Johannes Evangelium Kapitel 21 Vers um Vers Auslegung
Zitat von Hans Peter Wepf am 25. August 2026, 14:59 Uhr
Johannes 21 – Kurz‑Zusammenfassung (EF 1905)
1. Erscheinung am See Tiberias – der wunderbare Fischfang (V. 1–14)
Sieben Jünger sind am See Tiberias; Petrus sagt: „Ich gehe fischen.“
Die ganze Nacht fangen sie nichts.
Am Morgen steht Jesus am Ufer, unerkannt.
Er ruft: „Werft das Netz auf der rechten Seite aus.“
Sie fangen eine große Menge Fische.
Johannes erkennt: „Es ist der Herr!“
Petrus wirft sich ins Wasser und schwimmt zu Jesus.
Am Ufer finden sie ein Kohlenfeuer, Fisch und Brot – Jesus sorgt für sie.
Jesus gibt ihnen Frühstück; dies ist die dritte Erscheinung nach der Auferstehung.
2. Wiederherstellung des Petrus – dreifache Frage der Liebe (V. 15–17)
Jesus fragt Petrus dreimal: „Liebst du mich?“
Petrus antwortet dreimal: „Du weißt, dass ich dich lieb habe.“
Jesus gibt dreimal den Auftrag: „Weide meine Lämmer.“ „Hüte meine Schafe.“ „Weide meine Schafe.“
Die dreifache Frage entspricht der dreifachen Verleugnung – vollständige Wiederherstellung.
Petrus erhält den Hirtenauftrag für die Gemeinde.
3. Ankündigung des Martyriums von Petrus (V. 18–19)
Jesus sagt Petrus: „Wenn du alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und führen, wohin du nicht willst.“
Johannes erklärt: Dies deutet den Tod, durch den Petrus Gott verherrlichen wird.
Jesus sagt erneut: „Folge mir nach.“
4. Der Jünger, den Jesus liebte – Missverständnis über sein Ende (V. 20–23)
Petrus fragt nach dem Schicksal des Lieblingsjüngers.
Jesus antwortet: „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme – was geht es dich an? Folge du mir nach.“
Ein Gerücht entsteht, Johannes werde nicht sterben.
Johannes korrigiert: Jesus sagte nicht, er werde nicht sterben, sondern stellte eine Möglichkeit in den Raum.
5. Abschlusswort des Evangelisten (V. 24–25)
Johannes bezeugt: „Dies ist der Jünger, der dies bezeugt und geschrieben hat.“
Sein Zeugnis ist wahr.
Er schließt mit einem überwältigenden Satz: Wenn alles, was Jesus getan hat, geschrieben würde, die Welt könnte die Bücher nicht fassen.
🧩 Kernbotschaft von Johannes 21
Christus sorgt für die Seinen: Auch nach der Auferstehung führt und versorgt Er.
Wiederherstellung: Petrus wird vollständig rehabilitiert und zum Hirten berufen.
Nachfolge: Persönlich, verbindlich, unabhängig von anderen.
Martyrium: Petrus wird Gott durch seinen Tod verherrlichen.
Zeugnis des Johannes: Wahr, zuverlässig, apostolisch.
Unendliche Größe Christi: Seine Werke übersteigen jedes Buch.
Johannes 21 – Vers für Vers
(Elberfelder 1905)Die Erscheinung am See von Tiberias (21,1–14)
Vers 1–3
Nach diesem offenbarte Jesus sich wiederum den Jüngern am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber also: Simon Petrus und Thomas, genannt Zwilling, und Nathanael, der von Kana in Galiläa war, und die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus spricht zu ihnen: Ich gehe hin fischen. Sie sprechen zu ihm: Auch wir gehen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Schiff; und in jener Nacht fingen sie nichts.Sieben Jünger sind beisammen. Petrus nimmt die Initiative zum Fischen – eine Nacht ohne Fang.
