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Männer schneiden das Haupthaar

Männer schneiden das Haupthaar, haben einen Bart und eine um 1 Oktave tiefere Stimme als eine Frau. 

Kurzes Haupthaar bei Männern

  1. Korinther 11,14–15 ist der klarste neutestamentliche Text: „Lehrt euch nicht auch die Natur selbst, dass, wenn ein Mann langes Haar trägt, es eine Schande für ihn ist, wenn aber eine Frau langes Haar trägt, es eine Ehre für sie ist?“ Lange Haare beim Mann werden hier als naturwidrig und schändlich bezeichnet. Kurzes Haar entspricht also der von Paulus angesprochenen natürlichen Ordnung.

2. Bart
Im Alten Testament war der Bart ein selbstverständliches Merkmal des Mannes (siehe z. B. 2. Samuel 10,4–5; Jesaja 7,20; 3. Mose 19,27). Es gibt kein neutestamentliches Gebot, einen Bart tragen zu müssen, aber auch kein Verbot. Ein Bart ist also theologisch unproblematisch und historisch-kulturell das typische männliche Merkmal. 
Jesaja 50.6 gibt auch den klaren Hinweis, dass der Herr Jesus natürlich, weil er ein Mann ist, auch einen Bart hatte.  
Erklärung:
a, das hebräische Wort deutet klar auf das Ausreißen von Haar (besonders des Bartes) hin. 

ū-lə-ḥāyay lə-mōrəṭîm

  • וּלְחָיַי (ū-lə-ḥāyay) = „und meine Wangen / meine Backen“ (von לֶחִי lechi = Wange, Kiefer)
  • לְמֹרְטִים (lə-mōrəṭîm) = „den Ausreißenden / den Plückenden“

Das Verb מָרַט (māraṭ / Strong’s H4803)

  • Grundbedeutung: glatt machen, kahl machen, polieren.
  • Im konkreten Gebrauch (besonders hier und an parallelen Stellen): Haar ausreißen / ausrupfen / ausraufen.
  • Brown-Driver-Briggs und andere Lexika erklären den Ausdruck in Jesaja 50,6 ausdrücklich als „die Wange (durch Ausreißen des Bartes) kahl machen“.

Vergleichbare Stellen:

  • Esra 9,3: „und ich riss mir Haare vom Kopf und vom Bart aus“ (wāʾemrəṭāh)
  • Nehemia 13,25: „und riss ihnen die Haare aus“

Viele präzise Übersetzungen geben es daher wieder als:

  • „denen, die den Bart ausreißen / ausraufen“
  • „those who pluck out the beard“
  • „them that plucked off the hair“

Zur deutschen Wiedergabe „Raufenden“

„Raufen“ bedeutet im älteren Deutsch genau „reißen, zerren, ausreißen“ (besonders Haare). Die Elberfelder (und ähnliche Übersetzungen) hat also mit „den Raufenden“ eine treffende, wenn auch etwas veraltete Wiedergabe gewählt. Es meint nicht bloß „Schläger“ oder „Raufbolde“, sondern konkret die, die an den Wangen/Haaren ziehen und ausreißen.

Zur Frage nach dem Bart

Ja – der Ausdruck ist ein klarer Hinweis, dass der Knecht (und damit in der Erfüllung der Herr Jesus) einen Bart trug. Man kann jemandem die Wangen nicht sinnvoll „ausraufen“, wenn dort kein Haar (Bart) ist. Im orientalischen Kulturkreis war das Ausreißen des Bartes eine besonders schwere Entehrung und Schmach (neben den Schlägen und dem Speichel).

Das passt auch zu den Evangelienberichten über die Misshandlungen (Ohrfeigen, Schläge ins Gesicht, Speichel – Mt 26,67; 27,30; Mk 14,65; Joh 18,22; 19,3), auch wenn das Ausreißen des Bartes dort nicht ausdrücklich erwähnt wird. Der prophetische Text in Jesaja 50,6 beschreibt die Demütigung in ihrer vollen Schärfe.

3. Stimmlage (eine Oktave tiefer) Das ist eine reine biologische Tatsache (Stimmbänder, Kehlkopf, Testosteronwirkung). Die Bibel behandelt sie nicht ausdrücklich, weil sie selbstverständlich zur geschaffenen Unterschiedlichkeit von Mann und Frau gehört (1. Mose 1,27; 2,18–25).

Weitere klare Unterschiede (biblisch + geschöpflich)

  • Körperbau und Kraft: Männer sind im Durchschnitt größer, muskulöser und körperlich stärker (1. Mose 2,15.18 – der Mann wird als der arbeitende und schützende Teil der Ordnung dargestellt).
  • Fortpflanzungsorgane und Rolle: Mann und Frau sind komplementär, nicht austauschbar (1. Mose 1,27–28; 2,18–25; Epheser 5,22–33).
  • Geistliche Verantwortung in der Gemeinde und Ehe: Der Mann trägt die Hauptverantwortung und Leitungsfunktion (1. Korinther 11,3; Epheser 5,23; 1. Timotheus 2,11–14; 3,1–7).
  • Emotionale und psychologische Tendenzen: Die Schrift geht von typischen Unterschieden aus (z. B. 1. Petrus 3,7 – die Frau als „schwächeres Gefäß“ im Sinne von schutzbedürftiger; 1. Timotheus 2,14 – die Frau wurde leichter verführt).
  • Haar als Zeichen: Langes Haar der Frau wird ausdrücklich als „Herrlichkeit“ und als natürliche Bedeckung bezeichnet (1. Korinther 11,15).

Zusammengefasst:
Die drei Punkte sind theologisch unproblematisch und stehen im Einklang mit der geschöpflichen und der neutestamentlichen Ordnung.
Die Bibel geht durchgehend von klaren, nicht austauschbaren Unterschieden zwischen Mann und Frau aus – körperlich, funktional und in der geistlichen Verantwortung.




IN CHRISTO!
HANS PETER WEPF
BIBELKREIS.CH
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