Glaubensforum

Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Mormonen: Ursprung, Lehre, Problemfelder“

Heute schauen wir in drei Minuten auf die Entstehung der Mormonen, ihre zentralen Lehren – und warum sie aus biblischer Sicht problematisch sind. Grundlage ist die historische Entwicklung rund um Joseph Smith.

1. Der Ursprung 

Joseph Smith behauptete, Gott den Vater und Jesus Christus persönlich gesehen zu haben.
Er sagte, alle Kirchen seien falsch und ihre Bekenntnisse eine Abscheulichkeit.
Später will er goldene Tafeln gefunden haben, die das „Buch Mormon“ enthielten – angeblich von Engeln übergeben und mit „Urim und Tummim“ übersetzt.
Diese Tafeln wurden laut Smith danach wieder „in den Himmel zurückgenommen“.
Das Buch enthält viele Passagen, die direkt aus der King‑James‑Bibel übernommen wurden.

2. Die Entwicklung – 

Smith behauptete, Johannes der Täufer habe ihm die „Aaronische Priesterschaft“ gegeben, und später hätten Petrus, Jakobus und Johannes die „Melchisedekische Priesterschaft“ wiederhergestellt.
Diese Ämter bilden bis heute die Grundlage der mormonischen Tempel‑ und Autoritätsstruktur.
Viele dieser „Offenbarungen“ tauchten jedoch erst in späteren Ausgaben ihrer Schriften auf.
Smith veröffentlichte außerdem eine „inspirierte Bibelübersetzung“, das „Buch Mose“ und das „Buch Abraham“ – letzteres angeblich aus einer ägyptischen Papyrusrolle.
Darin erschaffen „die Götter“ Himmel und Erde.

 

3. Die Lehre der Gottheit – 

Frühe mormonische Texte zeigen Gott fast modalistisch – Vater und Sohn als eine Person.
Später lehrte Smith, dass Vater und Sohn zwei getrennte Wesen aus Fleisch und Blut seien.
Schließlich entwickelte sich die Lehre weiter:
Menschen können selbst zu Göttern werden, neue Welten erschaffen und geistliche Kinder hervorbringen.
Der Vater sei ein „vervollkommneter Mensch“, der in der Nähe des Sterns Kolob lebt.
Diese Lehre steht im völligen Gegensatz zur biblischen Gottesvorstellung.

 

4. Erlösung & Tempel – 

Sünde wird im Mormonismus weitgehend moralisch reduziert: Kaffee, Tee, Alkohol.
Erlösung bedeutet nicht Rettung durch Gnade, sondern Aufstieg zu höheren „Herrlichkeitsstufen“.
Der Weg führt über Buße, Mormonentaufe, Handauflegung, Tempelmitgliedschaft – und vor allem über Tempelrituale.
Lebende Mormonen lassen sich stellvertretend für Tote taufen, um deren „Geister“ aus einem Gefängnis zu befreien.
Die höchste Stufe der Herrlichkeit – die Gottheit selbst – ist nur durch Tempel‑Ehe und ewige Fortpflanzung erreichbar.
Polygamie war ursprünglich ein zentrales Element dieser Lehre.

5. Fazit – 

Der Mormonismus ist keine Variante des Christentums, sondern ein eigenes religiöses System:
mit einem anderen Gott, einem anderen Christus, einem anderen Evangelium und einem anderen Weg der Erlösung.
Die Bibel lehrt: Gott ist ewig, unveränderlich, einzigartig – und Erlösung ist ein Geschenk der Gnade, nicht das Ergebnis von Ritualen oder menschlicher Leistung.
Darum gilt: Prüfe alles. Halte fest am Evangelium der Schrift.
https://www.eaec-de.org/Mormonen.html




IN CHRISTO!
HANS PETER WEPF
BIBELKREIS.CH
YT: MEIN KANAL