Jesus Christus eins mit Gott dem Vater
Zitat von Hans Peter Wepf am 3. September 2026, 7:06 Uhr
Das Johannesevangelium ist genau der Teil der Schrift, in dem der Herr Jesus Christus am deutlichsten
und am häufigsten von sich selbst so redet,
dass seine Hörer – und die Juden ganz besonders – verstanden: Er stellt sich Gott gleich.Die direktesten Selbstaussagen im Johannes-Evangelium
1. Das absolute „Ich bin“ (ἐγώ εἰμι) – der Name Gottes
2. Mose 3,14: Gott offenbart sich Mose als „Ich bin, der ich bin.“ Jesus nimmt genau diese Formel auf, oft ohne jedes weitere Prädikat.
- Johannes 8,58 (Elberfelder):
„Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich.“
Die Juden verstanden das sofort als Gotteslästerung und wollten ihn steinigen (V. 59). Er sagt nicht „ich war“, sondern „bin ich“ – zeitlose Existenz.- Weitere absolute „Ich bin“-Stellen: Johannes 8,24; 8,28; 13,19; 18,5–6.
In Gethsemane (18,5–6) weichen die Häscher zurück und fallen zu Boden, als er sagt: „Ich bin es.“2. Einheit mit dem Vater
- Johannes 10,30: „Ich und der Vater sind eins.“
Sofort die Reaktion (V. 33): „… weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst.“- Johannes 14,9: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“
Philippus hatte um eine Schau des Vaters gebeten. Jesus antwortet: In ihm ist der Vater sichtbar.- Johannes 5,17–23: Er wirkt wie der Vater, gibt Leben wie der Vater, richtet wie der Vater und soll dieselbe Ehre empfangen wie der Vater. Die Juden verstehen: Er macht sich Gott gleich (V. 18).
3. Die sieben bildhaften „Ich bin“-Worte
Sie beanspruchen Funktionen, die im Alten Testament Gott selbst zukommen:
- Ich bin das Brot des Lebens (Joh 6,35.48.51)
- Ich bin das Licht der Welt (Joh 8,12)
- Ich bin die Tür (Joh 10,7.9)
- Ich bin der gute Hirte (Joh 10,11.14) – vgl. Hesekiel 34 und Psalm 23, wo JHWH der Hirte ist
- Ich bin die Auferstehung und das Leben (Joh 11,25)
- Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben (Joh 14,6)
- Ich bin der wahre Weinstock (Joh 15,1.5)
4. Präexistenz und Herrlichkeit
Johannes 17,5: Er bittet um die Herrlichkeit, „die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.“5. Annahme der Anrede als Gott
Johannes 20,28: Thomas sagt zum Auferstandenen: „Mein Herr und mein Gott!“ Jesus weist das nicht zurück, sondern bestätigt den Glauben.
Weitere Stellen im übrigen Wort Gottes (Selbstaussagen bzw. unmittelbare Reaktionen)
- Markus 2,5–7 / Lukas 5,20–21: Er vergibt Sünden. Die Schriftgelehrten: „Wer kann Sünden vergeben außer Gott allein?“
- Markus 14,61–62: Vor dem Hohenpriester: „Bist du der Christus, der Sohn des Hochgelobten?“ – „Ich bin’s; und ihr werdet den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen mit den Wolken des Himmels.“ (Anspielung auf Daniel 7 und Psalm 110)
- Offenbarung 1,17–18 und 22,13: Der erhöhte Herr sagt von sich „Ich bin der Erste und der Letzte“ bzw. „das Alpha und das Omega“ – Titel, die in Offenbarung 1,8 zuerst von Gott dem Vater gebraucht werden.
Johannes hat diese Aussagen bewusst gesammelt und an den Anfang und das Ende seines Evangeliums gestellt (1,1.18 und 20,28). Die Juden seiner Zeit haben den Anspruch nicht missverstanden. Sie haben ihn genau deshalb töten wollen.
esaja 41–48 ist der alttestamentliche Schlüsseltext zu den absoluten „Ich bin“-Worten des Herrn im Johannesevangelium.
Dort spricht JHWH nicht nur „Ich bin der HERR“, sondern wiederholt die Formel אֲנִי הוּא (ani hu – „ich bin Er / ich bin es / ich bin derselbe“). Die Septuaginta gibt das oft mit ἐγώ εἰμι wieder – genau dem Ausdruck, den Johannes dem Herrn in den Mund legt.
1. Die jesajanische Selbstvorstellung
Die Kapitel sind ein Gerichtsprozess gegen die Götzen. JHWH beweist seine Einzigkeit dadurch, dass Er allein Geschichte ansagt und vollbringt. Dabei sagt Er von sich selbst:
Jesaja 41,4
„Wer hat es gewirkt und getan? Der die Geschlechter ruft von Anbeginn.
