Johannes Evangelium Kapitel 5 Vers um Vers Auslegung
Zitat von Hans Peter Wepf am 25. August 2026, 14:17 Uhr
Johannes 5 – Kurz‑Zusammenfassung (EF 1905)
1. Heilung am Teich Bethesda – am Sabbat (V. 1–9)
Jesus geht zum Fest nach Jerusalem.
Am Teich Bethesda liegt ein Mann, 38 Jahre krank.
Jesus fragt: „Willst du gesund werden?“
Er spricht das Wort: „Steh auf, nimm dein Bett und geh umher.“
Der Mann wird sofort gesund – ein souveränes Heilungswort.
2. Konflikt wegen Sabbatbruch (V. 10–16)
Die Juden werfen dem Geheilten vor, sein Bett am Sabbat zu tragen.
Jesus wird angeklagt, weil Er am Sabbat heilt.
Jesus antwortet: „Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke.“
Das verschärft den Konflikt: Er macht Gott zu seinem Vater und stellt sich damit Gott gleich.
3. Der Sohn und der Vater – Einheit und Vollmacht (V. 17–30)
Der Sohn kann nichts aus sich selbst tun, sondern nur, was Er den Vater tun sieht.
Der Vater liebt den Sohn und zeigt Ihm alles.
Zwei zentrale Vollmachten des Sohnes: (1) Leben geben – wie der Vater, so der Sohn. (2) Gericht halten – der Vater richtet niemand, sondern hat das Gericht dem Sohn gegeben.
Ziel: Damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren.
Wer das Wort des Sohnes hört und glaubt, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht.
Es kommt die Stunde, da die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden – Auferstehung zum Leben oder Auferstehung zum Gericht.
4. Vierfache Zeugnisse über den Sohn (V. 31–40)
Jesus nennt vier Zeugen, die seine Sendung bestätigen:
Johannes der Täufer – brennende und scheinende Lampe.
Die Werke – Zeichen und Taten, die der Vater Ihm gegeben hat.
Der Vater selbst – sein Zeugnis über den Sohn.
Die Schriften – besonders Mose, die auf Christus hinweisen. Doch die Juden wollen nicht zu Ihm kommen, um Leben zu haben.
5. Anklage gegen den Unglauben Israels (V. 41–47)
Jesus sucht nicht Ehre von Menschen.
Er zeigt den Grund des Unglaubens: Sie haben keine Liebe zu Gott in sich.
Sie nehmen Menschen an, aber nicht den, der vom Vater kommt.
Mose wird sie anklagen, denn Mose hat von Christus geschrieben.
Wer Mose nicht glaubt, kann Christus nicht glauben.
🧩 Kernbotschaft von Johannes 5
Christus ist Gott gleich: Er wirkt wie der Vater, gibt Leben und hält Gericht.
Souveräne Heilung: Das Wort Jesu schafft Leben – unabhängig von Ort und Zeit.
Sabbatkonflikt: Offenbart die geistliche Blindheit der religiösen Führer.
Zeugnisse für Christus: Johannes, Werke, Vater, Schriften – alle weisen auf Ihn.
Gericht und Leben: Glaube führt ins Leben; Unglaube bleibt unter dem Gericht.
Mose als Zeuge: Wer die Schrift ernst nimmt, findet Christus darin.
Johannes 5 – Vers für Vers
(Elberfelder 1905)Die Heilung am Teich Bethesda (5,1–15)
Vers 1
Nach diesem war ein Fest der Juden, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem.Ein nicht näher bezeichnetes Fest (möglicherweise Passah oder ein anderes Wallfahrtsfest). Jesus geht nach Jerusalem hinauf.