Vers 4–6
Als der frühe Morgen anbricht, steht Jesus am Ufer; die Jünger wissen nicht, dass es er ist.
Jesus: Kindlein, habt ihr wohl etwas zu essen?
Sie: Nein.
Jesus: Werfet das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, und ihr werdet finden.
Sie werfen es aus und können es vor der Menge der Fische nicht mehr ziehen.Vers 7–8
Der Jünger, den Jesus liebte, sagt zu Petrus: Es ist der Herr.
Als Simon Petrus hört, dass es der Herr ist, gürtet er das Oberkleid um (denn er war nackt) und wirft sich in den See. Die anderen kommen im Schiff und ziehen das Netz mit den Fischen nach (sie waren etwa zweihundert Ellen vom Land entfernt).Vers 9–14
Als sie ans Land aussteigen, sehen sie ein Kohlenfeuer liegen und Fisch darauf und Brot.
Jesus: Bringet her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt.
Simon Petrus zieht das Netz voll großer Fische – hundertdreiundfünfzig – ans Land; und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht.
Jesus: Kommt her, frühstücket.
Keiner der Jünger wagt zu fragen: „Wer bist du?“, denn sie wussten, dass es der Herr war.
Jesus kommt, nimmt das Brot und gibt es ihnen, und ebenso den Fisch.
Dies ist schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, nachdem er aus den Toten auferweckt war.Die Wiederherstellung des Petrus (21,15–19)
Vers 15–17
Als sie gefrühstückt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus:
Simon, Sohn Jonas’, liebst du mich mehr als diese?
Petrus: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe.
Jesus: Weide meine Lämmlein.Zum zweiten Mal: Simon, Sohn Jonas’, liebst du mich?
Petrus: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe.
Jesus: Hüte meine Schafe.Zum dritten Mal: Simon, Sohn Jonas’, hast du mich lieb?
Petrus wurde traurig, dass er zum dritten Mal zu ihm sagte: „Hast du mich lieb?“, und spricht zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge; du erkennst, daß ich dich lieb habe.
Jesus: Weide meine Schafe.Vers 18–19
Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und wandeltest, wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und dich hinbringen, wohin du nicht willst.
Dies sagte er aber, andeutend, mit welchem Tode er Gott verherrlichen sollte. Und als er dies gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach.Der geliebte Jünger und der Schluss (21,20–25)
Vers 20–23
Petrus wendet sich um und sieht den Jünger nachfolgen, den Jesus liebte (der sich auch beim Abendessen an seine Brust gelehnt und gesagt hatte: „Herr, wer ist es, der dich überliefert?“).
Petrus: Herr, was soll aber dieser?
Jesus: Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!
Diese Rede ging nun unter die Brüder aus: Dieser Jünger stirbt nicht. Jesus aber sagte nicht zu ihm, dass er nicht sterbe, sondern: Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an?Vers 24–25
Dies ist der Jünger, der von diesen Dingen zeugt und der dieses geschrieben hat; und wir wissen, daß sein Zeugnis wahr ist. Es sind aber auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; wenn diese einzeln geschrieben würden, so würde, meine ich, die Welt selbst die geschriebenen Bücher nicht fassen.
Zusammenfassung
Kapitel 21 zeigt die dritte Erscheinung des Auferstandenen vor einer Gruppe von Jüngern: den wunderbaren Fischfang (Erinnerung an den Anfang der Nachfolge), das gemeinsame Frühstück und vor allem die dreimalige Wiederherstellung des Petrus nach seiner dreimaligen Verleugnung. Petrus wird zum Hirten der Schafe berufen und erhält den Hinweis auf seinen zukünftigen Märtyrertod. Der geliebte Jünger bleibt als Zeuge. Das Evangelium schließt mit dem Hinweis, dass die aufgezeichneten Zeichen nur eine Auswahl sind – ausreichend, um Glauben und Leben zu schenken.