Ich, der HERR, bin der Erste, und bei den Letzten bin ich derselbe.“Jesaja 43,10–13 (die Kernstelle)
„Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe:
damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin.
Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir wird keiner sein.
Ich, ich bin der HERR, und außer mir ist kein Heiland.
…
Ja, von jeher bin ich derselbe; und da ist niemand, der aus meiner Hand errettet.
Ich wirke, und wer kann es abwenden?“Jesaja 43,25
„Ich, ich bin es, der deine Übertretungen tilgt um meinetwillen.“Jesaja 44,6
„Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott.“Jesaja 46,4.9
„Bis ins Alter bin ich derselbe … ich, ich will tragen und retten.
Denn ich bin Gott, und keiner sonst; ich bin Gott, und keiner wie ich.“
Jesaja 48,12
„Höre auf mich, Jakob … Ich bin derselbe, ich der Erste, auch ich der Letzte.“Dazu kommt die Grundoffenbarung aus 2. Mose 3,14: „Ich bin, der ich bin“ (אֶהְיֶה אֲשֶׁר אֶהְיֶה). Jesaja 41–48 entfaltet diesen Namen: der ewig Seiende, der Einzige, der Erste und Letzte, der allein rettet und Sünde tilgt.
2. Die direkte Linie zu Johannes
Johannes lässt den Herrn dieselben Formeln gebrauchen – und die Juden verstehen den Anspruch sofort.
Jesaja (JHWH) Johannes (der Herr Jesus) „damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin“ (43,10) „wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben“ (8,24) „damit ihr … einseht, dass ich es bin“ „damit ihr, wenn es geschehen ist, glaubt, dass ich es bin“ (13,19) „von jeher bin ich derselbe“ / „bei den Letzten bin ich derselbe“ (41,4; 43,13; 48,12) „Ehe Abraham war, bin ich“ (8,58) – nicht „ich war“ „Ich bin der Erste und der Letzte“ (44,6; 48,12) Offenbarung 1,17; 22,13: derselbe Titel im Mund des erhöhten Herrn „außer mir ist kein Heiland/Retter“ (43,11) „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (14,6) „Ich, ich bin es, der deine Übertretungen tilgt“ (43,25) Sündenvergebung aus eigenem Recht (vgl. Joh 5; 8; und die Reaktion in den Synoptikern) „Ich bin mit dir … ich bin dein Gott“ (41,10.13) „Ich bin der gute Hirte“ (10,11.14) – JHWH ist in Hesekiel 34 und Psalm 23 der Hirte Israels Besonders eng ist Johannes 8,24.28.58 mit Jesaja 43,10.
Beide Male steht das nackte „ich bin es / ich bin“ ohne Prädikat. Beide Male ist der Zweck: Glauben, dass dieser der Eine ist. Beide Male folgt die Alternative: Anerkennung oder Gericht.Johannes 8,58 steigert das noch: Abraham „wurde“ (γενέσθαι – zeitlicher Anfang), der Herr „bin ich“ (εἰμί – zeitlose Gegenwart). Das ist Jesaja 41,4 und 48,12 in einem Satz.
3. Was das theologisch bedeutet
JHWH sagt in Jesaja 41–48 ausdrücklich:
- Es gibt keinen Gott vor Ihm und keinen nach Ihm.
- Er allein ist Erster und Letzter.
- Er allein rettet.
- Er allein tilgt Sünde um seinetwillen.
- Er bleibt derselbe von Anfang bis Ende.
Wenn der Herr Jesus genau diese Selbstbezeichnung aufnimmt und die Hörer Ihn deswegen steinigen wollen („du machst dich selbst zu Gott“, Joh 10,33), dann ist das keine spätere kirchliche Überhöhung. Es ist die Anwendung des jesajanischen Gottesnamens auf den, der vor ihnen steht.
Johannes 10,30 („Ich und der Vater sind eins“) und 14,9 („Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“) stehen deshalb nicht neben den „Ich-bin“-Worten, sondern in ihnen: Der Eine, der in Jesaja sagt „außer mir ist kein Gott“, ist in dem Sohn sichtbar und hörbar geworden – ohne dass der Vater aufhört, der Vater zu sein.
Die Offenbarung schließt den Kreis: Derselbe, der in Jesaja 44,6 und 48,12 „der Erste und der Letzte“ ist, sagt es in Offenbarung 1,17 und 22,13 von sich selbst.
Das ist die Zusammenstellung im Wort Gottes: nicht eine spätere Liste, sondern eine durchlaufende Selbstoffenbarung – vom Dornbusch über Jesaja bis zu Johannes und der Offenbarung.

