Jesus Christus war kein Nasir
Zitat von Hans Peter Wepf am 27. August 2026, 10:26 Uhr
4. Mose C.A.Coates 4. Mose Teams Die Unterscheidung als auch die tiefere Bedeutung des Nasiräers umfasst.
1. Zuerst die Wörter sauber trennen
Zwei ähnlich klingende, aber völlig verschiedene Begriffe werden oft vermischt:
- Nasiräer (hebr. nazir, von nazar = absondern, weihen)
= der Abgesonderte / Geweihte. Geregelt in 4. Mose 6.- Nazarener / Nazoräer
= der Mann aus Nazareth. Matthäus 2,23: „Er wird Nazarener genannt werden.“
Das knüpft an den Spross (netzer) aus Jesaja 11,1 an und an die Verachtung des Ortes
(„Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?“, Johannes 1,46).Jesus war Nazarener, weil Er in Nazareth aufwuchs.
Er war kein Nasiräer nach 4. Mose 6.2. Drei klare Beweise aus dem Wort,
dass der Herr kein Nasiräer warEin Nasiräer durfte drei Dinge nicht:
a) Nichts vom Weinstock (Wein, Essig, Trauben, Saft – 4. Mo 6,3-4)
Der Herr trank Wein:
- Hochzeit zu Kana
(Joh 2)- Man nannte Ihn einen
„Fresser und Weinsäufer“ (Lk 7,34; Mt 11,19)- Beim Abendmahl:
„Ich werde von nun an nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken …“
(Lk 22,18; Mt 26,29)Ein Nasiräer hätte das nicht tun dürfen.
b) Keinen Toten berühren
– nicht einmal Vater oder Mutter (4. Mo 6,6-7)Der Herr berührte Tote und erweckte sie:
- Die Tochter des Jairus (Mk 5,41)
- Den Jüngling zu Nain (Lk 7,14)
- Lazarus (Joh 11)
c) Das Haar nicht schneiden (4. Mo 6,5)
Es gibt keinen Hinweis, dass der Herr ungeschnittenes Haar trug.
Im Gegenteil: Judas musste Ihn durch einen Kuss kennzeichnen
(Mt 26,48-49). Wäre Er durch langes Haar als Nasiräer erkennbar gewesen, wäre das nicht nötig gewesen.Dazu kommt 1. Korinther 11,14:
„Lehrt euch nicht auch die Natur selbst, dass, wenn ein Mann langes Haar hat,
es eine Unehre für ihn ist?“
Der Herr hat nichts getan, was nach Gottes Schöpfungsordnung eine Unehre für den Mann ist.Diese drei Punkte reichen in der Regel aus. Man legt einfach 4. Mose 6 und die Evangelienstellen nebeneinander.
3. Die tiefere Bedeutung des Nasiräers (4. Mose 6)
Das Nasiräergelübde war freiwillig, zeitlich begrenzt und für Mann und Frau möglich.
Es war keine Priesterweihe, sondern eine besondere, sichtbare Absonderung für den HERRN.Die drei Kennzeichen haben geistliche Bedeutung:
Kein Wein / nichts vom Weinstock
Verzicht auf irdische Freude, natürliche Anregung und den „normalen“ Segen des Landes.
Der Nasiräer lebte bewusst nüchtern und abhängig von Gott, nicht von dem, was die Erde gibt.Das frei wachsende Haar
4. Mose 6,5.7: „Er soll das Haar seines Hauptes frei wachsen lassen …
denn die Weihe seines Gottes ist auf seinem Haupt.“Das Haar ist die sichtbare Krone der Weihe (nezer kann sowohl „Weihe“ als auch „Diadem/Krone“ bedeuten). Gleichzeitig gilt für den Mann: Langes Haar ist nach 1. Korinther 11,14 eine Unehre. Der Nasiräer nimmt diese Schmach freiwillig auf sich. Er gibt die natürliche Würde und Stellung des Mannes (kurzes Haar als Zeichen der von Gott gegebenen Stellung) auf und stellt sich sichtbar unter Gott. Er ist bereit, von den Menschen als merkwürdig oder gering angesehen zu werden.