Johannes 21 – Kurz‑Zusammenfassung (EF 1905)
1. Erscheinung am See Tiberias – der wunderbare Fischfang (V. 1–14)
-
Sieben Jünger sind am See Tiberias; Petrus sagt: „Ich gehe fischen.“
-
Die ganze Nacht fangen sie nichts.
-
Am Morgen steht Jesus am Ufer, unerkannt.
-
Er ruft: „Werft das Netz auf der rechten Seite aus.“
-
Sie fangen eine große Menge Fische.
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Johannes erkennt: „Es ist der Herr!“
-
Petrus wirft sich ins Wasser und schwimmt zu Jesus.
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Am Ufer finden sie ein Kohlenfeuer, Fisch und Brot – Jesus sorgt für sie.
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Jesus gibt ihnen Frühstück; dies ist die dritte Erscheinung nach der Auferstehung.
2. Wiederherstellung des Petrus – dreifache Frage der Liebe (V. 15–17)
-
Jesus fragt Petrus dreimal: „Liebst du mich?“
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Petrus antwortet dreimal: „Du weißt, dass ich dich lieb habe.“
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Jesus gibt dreimal den Auftrag: „Weide meine Lämmer.“ „Hüte meine Schafe.“ „Weide meine Schafe.“
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Die dreifache Frage entspricht der dreifachen Verleugnung – vollständige Wiederherstellung.
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Petrus erhält den Hirtenauftrag für die Gemeinde.
3. Ankündigung des Martyriums von Petrus (V. 18–19)
-
Jesus sagt Petrus: „Wenn du alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und führen, wohin du nicht willst.“
-
Johannes erklärt: Dies deutet den Tod, durch den Petrus Gott verherrlichen wird.
-
Jesus sagt erneut: „Folge mir nach.“
4. Der Jünger, den Jesus liebte – Missverständnis über sein Ende (V. 20–23)
-
Petrus fragt nach dem Schicksal des Lieblingsjüngers.
-
Jesus antwortet: „Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme – was geht es dich an? Folge du mir nach.“
-
Ein Gerücht entsteht, Johannes werde nicht sterben.
-
Johannes korrigiert: Jesus sagte nicht, er werde nicht sterben, sondern stellte eine Möglichkeit in den Raum.
5. Abschlusswort des Evangelisten (V. 24–25)
-
Johannes bezeugt: „Dies ist der Jünger, der dies bezeugt und geschrieben hat.“
-
Sein Zeugnis ist wahr.
-
Er schließt mit einem überwältigenden Satz: Wenn alles, was Jesus getan hat, geschrieben würde, die Welt könnte die Bücher nicht fassen.
🧩 Kernbotschaft von Johannes 21
-
Christus sorgt für die Seinen: Auch nach der Auferstehung führt und versorgt Er.
-
Wiederherstellung: Petrus wird vollständig rehabilitiert und zum Hirten berufen.
-
Nachfolge: Persönlich, verbindlich, unabhängig von anderen.
-
Martyrium: Petrus wird Gott durch seinen Tod verherrlichen.
-
Zeugnis des Johannes: Wahr, zuverlässig, apostolisch.
-
Unendliche Größe Christi: Seine Werke übersteigen jedes Buch.
Johannes 21 – Vers für Vers
(Elberfelder 1905)
Die Erscheinung am See von Tiberias (21,1–14)
Vers 1–3
Nach diesem offenbarte Jesus sich wiederum den Jüngern am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber also: Simon Petrus und Thomas, genannt Zwilling, und Nathanael, der von Kana in Galiläa war, und die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus spricht zu ihnen: Ich gehe hin fischen. Sie sprechen zu ihm: Auch wir gehen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Schiff; und in jener Nacht fingen sie nichts.
Sieben Jünger sind beisammen. Petrus nimmt die Initiative zum Fischen – eine Nacht ohne Fang.
Vers 4–6
Als der frühe Morgen anbricht, steht Jesus am Ufer; die Jünger wissen nicht, dass es er ist.