Das Johannesevangelium ist genau der Teil der Schrift, in dem der Herr Jesus Christus am deutlichsten
und am häufigsten von sich selbst so redet,
dass seine Hörer – und die Juden ganz besonders – verstanden: Er stellt sich Gott gleich.
Die direktesten Selbstaussagen im Johannes-Evangelium
1. Das absolute „Ich bin“ (ἐγώ εἰμι) – der Name Gottes
2. Mose 3,14: Gott offenbart sich Mose als „Ich bin, der ich bin.“ Jesus nimmt genau diese Formel auf, oft ohne jedes weitere Prädikat.
- Johannes 8,58 (Elberfelder):
„Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich.“
Die Juden verstanden das sofort als Gotteslästerung und wollten ihn steinigen (V. 59). Er sagt nicht „ich war“, sondern „bin ich“ – zeitlose Existenz. - Weitere absolute „Ich bin“-Stellen: Johannes 8,24; 8,28; 13,19; 18,5–6.
In Gethsemane (18,5–6) weichen die Häscher zurück und fallen zu Boden, als er sagt: „Ich bin es.“
2. Einheit mit dem Vater
- Johannes 10,30: „Ich und der Vater sind eins.“
Sofort die Reaktion (V. 33): „… weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst.“ - Johannes 14,9: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“
Philippus hatte um eine Schau des Vaters gebeten. Jesus antwortet: In ihm ist der Vater sichtbar. - Johannes 5,17–23: Er wirkt wie der Vater, gibt Leben wie der Vater, richtet wie der Vater und soll dieselbe Ehre empfangen wie der Vater. Die Juden verstehen: Er macht sich Gott gleich (V. 18).

3. Die sieben bildhaften „Ich bin“-Worte
Sie beanspruchen Funktionen, die im Alten Testament Gott selbst zukommen:
- Ich bin das Brot des Lebens (Joh 6,35.48.51)
- Ich bin das Licht der Welt (Joh 8,12)
- Ich bin die Tür (Joh 10,7.9)
- Ich bin der gute Hirte (Joh 10,11.14) – vgl. Hesekiel 34 und Psalm 23, wo JHWH der Hirte ist
- Ich bin die Auferstehung und das Leben (Joh 11,25)
- Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben (Joh 14,6)
- Ich bin der wahre Weinstock (Joh 15,1.5)
4. Präexistenz und Herrlichkeit
Johannes 17,5: Er bittet um die Herrlichkeit, „die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.“
5. Annahme der Anrede als Gott
Johannes 20,28: Thomas sagt zum Auferstandenen: „Mein Herr und mein Gott!“ Jesus weist das nicht zurück, sondern bestätigt den Glauben.

Weitere Stellen im übrigen Wort Gottes (Selbstaussagen bzw. unmittelbare Reaktionen)
- Markus 2,5–7 / Lukas 5,20–21: Er vergibt Sünden. Die Schriftgelehrten: „Wer kann Sünden vergeben außer Gott allein?“
- Markus 14,61–62: Vor dem Hohenpriester: „Bist du der Christus, der Sohn des Hochgelobten?“ – „Ich bin’s; und ihr werdet den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen mit den Wolken des Himmels.“ (Anspielung auf Daniel 7 und Psalm 110)
- Offenbarung 1,17–18 und 22,13: Der erhöhte Herr sagt von sich „Ich bin der Erste und der Letzte“ bzw. „das Alpha und das Omega“ – Titel, die in Offenbarung 1,8 zuerst von Gott dem Vater gebraucht werden.
Johannes hat diese Aussagen bewusst gesammelt und an den Anfang und das Ende seines Evangeliums gestellt (1,1.18 und 20,28). Die Juden seiner Zeit haben den Anspruch nicht missverstanden. Sie haben ihn genau deshalb töten wollen.
esaja 41–48 ist der alttestamentliche Schlüsseltext zu den absoluten „Ich bin“-Worten des Herrn im Johannesevangelium.
Dort spricht JHWH nicht nur „Ich bin der HERR“, sondern wiederholt die Formel אֲנִי הוּא (ani hu – „ich bin Er / ich bin es / ich bin derselbe“). Die Septuaginta gibt das oft mit ἐγώ εἰμι wieder – genau dem Ausdruck, den Johannes dem Herrn in den Mund legt.

1. Die jesajanische Selbstvorstellung
Die Kapitel sind ein Gerichtsprozess gegen die Götzen. JHWH beweist seine Einzigkeit dadurch, dass Er allein Geschichte ansagt und vollbringt. Dabei sagt Er von sich selbst:
Jesaja 41,4
„Wer hat es gewirkt und getan? Der die Geschlechter ruft von Anbeginn.