Das lange Haar machte ihn öffentlich erkennbar als Abgesonderten.
Er stand sichtbar außerhalb des normalen Lebens.
Es ist weniger „aus der Gemeinschaft ausgestoßen“ als vielmehr: Er trägt bewusst die Schmach der Absonderung. (Hebräer 13,13 nimmt denselben Gedanken auf:
„Lasst uns zu ihm hinausgehen, ausserhalb des Lagers, und seine Schmach tragen.“)Wenn der Nasiräer sich verunreinigte (plötzlicher Todesfall), musste er das Haar scheren.
Die bisherige Zeit zählte nicht mehr (4. Mo 6,9-12).
Die Weihe war dahin. Das zeigt, wie empfindlich diese Stellung war.Am Ende der Zeit wurde das Haar abgeschnitten und
auf das Feuer unter dem Friedensopfer gelegt (4. Mo 6,18).
Die ganze Zeit der Weihe wurde Gott geopfert.Kein Kontakt mit dem Tod
Noch strenger als beim normalen Priester.
Der Nasiräer durfte sich nicht einmal an den nächsten Angehörigen verunreinigen. Das spricht von völliger Trennung von dem, was der Tod (die Folge der Sünde) bedeutet.4. Christus – der wahre Nasiräer im geistlichen Sinn
Viele treue Ausleger sagen zu Recht:
Der Herr Jesus war nicht der buchstäbliche Nasiräer von 4. Mose 6,
aber Er ist die Erfüllung dessen, was das Nasiräertum vorstellte.
- Er war vollkommen für den Vater abgesondert.
- Er war der Mann der Schmerzen, nicht der irdischen Freude.
- Er nahm den Platz der Unterordnung und der Schmach ein (Phil 2,7-8; Ps 22; Hebr 12,2).
- Er blieb unbefleckt.
Gerade weil Er der Inhalt des Vorbilds ist, hielt Er die äusseren Vorschriften nicht. Der Typus weicht dem Antitypus.
Simson, Samuel und Johannes der Täufer waren Nasiräer von Mutterleib an – der Herr nicht.
Die Tabelle hält die Unterscheidung fest:
der Herr war nicht der buchstäbliche Nasiräer von 4. Mose 6,
Er ist aber die Erfüllung dessen, was das Nasiräertum vorstellte.Kurze Vorbemerkung vor der Tabelle:
Nasiräer = Abgesonderter/Geweihter (nazir). Nazarener = aus Nazareth. Das sind zwei verschiedene Wörter.
Punkt aus 4. Mose 6 Der buchstäbliche Herr Jesus Die Erfüllung in Ihm Freiwilliges Gelübde der Absonderung für den HERRN (6,2.8) Er legte dieses Gelübde nicht ab. Er kam als der Gesandte des Vaters, nicht als Nasiräer unter dem Gesetz des Nasirs. Er war von Ewigkeit her und als Mensch vollkommen für den Vater abgesondert. „Ich heilige mich selbst für sie“ (Joh 17,19). Seine Speise war, den Willen dessen zu tun, der Ihn gesandt hat (Joh 4,34). Nichts vom Weinstock: kein Wein, kein Rauschtrank, kein Essig, keine Trauben (6,3-4) Er trank Wein (Hochzeitsfest Joh 2; „Fresser und Weinsäufer“ Lk 7,34; „Frucht des Weinstocks“ Lk 22,18; Mt 26,29). Irdische Freude war nicht Sein Teil. Er war der Mann der Schmerzen (Jes 53,3). Den Kelch der Freude stellt Er zurück bis zum Reich: „Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken … bis zu jenem Tag“ (Mt 26,29). Kein Schermesser – das Haar frei wachsen lassen. Die Weihe Gottes auf dem Haupt (6,5.7) Kein Hinweis auf ungeschnittenes Haar. Judas musste Ihn durch einen Kuss kennzeichnen (Mt 26,48-49). Langes Haar wäre für einen Mann nach 1. Kor 11,14 eine Unehre. Das Haar des Nasirs spricht von sichtbarer Weihe und (beim Mann) von