Vers 2–4
Es ist aber in Jerusalem bei dem Schaftor ein Teich, der auf hebräisch Bethesda zubenamt ist, welcher fünf Säulenhallen hat. In diesen lag eine Menge Kranker, Blinder, Lahmer, Dürrer, die auf die Bewegung des Wassers warteten. Denn zu gewissen Zeiten stieg ein Engel in den Teich herab und bewegte das Wasser. Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg, ward gesund, mit welcher Krankheit irgend er behaftet war.Bethesda = „Haus der Barmherzigkeit“ oder „Haus des Ausgießens“. Fünf Säulenhallen voller Kranker, die auf eine wundersame Bewegung des Wassers hofften. (Vers 4 fehlt in einigen frühen Handschriften, ist aber in der Elberfelder 1905 enthalten.)
Vers 5–6
Es war aber ein gewisser Mensch daselbst, der achtunddreißig Jahre mit seiner Krankheit behaftet war. Als Jesus diesen daliegen sah und wußte, daß es schon lange Zeit also mit ihm war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?38 Jahre Krankheit – lange Zeit der Hoffnungslosigkeit. Jesus kennt seine Lage und stellt die entscheidende Frage: „Willst du gesund werden?“
Vers 7
Der Kranke antwortet mit seiner Hilflosigkeit: Er hat niemanden, der ihn rechtzeitig ins Wasser bringt.Vers 8–9
Jesus spricht zu ihm: Stehe auf, nimm dein Bett auf und wandle! Und alsbald ward der Mensch gesund und nahm sein Bett auf und wandelte. Es war aber an jenem Tage Sabbath.Befehl und sofortige Heilung. Kein Eintauchen ins Wasser nötig – das Wort Jesu genügt. Es ist Sabbat.
Vers 10–13
Die Juden tadeln den Geheilten wegen des Betttragens am Sabbat. Er verweist auf den, der ihn geheilt hat. Jesus hat sich inzwischen entfernt; der Geheilte kennt seinen Namen noch nicht.Vers 14–15
Danach findet Jesus ihn im Tempel und sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige nicht mehr, auf daß dir nichts Ärgeres widerfahre. Der Mensch ging hin und verkündete den Juden, daß es Jesus sei, der ihn gesund gemacht habe.Jesus findet ihn im Tempel und warnt vor erneuter Sünde. Der Geheilte bezeugt nun, wer ihn geheilt hat.
Die Verfolgung und die Antwort Jesu (5,16–30)
Vers 16–18
Und darum verfolgten die Juden Jesum und suchten ihn zu töten, weil er dies am Sabbath tat. Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke. Darum nun suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbath aufhob, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte und sich selbst Gott gleich machte.Die Heilung am Sabbat und die Aussage „Mein Vater wirkt … und ich wirke“ führen zum Tötungsvorsatz. Die Juden verstehen richtig: Jesus macht sich Gott gleich.
Vers 19–20
Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht; denn was irgend er tut, das tut auch der Sohn gleicherweise. Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er selbst tut; und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, auf daß ihr euch verwundert.Der Sohn handelt in vollkommener Einheit und Abhängigkeit vom Vater. Keine unabhängige Initiative, sondern völlige Übereinstimmung.
Vers 21–23
Denn gleichwie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, also macht auch der Sohn lebendig, welche er will. Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohne gegeben, auf daß alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.Der Sohn hat Vollmacht über Leben und Gericht. Die Ehre des Sohnes ist untrennbar mit der Ehre des Vaters verbunden.
Vers 24
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode in das Leben übergegangen.Gegenwärtiger Besitz des ewigen Lebens durch Hören und Glauben. Übergang vom Tod zum Leben – schon jetzt.
Vers 25–29
Die Stunde kommt und ist jetzt, da die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören und leben werden. Der Sohn hat Leben in sich selbst (wie der Vater). Er hat Vollmacht zum Gericht, weil er des Menschen Sohn ist. Die allgemeine Auferstehung: die einen zur Auferstehung des Lebens, die anderen zur Auferstehung des Gerichts.Vers 30
Ich kann nichts von mir selbst tun; gleichwie ich höre, richte ich, und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.Nochmals die völlige Abhängigkeit und Gerechtigkeit seines Gerichts.
