwelkt, der Weinstock von Sibma. …Trauer über den Verlust der Fruchtbarkeit und des Ruhmes. Der berühmte Weinstock von Sibma ist zerstört.
9–11
Darum weine ich mit dem Weinen Jasers über den Weinstock von Sibma, ich überströme dich mit meinen Tränen, Hesbon und Elale. … Darum rauschen meine Eingeweide wegen Moabs wie eine Laute, und mein Inneres wegen Kir-Heres’.Jesaja nimmt den Schmerz persönlich. Sein Mitgefühl ist echt und tief.
12
Und es wird geschehen, wenn Moab erscheint, sich abmüht auf der Höhe und in sein Heiligtum eintritt, um zu beten, so wird es nichts ausrichten.Der Götzendienst versagt völlig. Die Höhe und das Heiligtum bringen keine Hilfe.
13–14
Das ist das Wort, welches Jehova vorlängst über Moab geredet hat. Jetzt aber redet Jehova und spricht: In drei Jahren, wie die Jahre eines Tagelöhners, da wird die Herrlichkeit Moabs verächtlich gemacht werden samt all der großen Menge; und der Überrest wird sehr gering, nicht groß sein.Das Gericht ist befristet und gewiss. In kurzer Zeit (drei Jahre) ist die Herrlichkeit dahin, und nur ein geringer Überrest bleibt.

10-Punkte-Einführung zu Jesaja 16
- Fortsetzung des Moab-Ausspruchs
Kapitel 16 setzt den Ausspruch über Moab aus Kapitel 15 fort und vertieft ihn. - Aufruf zur Tributsendung
Moab wird aufgefordert, Lämmer (Fettschafe) von Sela durch die Wüste nach dem Berg der Tochter Zion zu senden – Zeichen der Unterwerfung und Bitte um Schutz. - Flüchtlinge wie aufgescheuchte Vögel
Die Töchter Moabs sind an den Übergängen des Arnon wie umherflatternde Vögel, wie ein aufgescheuchtes Nest. - Bitte um Schutz
„Schaffe Rat, triff Entscheidung … verbirg die Vertriebenen, den Flüchtling entdecke nicht!“ Moab soll den Vertriebenen Israels Schutz gewähren. - Verheißung eines gerechten Throns
Ein Thron wird durch Güte aufgerichtet werden. Im Zelte Davids wird einer sitzen in Wahrheit, der richtet und nach Recht trachtet. - Der Hochmut Moabs
Der eigentliche Grund des Gerichts: „Wir haben vernommen den Hochmut Moabs, des sehr Hochmütigen, seine Hoffart und seinen Hochmut und sein Wüten, sein eitles Prahlen.“ - Heulen über den eigenen Verlust
Moab wird über Moab heulen. Besonders die berühmten Traubenkuchen von Kir-Hareseth und der Weinstock von Sibma werden betrauert. - Mitgefühl des Propheten
Jesaja weint mit: „Darum weine ich mit dem Weinen Jasers über den Weinstock von Sibma … Darum rauschen meine Eingeweide wegen Moabs wie eine Laute.“ - Vergeblicher Götzendienst
Wenn Moab auf die Höhe steigt und in sein Heiligtum eintritt, um zu beten, wird es nichts ausrichten. Die Götter helfen nicht. - Befristete Herrlichkeit
In drei Jahren (wie die Jahre eines Tagelöhners) wird die Herrlichkeit Moabs verächtlich gemacht werden. Der Überrest wird sehr gering sein.
Vers-für-Vers-Auslegung
1–2
Sendet die Fettschafe des Landesherrschers von Sela durch die Wüste nach dem Berge der Tochter Zion. Und es geschieht, wie umherflatternde Vögel, wie ein aufgescheuchtes Nest sind die Töchter Moabs an den Übergängen des Arnon.
Aufruf zur Demut und Tributleistung. Die Flüchtlinge sind hilflos und zerstreut.
3–4
Schaffe Rat, triff Entscheidung; mache deinen Schatten der Nacht gleich am hellen Mittag, verbirg die Vertriebenen, den Flüchtling entdecke nicht! Laß meine Vertriebenen bei dir weilen, Moab! Sei ein Schutz vor dem Verwüster! Denn der Bedrücker hat ein Ende …
Moab wird aufgefordert, den Vertriebenen Israels Schutz zu gewähren. Der Bedrücker (vermutlich Assur) hat ein Ende.
5
Und ein Thron wird durch Güte aufgerichtet werden; und auf ihm wird im Zelte Davids einer sitzen in Wahrheit, der da richtet und nach Recht trachtet und der Gerechtigkeit kundig ist.
Praktische Anwendung:
Hier leuchtet mitten im Gericht über Moab die messianische Hoffnung auf. Der Thron Davids wird nicht durch Gewalt, sondern „durch Güte“ aufgerichtet. Der, der darauf sitzt, richtet in Wahrheit und ist der Gerechtigkeit kundig. Das ist der Maßstab für alle Herrschaft – und der Trost für alle Bedrängten: Es kommt einer, der wirklich gerecht richtet.
6
Wir haben vernommen den Hochmut Moabs, des sehr Hochmütigen, seine Hoffart und seinen Hochmut und sein Wüten, sein eitles Prahlen.
Der Kern der Anklage: übersteigerter Hochmut und leeres Prahlen.
7–8
Darum wird Moab heulen über Moab; alles wird heulen. Um die Traubenkuchen von Kir-Hareseth werdet ihr seufzen, tief betrübt; denn Hesbons Fluren sind verwelkt, der Weinstock von Sibma. …
Trauer über den Verlust der Fruchtbarkeit und des Ruhmes. Der berühmte Weinstock von Sibma ist zerstört.
9–11
Darum weine ich mit dem Weinen Jasers über den Weinstock von Sibma, ich überströme dich mit meinen Tränen, Hesbon und Elale. … Darum rauschen meine Eingeweide wegen Moabs wie eine Laute, und mein Inneres wegen Kir-Heres’.
Jesaja nimmt den Schmerz persönlich. Sein Mitgefühl ist echt und tief.
12
Und es wird geschehen, wenn Moab erscheint, sich abmüht auf der Höhe und in sein Heiligtum eintritt, um zu beten, so wird es nichts ausrichten.
Der Götzendienst versagt völlig. Die Höhe und das Heiligtum bringen keine Hilfe.
13–14
Das ist das Wort, welches Jehova vorlängst über Moab geredet hat. Jetzt aber redet Jehova und spricht: In drei Jahren, wie die Jahre eines Tagelöhners, da wird die Herrlichkeit Moabs verächtlich gemacht werden samt all der großen Menge; und der Überrest wird sehr gering, nicht groß sein.
Das Gericht ist befristet und gewiss. In kurzer Zeit (drei Jahre) ist die Herrlichkeit dahin, und nur ein geringer Überrest bleibt.