freiwilliger Schmach. Der Herr nahm den Platz der Unterordnung und der Schmach ein (Phil 2,7-8; Hebr 12,2; Hebr 13,13). Die „Krone“ Seiner Weihe war Gehorsam bis zum Tod. Keinen Toten berühren, nicht einmal Vater, Mutter, Bruder, Schwester (6,6-7) Er berührte Tote und erweckte sie: Tochter des Jairus (Mk 5,41), Jüngling zu Nain (Lk 7,14), Lazarus (Joh 11). Er blieb persönlich unbefleckt, „abgesondert von den Sündern“ (Hebr 7,26). Den Tod berührte Er, um ihn aufzuheben, nicht um sich zu verunreinigen. Bei Verunreinigung: Haar scheren, bisherige Tage zählen nicht, von vorn beginnen, Schuldopfer (6,9-12) Bei Ihm gab es keine unterbrochene Weihe. Kein Tag Seines Lebens fiel dahin. Seine Absonderung war ununterbrochen und vollkommen. Was beim Nasir verloren gehen konnte, blieb bei Ihm ganz. Am Ende: Sündopfer, Brandopfer, Friedensopfer; das geweihte Haar auf das Feuer unter dem Friedensopfer; danach darf er wieder Wein trinken (6,13-20) Er brachte nicht diese Opfer dar – Er ist das Opfer. Nach der Auferstehung spricht Er vom Wein im Reich des Vaters (Mt 26,29). Sein ganzes Leben der Weihe wird Gott dargebracht. Das Friedensopfer findet seine Erfüllung in der Gemeinschaft, die durch Sein Opfer begründet ist. Im Reich trinkt Er neu mit den Seinen. „Heilig dem Jahwe“ alle Tage der Absonderung (6,8) Er war der Heilige Gottes (Mk 1,24; Lk 1,35; Apg 3,14). Der wahre Nasir: nicht durch ein zeitliches Gelübde, sondern in Seinem Wesen und in Seinem ganzen Weg.

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Die Unterscheidung als auch die tiefere Bedeutung des Nasiräers umfasst.
1. Zuerst die Wörter sauber trennen
Zwei ähnlich klingende, aber völlig verschiedene Begriffe werden oft vermischt:
- Nasiräer (hebr. nazir, von nazar = absondern, weihen)
= der Abgesonderte / Geweihte. Geregelt in 4. Mose 6. - Nazarener / Nazoräer
= der Mann aus Nazareth. Matthäus 2,23: „Er wird Nazarener genannt werden.“
Das knüpft an den Spross (netzer) aus Jesaja 11,1 an und an die Verachtung des Ortes
(„Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen?“, Johannes 1,46).
Jesus war Nazarener, weil Er in Nazareth aufwuchs.
Er war kein Nasiräer nach 4. Mose 6.
2. Drei klare Beweise aus dem Wort,
dass der Herr kein Nasiräer war
Ein Nasiräer durfte drei Dinge nicht:
a) Nichts vom Weinstock (Wein, Essig, Trauben, Saft – 4. Mo 6,3-4)
Der Herr trank Wein:
- Hochzeit zu Kana
(Joh 2) - Man nannte Ihn einen
„Fresser und Weinsäufer“ (Lk 7,34; Mt 11,19) - Beim Abendmahl:
„Ich werde von nun an nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken …“
(Lk 22,18; Mt 26,29)
Ein Nasiräer hätte das nicht tun dürfen.
b) Keinen Toten berühren
– nicht einmal Vater oder Mutter (4. Mo 6,6-7)
Der Herr berührte Tote und erweckte sie:
- Die Tochter des Jairus (Mk 5,41)
- Den Jüngling zu Nain (Lk 7,14)
- Lazarus (Joh 11)
c) Das Haar nicht schneiden (4. Mo 6,5)
Es gibt keinen Hinweis, dass der Herr ungeschnittenes Haar trug.
Im Gegenteil: Judas musste Ihn durch einen Kuss kennzeichnen
(Mt 26,48-49). Wäre Er durch langes Haar als Nasiräer erkennbar gewesen, wäre das nicht nötig gewesen.