Die Zeugen für Jesus (5,31–47)
Vers 31–35
Wenn Jesus allein von sich zeugt, ist sein Zeugnis nicht wahr (nach menschlichem Maßstab). Es gibt einen anderen, der von ihm zeugt: Johannes der Täufer – eine brennende und scheinende Lampe, über die sie sich eine Zeit lang freuten.Vers 36
Ein größeres Zeugnis: die Werke, die der Vater dem Sohn gegeben hat, zu vollbringen.Vers 37–38
Der Vater selbst hat von ihm gezeugt. Sie haben weder seine Stimme gehört noch seine Gestalt gesehen, und sein Wort bleibt nicht in ihnen, weil sie dem nicht glauben, den er gesandt hat.Vers 39–40
Ihr erforschet die Schriften, denn ihr meinet, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen; und ihr wollt nicht zu mir kommen, auf daß ihr Leben habet.Die Schriften zeugen von Christus, doch sie wollen nicht zu ihm kommen.
Vers 41–44
Jesus nimmt keine Ehre von Menschen. Sie haben die Liebe Gottes nicht in sich. Sie nehmen den an, der in eigenem Namen kommt, den aber nicht, der im Namen des Vaters kommt. Wie können sie glauben, die Ehre voneinander nehmen und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, nicht suchen?Vers 45–47
Mose, auf den sie ihre Hoffnung setzen, wird sie anklagen. Wenn sie Mose glaubten, würden sie Jesus glauben, denn jener hat von ihm geschrieben. Wenn sie seinen Schriften nicht glauben, wie werden sie seinen Worten glauben?
Zusammenfassung
Kapitel 5 zeigt die Heilungsmacht Jesu am Sabbat, seine Gleichheit mit dem Vater in Wirken, Leben und Gericht sowie die Zeugen, die von ihm zeugen (Johannes, die Werke, der Vater, die Schriften). Der entscheidende Punkt: Wer sein Wort hört und glaubt, hat bereits ewiges Leben und ist vom Tod zum Leben übergegangen.

Johannes 5 – Kurz‑Zusammenfassung (EF 1905)
1. Heilung am Teich Bethesda – am Sabbat (V. 1–9)
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Jesus geht zum Fest nach Jerusalem.
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Am Teich Bethesda liegt ein Mann, 38 Jahre krank.
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Jesus fragt: „Willst du gesund werden?“
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Er spricht das Wort: „Steh auf, nimm dein Bett und geh umher.“
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Der Mann wird sofort gesund – ein souveränes Heilungswort.
2. Konflikt wegen Sabbatbruch (V. 10–16)
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Die Juden werfen dem Geheilten vor, sein Bett am Sabbat zu tragen.
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Jesus wird angeklagt, weil Er am Sabbat heilt.
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Jesus antwortet: „Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke.“
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Das verschärft den Konflikt: Er macht Gott zu seinem Vater und stellt sich damit Gott gleich.
3. Der Sohn und der Vater – Einheit und Vollmacht (V. 17–30)
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Der Sohn kann nichts aus sich selbst tun, sondern nur, was Er den Vater tun sieht.
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Der Vater liebt den Sohn und zeigt Ihm alles.
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Zwei zentrale Vollmachten des Sohnes: (1) Leben geben – wie der Vater, so der Sohn. (2) Gericht halten – der Vater richtet niemand, sondern hat das Gericht dem Sohn gegeben.
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Ziel: Damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren.
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Wer das Wort des Sohnes hört und glaubt, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht.
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Es kommt die Stunde, da die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden – Auferstehung zum Leben oder Auferstehung zum Gericht.
4. Vierfache Zeugnisse über den Sohn (V. 31–40)
Jesus nennt vier Zeugen, die seine Sendung bestätigen:
-
Johannes der Täufer – brennende und scheinende Lampe.
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Die Werke – Zeichen und Taten, die der Vater Ihm gegeben hat.
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Der Vater selbst – sein Zeugnis über den Sohn.