Jesus: Kindlein, habt ihr wohl etwas zu essen?
Sie: Nein.
Jesus: Werfet das Netz auf der rechten Seite des Schiffes aus, und ihr werdet finden.
Sie werfen es aus und können es vor der Menge der Fische nicht mehr ziehen.
Vers 7–8
Der Jünger, den Jesus liebte, sagt zu Petrus: Es ist der Herr.
Als Simon Petrus hört, dass es der Herr ist, gürtet er das Oberkleid um (denn er war nackt) und wirft sich in den See. Die anderen kommen im Schiff und ziehen das Netz mit den Fischen nach (sie waren etwa zweihundert Ellen vom Land entfernt).
Vers 9–14
Als sie ans Land aussteigen, sehen sie ein Kohlenfeuer liegen und Fisch darauf und Brot.
Jesus: Bringet her von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt.
Simon Petrus zieht das Netz voll großer Fische – hundertdreiundfünfzig – ans Land; und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht.
Jesus: Kommt her, frühstücket.
Keiner der Jünger wagt zu fragen: „Wer bist du?“, denn sie wussten, dass es der Herr war.
Jesus kommt, nimmt das Brot und gibt es ihnen, und ebenso den Fisch.
Dies ist schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, nachdem er aus den Toten auferweckt war.
Die Wiederherstellung des Petrus (21,15–19)
Vers 15–17
Als sie gefrühstückt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus:
Simon, Sohn Jonas’, liebst du mich mehr als diese?
Petrus: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe.
Jesus: Weide meine Lämmlein.
Zum zweiten Mal: Simon, Sohn Jonas’, liebst du mich?
Petrus: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe.
Jesus: Hüte meine Schafe.
Zum dritten Mal: Simon, Sohn Jonas’, hast du mich lieb?
Petrus wurde traurig, dass er zum dritten Mal zu ihm sagte: „Hast du mich lieb?“, und spricht zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge; du erkennst, daß ich dich lieb habe.
Jesus: Weide meine Schafe.
Vers 18–19
Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und wandeltest, wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und dich hinbringen, wohin du nicht willst.
Dies sagte er aber, andeutend, mit welchem Tode er Gott verherrlichen sollte. Und als er dies gesagt hatte, spricht er zu ihm: Folge mir nach.
Der geliebte Jünger und der Schluss (21,20–25)
Vers 20–23
Petrus wendet sich um und sieht den Jünger nachfolgen, den Jesus liebte (der sich auch beim Abendessen an seine Brust gelehnt und gesagt hatte: „Herr, wer ist es, der dich überliefert?“).
Petrus: Herr, was soll aber dieser?
Jesus: Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!
Diese Rede ging nun unter die Brüder aus: Dieser Jünger stirbt nicht. Jesus aber sagte nicht zu ihm, dass er nicht sterbe, sondern: Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an?
Vers 24–25
Dies ist der Jünger, der von diesen Dingen zeugt und der dieses geschrieben hat; und wir wissen, daß sein Zeugnis wahr ist. Es sind aber auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; wenn diese einzeln geschrieben würden, so würde, meine ich, die Welt selbst die geschriebenen Bücher nicht fassen.
Zusammenfassung
Kapitel 21 zeigt die dritte Erscheinung des Auferstandenen vor einer Gruppe von Jüngern: den wunderbaren Fischfang (Erinnerung an den Anfang der Nachfolge), das gemeinsame Frühstück und vor allem die dreimalige Wiederherstellung des Petrus nach seiner dreimaligen Verleugnung. Petrus wird zum Hirten der Schafe berufen und erhält den Hinweis auf seinen zukünftigen Märtyrertod. Der geliebte Jünger bleibt als Zeuge. Das Evangelium schließt mit dem Hinweis, dass die aufgezeichneten Zeichen nur eine Auswahl sind – ausreichend, um Glauben und Leben zu schenken.