Dazu kommt 1. Korinther 11,14:
„Lehrt euch nicht auch die Natur selbst, dass, wenn ein Mann langes Haar hat,
es eine Unehre für ihn ist?“
Der Herr hat nichts getan, was nach Gottes Schöpfungsordnung eine Unehre für den Mann ist.
Diese drei Punkte reichen in der Regel aus. Man legt einfach 4. Mose 6 und die Evangelienstellen nebeneinander.
3. Die tiefere Bedeutung des Nasiräers (4. Mose 6)
Das Nasiräergelübde war freiwillig, zeitlich begrenzt und für Mann und Frau möglich.
Es war keine Priesterweihe, sondern eine besondere, sichtbare Absonderung für den HERRN.
Die drei Kennzeichen haben geistliche Bedeutung:
Kein Wein / nichts vom Weinstock
Verzicht auf irdische Freude, natürliche Anregung und den „normalen“ Segen des Landes.
Der Nasiräer lebte bewusst nüchtern und abhängig von Gott, nicht von dem, was die Erde gibt.
Das frei wachsende Haar
4. Mose 6,5.7: „Er soll das Haar seines Hauptes frei wachsen lassen …
denn die Weihe seines Gottes ist auf seinem Haupt.“
Das Haar ist die sichtbare Krone der Weihe (nezer kann sowohl „Weihe“ als auch „Diadem/Krone“ bedeuten). Gleichzeitig gilt für den Mann: Langes Haar ist nach 1. Korinther 11,14 eine Unehre. Der Nasiräer nimmt diese Schmach freiwillig auf sich. Er gibt die natürliche Würde und Stellung des Mannes (kurzes Haar als Zeichen der von Gott gegebenen Stellung) auf und stellt sich sichtbar unter Gott. Er ist bereit, von den Menschen als merkwürdig oder gering angesehen zu werden.
Das lange Haar machte ihn öffentlich erkennbar als Abgesonderten.
Er stand sichtbar außerhalb des normalen Lebens.
Es ist weniger „aus der Gemeinschaft ausgestoßen“ als vielmehr: Er trägt bewusst die Schmach der Absonderung. (Hebräer 13,13 nimmt denselben Gedanken auf:
„Lasst uns zu ihm hinausgehen, ausserhalb des Lagers, und seine Schmach tragen.“)
Wenn der Nasiräer sich verunreinigte (plötzlicher Todesfall), musste er das Haar scheren.
Die bisherige Zeit zählte nicht mehr (4. Mo 6,9-12).
Die Weihe war dahin. Das zeigt, wie empfindlich diese Stellung war.
Am Ende der Zeit wurde das Haar abgeschnitten und
auf das Feuer unter dem Friedensopfer gelegt (4. Mo 6,18).
Die ganze Zeit der Weihe wurde Gott geopfert.
Kein Kontakt mit dem Tod
Noch strenger als beim normalen Priester.
Der Nasiräer durfte sich nicht einmal an den nächsten Angehörigen verunreinigen. Das spricht von völliger Trennung von dem, was der Tod (die Folge der Sünde) bedeutet.
4. Christus – der wahre Nasiräer im geistlichen Sinn
Viele treue Ausleger sagen zu Recht:
Der Herr Jesus war nicht der buchstäbliche Nasiräer von 4. Mose 6,
aber Er ist die Erfüllung dessen, was das Nasiräertum vorstellte.
- Er war vollkommen für den Vater abgesondert.
- Er war der Mann der Schmerzen, nicht der irdischen Freude.
- Er nahm den Platz der Unterordnung und der Schmach ein (Phil 2,7-8; Ps 22; Hebr 12,2).
- Er blieb unbefleckt.
Gerade weil Er der Inhalt des Vorbilds ist, hielt Er die äusseren Vorschriften nicht. Der Typus weicht dem Antitypus.
Simson, Samuel und Johannes der Täufer waren Nasiräer von Mutterleib an – der Herr nicht.