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Die Schriften – besonders Mose, die auf Christus hinweisen. Doch die Juden wollen nicht zu Ihm kommen, um Leben zu haben.
5. Anklage gegen den Unglauben Israels (V. 41–47)
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Jesus sucht nicht Ehre von Menschen.
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Er zeigt den Grund des Unglaubens: Sie haben keine Liebe zu Gott in sich.
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Sie nehmen Menschen an, aber nicht den, der vom Vater kommt.
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Mose wird sie anklagen, denn Mose hat von Christus geschrieben.
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Wer Mose nicht glaubt, kann Christus nicht glauben.
🧩 Kernbotschaft von Johannes 5
-
Christus ist Gott gleich: Er wirkt wie der Vater, gibt Leben und hält Gericht.
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Souveräne Heilung: Das Wort Jesu schafft Leben – unabhängig von Ort und Zeit.
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Sabbatkonflikt: Offenbart die geistliche Blindheit der religiösen Führer.
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Zeugnisse für Christus: Johannes, Werke, Vater, Schriften – alle weisen auf Ihn.
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Gericht und Leben: Glaube führt ins Leben; Unglaube bleibt unter dem Gericht.
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Mose als Zeuge: Wer die Schrift ernst nimmt, findet Christus darin.
Johannes 5 – Vers für Vers
(Elberfelder 1905)
Die Heilung am Teich Bethesda (5,1–15)
Vers 1
Nach diesem war ein Fest der Juden, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem.
Ein nicht näher bezeichnetes Fest (möglicherweise Passah oder ein anderes Wallfahrtsfest). Jesus geht nach Jerusalem hinauf.
Vers 2–4
Es ist aber in Jerusalem bei dem Schaftor ein Teich, der auf hebräisch Bethesda zubenamt ist, welcher fünf Säulenhallen hat. In diesen lag eine Menge Kranker, Blinder, Lahmer, Dürrer, die auf die Bewegung des Wassers warteten. Denn zu gewissen Zeiten stieg ein Engel in den Teich herab und bewegte das Wasser. Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg, ward gesund, mit welcher Krankheit irgend er behaftet war.
Bethesda = „Haus der Barmherzigkeit“ oder „Haus des Ausgießens“. Fünf Säulenhallen voller Kranker, die auf eine wundersame Bewegung des Wassers hofften. (Vers 4 fehlt in einigen frühen Handschriften, ist aber in der Elberfelder 1905 enthalten.)
Vers 5–6
Es war aber ein gewisser Mensch daselbst, der achtunddreißig Jahre mit seiner Krankheit behaftet war. Als Jesus diesen daliegen sah und wußte, daß es schon lange Zeit also mit ihm war, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?
38 Jahre Krankheit – lange Zeit der Hoffnungslosigkeit. Jesus kennt seine Lage und stellt die entscheidende Frage: „Willst du gesund werden?“
Vers 7
Der Kranke antwortet mit seiner Hilflosigkeit: Er hat niemanden, der ihn rechtzeitig ins Wasser bringt.
Vers 8–9
Jesus spricht zu ihm: Stehe auf, nimm dein Bett auf und wandle! Und alsbald ward der Mensch gesund und nahm sein Bett auf und wandelte. Es war aber an jenem Tage Sabbath.
Befehl und sofortige Heilung. Kein Eintauchen ins Wasser nötig – das Wort Jesu genügt. Es ist Sabbat.
Vers 10–13
Die Juden tadeln den Geheilten wegen des Betttragens am Sabbat. Er verweist auf den, der ihn geheilt hat. Jesus hat sich inzwischen entfernt; der Geheilte kennt seinen Namen noch nicht.
Vers 14–15
Danach findet Jesus ihn im Tempel und sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige nicht mehr, auf daß dir nichts Ärgeres widerfahre. Der Mensch ging hin und verkündete den Juden, daß es Jesus sei, der ihn gesund gemacht habe.
Jesus findet ihn im Tempel und warnt vor erneuter Sünde. Der Geheilte bezeugt nun, wer ihn geheilt hat.
