Glaubensforum

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Recherchen und Zeitgeschehen sind keine Offenbarung

Die Schrift selbst warnt davor, aus dem, was „vor unseren Augen“ ist, den Zeitpunkt festzumachen.

  • Apostelgeschichte 1,7: „Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seiner eigenen Macht festgesetzt hat.“
  • Matthäus 24,6: Kriege und Gerüchte von Kriegen — „sehet zu, erschrecket nicht; denn dies alles muss geschehen, aber das Ende ist noch nicht da.“
  • Sprüche 19,21: „Viele Gedanken sind in eines Mannes Herzen; aber der Ratschluss des HERRN, der kommt zustande.“

Damit ist der Kern schon da: Was wir jetzt sehen (EU, Wahlen, Neuordnungen), kann sich mehrfach umkehren.
Gott allein setzt die Zeiten.

Die letzte Woche Daniels beginnt nicht mit Europa oder „Weltdemokratie“

Nach Daniel 9,27 beginnt die siebzigste Jahrwoche mit einem Bund des kommenden Fürsten mit den Vielen (Israel / das Volk unter dem kommenden Herrscher), nicht mit dem Auseinanderbrechen einer europäischen Kommission.

  • Der Bund gilt eine Woche (sieben Jahre).
  • In der Mitte der Woche wird das Schlachtopfer und Speisopfer aufhören.
  • Das setzt den Tempel / den heiligen Ort und Israel im Land voraus — nicht zuerst eine europäische Neuordnung oder eine allgemeine „Weltdemokratie“.

Europa, AfD, Kommission, Wirtschaftsgemeinschaft — das alles kann sich ändern, zerfallen, neu formieren.
Das hat die Geschichte immer wieder gezeigt
(Daniel 2 und 7: Reiche kommen und gehen, bis der Stein ohne Hände das Bild zerschlägt).
Daraus den Start der letzten Woche abzuleiten, ist Extra-Schrift, keine Offenbarung.

 „Demokratie als Endzeitreligion“ — prüfe am Wort

Die Schrift beschreibt die Endzeit so:

  • Gesetzlosigkeit nimmt überhand (Matthäus 24,12).
  • Der Mensch der Sünde offenbart sich, der sich selbst über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, und sich in den Tempel Gottes setzt (2. Thessalonicher 2,3–4).
  • Die ganze Erde wundert sich hinter dem Tier her und betet das Tier und den Drachen an (Offenbarung 13).
  • Ein einheitliches wirtschaftlich-religiöses System unter dem Bild des Tieres.

Das ist Selbstvergottung des Menschen — ja.
Aber die Schrift nennt das nicht „Demokratie“ und koppelt es nicht an eine bestimmte Staatsform oder an „alle Weltreligionen“ als Startsignal der letzten Woche.
Staatsformen können wechseln; der Abfall und der Mensch der Sünde sind eindeutig beschrieben.
Solange der Tempel nicht steht,
kein Bund mit den Vielen geschlossen ist und der,
der jetzt zurückhält, noch zurückhält (2. Thessalonicher 2,6–7),
ist die letzte Woche nicht angebrochen.

Was sich „vor unseren Augen“ ändert — Beispiele aus der Schrift selbst

Gott lässt Reiche aufsteigen und fallen, ohne dass damit schon die letzte Woche beginnt:

  • Babylon, Medo-Persien, Griechenland, Rom — alle schienen jeweils „endgültig“.
  • Israel wurde zerstreut und wieder gesammelt — und trotzdem blieb eine Lücke zwischen der 69. und 70. Woche (genau das, was du in Römer 11 und der Unterscheidung Israel / Leib Christi festhältst).

Deshalb: Eine Neuordnung Europas oder eine „Weltdemokratie“ kann kommen, wieder zerbrechen, anders aussehen. Das ändert nichts am festgesetzten Ratschluss Gottes.

„Lieber Bruder,
deine Beobachtungen zur Politik sind interessant, aber sie sind keine Offenbarung.
Die Schrift sagt uns ausdrücklich, dass Kriege, Umbrüche und Neuordnungen kommen müssen
— und das Ende trotzdem noch nicht da ist (Mt 24,6).
Die letzte Woche Daniels beginnt mit dem Bund des kommenden Fürsten mit den Vielen (Dan 9,27),
nicht mit dem Auseinanderbrechen der EU oder was das noch alles kommt. 
Was wir jetzt sehen, kann sich noch oft ändern.
Unsere Aufgabe ist Wachsamkeit und Festhalten am Wort,
nicht das Datieren aus den Nachrichten.“

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IN CHRISTO!
HANS PETER WEPF
BIBELKREIS.CH
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