Die Tabelle hält die Unterscheidung fest:
der Herr war nicht der buchstäbliche Nasiräer von 4. Mose 6,
Er ist aber die Erfüllung dessen, was das Nasiräertum vorstellte.
Kurze Vorbemerkung vor der Tabelle:
Nasiräer = Abgesonderter/Geweihter (nazir). Nazarener = aus Nazareth. Das sind zwei verschiedene Wörter.
| Punkt aus 4. Mose 6 | Der buchstäbliche Herr Jesus | Die Erfüllung in Ihm |
|---|---|---|
| Freiwilliges Gelübde der Absonderung für den HERRN (6,2.8) | Er legte dieses Gelübde nicht ab. Er kam als der Gesandte des Vaters, nicht als Nasiräer unter dem Gesetz des Nasirs. | Er war von Ewigkeit her und als Mensch vollkommen für den Vater abgesondert. „Ich heilige mich selbst für sie“ (Joh 17,19). Seine Speise war, den Willen dessen zu tun, der Ihn gesandt hat (Joh 4,34). |
| Nichts vom Weinstock: kein Wein, kein Rauschtrank, kein Essig, keine Trauben (6,3-4) | Er trank Wein (Hochzeitsfest Joh 2; „Fresser und Weinsäufer“ Lk 7,34; „Frucht des Weinstocks“ Lk 22,18; Mt 26,29). | Irdische Freude war nicht Sein Teil. Er war der Mann der Schmerzen (Jes 53,3). Den Kelch der Freude stellt Er zurück bis zum Reich: „Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken … bis zu jenem Tag“ (Mt 26,29). |
| Kein Schermesser – das Haar frei wachsen lassen. Die Weihe Gottes auf dem Haupt (6,5.7) | Kein Hinweis auf ungeschnittenes Haar. Judas musste Ihn durch einen Kuss kennzeichnen (Mt 26,48-49). Langes Haar wäre für einen Mann nach 1. Kor 11,14 eine Unehre. | Das Haar des Nasirs spricht von sichtbarer Weihe und (beim Mann) von freiwilliger Schmach. Der Herr nahm den Platz der Unterordnung und der Schmach ein (Phil 2,7-8; Hebr 12,2; Hebr 13,13). Die „Krone“ Seiner Weihe war Gehorsam bis zum Tod. |
| Keinen Toten berühren, nicht einmal Vater, Mutter, Bruder, Schwester (6,6-7) | Er berührte Tote und erweckte sie: Tochter des Jairus (Mk 5,41), Jüngling zu Nain (Lk 7,14), Lazarus (Joh 11). | Er blieb persönlich unbefleckt, „abgesondert von den Sündern“ (Hebr 7,26). Den Tod berührte Er, um ihn aufzuheben, nicht um sich zu verunreinigen. |
| Bei Verunreinigung: Haar scheren, bisherige Tage zählen nicht, von vorn beginnen, Schuldopfer (6,9-12) | Bei Ihm gab es keine unterbrochene Weihe. Kein Tag Seines Lebens fiel dahin. | Seine Absonderung war ununterbrochen und vollkommen. Was beim Nasir verloren gehen konnte, blieb bei Ihm ganz. |
| Am Ende: Sündopfer, Brandopfer, Friedensopfer; das geweihte Haar auf das Feuer unter dem Friedensopfer; danach darf er wieder Wein trinken (6,13-20) | Er brachte nicht diese Opfer dar – Er ist das Opfer. Nach der Auferstehung spricht Er vom Wein im Reich des Vaters (Mt 26,29). | Sein ganzes Leben der Weihe wird Gott dargebracht. Das Friedensopfer findet seine Erfüllung in der Gemeinschaft, die durch Sein Opfer begründet ist. Im Reich trinkt Er neu mit den Seinen. |
| „Heilig dem Jahwe“ alle Tage der Absonderung (6,8) | Er war der Heilige Gottes (Mk 1,24; Lk 1,35; Apg 3,14). | Der wahre Nasir: nicht durch ein zeitliches Gelübde, sondern in Seinem Wesen und in Seinem ganzen Weg. |