Die Verfolgung und die Antwort Jesu (5,16–30)
Vers 16–18
Und darum verfolgten die Juden Jesum und suchten ihn zu töten, weil er dies am Sabbath tat. Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke. Darum nun suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbath aufhob, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte und sich selbst Gott gleich machte.
Die Heilung am Sabbat und die Aussage „Mein Vater wirkt … und ich wirke“ führen zum Tötungsvorsatz. Die Juden verstehen richtig: Jesus macht sich Gott gleich.
Vers 19–20
Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht; denn was irgend er tut, das tut auch der Sohn gleicherweise. Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er selbst tut; und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, auf daß ihr euch verwundert.
Der Sohn handelt in vollkommener Einheit und Abhängigkeit vom Vater. Keine unabhängige Initiative, sondern völlige Übereinstimmung.
Vers 21–23
Denn gleichwie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, also macht auch der Sohn lebendig, welche er will. Denn der Vater richtet auch niemand, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohne gegeben, auf daß alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.
Der Sohn hat Vollmacht über Leben und Gericht. Die Ehre des Sohnes ist untrennbar mit der Ehre des Vaters verbunden.
Vers 24
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode in das Leben übergegangen.
Gegenwärtiger Besitz des ewigen Lebens durch Hören und Glauben. Übergang vom Tod zum Leben – schon jetzt.
Vers 25–29
Die Stunde kommt und ist jetzt, da die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören und leben werden. Der Sohn hat Leben in sich selbst (wie der Vater). Er hat Vollmacht zum Gericht, weil er des Menschen Sohn ist. Die allgemeine Auferstehung: die einen zur Auferstehung des Lebens, die anderen zur Auferstehung des Gerichts.
Vers 30
Ich kann nichts von mir selbst tun; gleichwie ich höre, richte ich, und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
Nochmals die völlige Abhängigkeit und Gerechtigkeit seines Gerichts.
Die Zeugen für Jesus (5,31–47)
Vers 31–35
Wenn Jesus allein von sich zeugt, ist sein Zeugnis nicht wahr (nach menschlichem Maßstab). Es gibt einen anderen, der von ihm zeugt: Johannes der Täufer – eine brennende und scheinende Lampe, über die sie sich eine Zeit lang freuten.
Vers 36
Ein größeres Zeugnis: die Werke, die der Vater dem Sohn gegeben hat, zu vollbringen.
Vers 37–38
Der Vater selbst hat von ihm gezeugt. Sie haben weder seine Stimme gehört noch seine Gestalt gesehen, und sein Wort bleibt nicht in ihnen, weil sie dem nicht glauben, den er gesandt hat.
Vers 39–40
Ihr erforschet die Schriften, denn ihr meinet, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen; und ihr wollt nicht zu mir kommen, auf daß ihr Leben habet.
Die Schriften zeugen von Christus, doch sie wollen nicht zu ihm kommen.
Vers 41–44
Jesus nimmt keine Ehre von Menschen. Sie haben die Liebe Gottes nicht in sich. Sie nehmen den an, der in eigenem Namen kommt, den aber nicht, der im Namen des Vaters kommt. Wie können sie glauben, die Ehre voneinander nehmen und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, nicht suchen?
Vers 45–47
Mose, auf den sie ihre Hoffnung setzen, wird sie anklagen. Wenn sie Mose glaubten, würden sie Jesus glauben, denn jener hat von ihm geschrieben. Wenn sie seinen Schriften nicht glauben, wie werden sie seinen Worten glauben?
Zusammenfassung
Kapitel 5 zeigt die Heilungsmacht Jesu am Sabbat, seine Gleichheit mit dem Vater in Wirken, Leben und Gericht sowie die Zeugen, die von ihm zeugen (Johannes, die Werke, der Vater, die Schriften). Der entscheidende Punkt: Wer sein Wort hört und glaubt, hat bereits ewiges Leben und ist vom Tod zum Leben übergegangen.