Ich, der HERR, bin der Erste, und bei den Letzten bin ich derselbe.“
Jesaja 43,10–13 (die Kernstelle)
„Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den ich erwählt habe:
damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin.
Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir wird keiner sein.
Ich, ich bin der HERR, und außer mir ist kein Heiland.
…
Ja, von jeher bin ich derselbe; und da ist niemand, der aus meiner Hand errettet.
Ich wirke, und wer kann es abwenden?“
Jesaja 43,25
„Ich, ich bin es, der deine Übertretungen tilgt um meinetwillen.“
Jesaja 44,6
„Ich bin der Erste und bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott.“
Jesaja 46,4.9
„Bis ins Alter bin ich derselbe … ich, ich will tragen und retten.
Denn ich bin Gott, und keiner sonst; ich bin Gott, und keiner wie ich.“

Jesaja 48,12
„Höre auf mich, Jakob … Ich bin derselbe, ich der Erste, auch ich der Letzte.“
Dazu kommt die Grundoffenbarung aus 2. Mose 3,14: „Ich bin, der ich bin“ (אֶהְיֶה אֲשֶׁר אֶהְיֶה). Jesaja 41–48 entfaltet diesen Namen: der ewig Seiende, der Einzige, der Erste und Letzte, der allein rettet und Sünde tilgt.
2. Die direkte Linie zu Johannes
Johannes lässt den Herrn dieselben Formeln gebrauchen – und die Juden verstehen den Anspruch sofort.
| Jesaja (JHWH) | Johannes (der Herr Jesus) |
|---|---|
| „damit ihr erkennt und mir glaubt und einseht, dass ich es bin“ (43,10) | „wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben“ (8,24) |
| „damit ihr … einseht, dass ich es bin“ | „damit ihr, wenn es geschehen ist, glaubt, dass ich es bin“ (13,19) |
| „von jeher bin ich derselbe“ / „bei den Letzten bin ich derselbe“ (41,4; 43,13; 48,12) | „Ehe Abraham war, bin ich“ (8,58) – nicht „ich war“ |
| „Ich bin der Erste und der Letzte“ (44,6; 48,12) | Offenbarung 1,17; 22,13: derselbe Titel im Mund des erhöhten Herrn |
| „außer mir ist kein Heiland/Retter“ (43,11) | „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (14,6) |
| „Ich, ich bin es, der deine Übertretungen tilgt“ (43,25) | Sündenvergebung aus eigenem Recht (vgl. Joh 5; 8; und die Reaktion in den Synoptikern) |
| „Ich bin mit dir … ich bin dein Gott“ (41,10.13) | „Ich bin der gute Hirte“ (10,11.14) – JHWH ist in Hesekiel 34 und Psalm 23 der Hirte Israels |
Besonders eng ist Johannes 8,24.28.58 mit Jesaja 43,10.
Beide Male steht das nackte „ich bin es / ich bin“ ohne Prädikat. Beide Male ist der Zweck: Glauben, dass dieser der Eine ist. Beide Male folgt die Alternative: Anerkennung oder Gericht.
Johannes 8,58 steigert das noch: Abraham „wurde“ (γενέσθαι – zeitlicher Anfang), der Herr „bin ich“ (εἰμί – zeitlose Gegenwart). Das ist Jesaja 41,4 und 48,12 in einem Satz.
3. Was das theologisch bedeutet
JHWH sagt in Jesaja 41–48 ausdrücklich:
- Es gibt keinen Gott vor Ihm und keinen nach Ihm.
- Er allein ist Erster und Letzter.
- Er allein rettet.
- Er allein tilgt Sünde um seinetwillen.
- Er bleibt derselbe von Anfang bis Ende.
Wenn der Herr Jesus genau diese Selbstbezeichnung aufnimmt und die Hörer Ihn deswegen steinigen wollen („du machst dich selbst zu Gott“, Joh 10,33), dann ist das keine spätere kirchliche Überhöhung. Es ist die Anwendung des jesajanischen Gottesnamens auf den, der vor ihnen steht.
Johannes 10,30 („Ich und der Vater sind eins“) und 14,9 („Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“) stehen deshalb nicht neben den „Ich-bin“-Worten, sondern in ihnen: Der Eine, der in Jesaja sagt „außer mir ist kein Gott“, ist in dem Sohn sichtbar und hörbar geworden – ohne dass der Vater aufhört, der Vater zu sein.
Die Offenbarung schließt den Kreis: Derselbe, der in Jesaja 44,6 und 48,12 „der Erste und der Letzte“ ist, sagt es in Offenbarung 1,17 und 22,13 von sich selbst.
Das ist die Zusammenstellung im Wort Gottes: nicht eine spätere Liste, sondern eine durchlaufende Selbstoffenbarung – vom Dornbusch über Jesaja bis zu Johannes und der Offenbarung.