„Viele sagen: ‚Du darfst nicht richten!‘
Aber der Herr Jesus meint etwas ganz anderes. Schau genau hin.“
1️⃣ Kontext
Lukas 6,37 steht in der Feldrede.
der Herr Jesus spricht zu seinen Jüngern – aber vor einer grossen Volksmenge.
Es ist Königreichsethik: praktische Jüngerschaft.
2️⃣ Was bedeutet „richten“?
Das griechische Wort krínō kann vieles bedeuten:
– beurteilen
– unterscheiden
– verurteilen
Im Kontext meint Jesus nicht nüchternes Prüfen,
sondern selbstgerechtes Verdammen.
3️⃣ Was der Herr Jesus NICHT verbietet
Der Herr Jesus verbietet nicht:
– Lehre prüfen (1Joh 4,1)
– Verhalten beurteilen (1Thess 5,21)
– Sünde zurechtbringen (Gal 6,1)
– Gemeindedisziplin (1Kor 5)
Christen sollen prüfen – aber nicht pharisäisch verurteilen.
4️⃣ Was der HerrJesus wirklich verbietet
Verboten ist:
– Motive unterstellen
– Menschen abwerten
– Härte ohne Barmherzigkeit
– Massstäbe anwenden, die wir selbst nicht erfüllen
– das pharisäische „Ich bin besser als du“
der Herr Jesus richtet unser Herz – nicht unsere Fähigkeit zu unterscheiden.
5️⃣ Das geistliche Prinzip
„Mit welchem Mass ihr messt, wird euch gemessen werden.“
Gott nimmt unser eigenes Mass als Spiegel.
Wer hart richtet, empfängt Härte.
Wer barmherzig ist, empfängt Barmherzigkeit.
6️⃣ Praktische Anwendung
– Beurteile Verhalten, aber nicht den Wert einer Person.
– Prüfe Lehre, aber nicht Herzen.
– Zurechtweisen: ja – aber in Sanftmut.
– Vergeltung? Immer Gott überlassen.
Zusammenfassung:
Der Herr Jesus verbietet nicht das Urteilen – „sondern das Verdammen.
Lukas 6,37 ist ein Ruf zu Barmherzigkeit, Demut und geistlicher Klarheit.“
1️⃣
„Richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden.“
Lukas 6,37 ist einer der meistzitierten – und meistmissverstandenen – Verse Jesu.
2️⃣
Der Herr Jesus spricht diese Worte in der Feldrede (Lk 6,20–49), parallel zur Bergpredigt.
Adressaten: seine Jünger – aber im Beisein vieler Ungläubiger.
3️⃣
Das bedeutet: Die Lehre richtet sich an Gläubige, aber sie wird öffentlich ausgesprochen.
Sie ist ethische Königreichslehre – und gilt auch heute.
4️⃣
Das griechische Wort krínō bedeutet:
– urteilen
– unterscheiden
– verurteilen
Im Kontext meint Jesus nicht nüchternes Prüfen, sondern selbstgerechtes Verdammen.
5️⃣
Warum diese Warnung?
Weil die Pharisäer genau das taten:
Sie richteten hart, überheblich und ohne Barmherzigkeit.
6️⃣
Jesus zeigt ein geistliches Prinzip:
Das Mass, das du an andere anlegst, wird Gott an dich anlegen.
(Lk 6,38)
7️⃣
Er will unsere Herzenseinstellung korrigieren:
– Barmherzigkeit (Lk 6,36)
– Demut
– Großzügigkeit
– Selbstprüfung
8️⃣
Wichtig: Jesus verbietet nicht jedes Richten.
Die Bibel fordert an vielen Stellen zum Prüfen auf:
1Thess 5,21; 1Kor 2,15; 1Joh 4,1.
9️⃣
Auch Gemeindedisziplin ist biblisch geboten (1Kor 5).
Und Sünde zurechtzubringen ebenso (Gal 6,1).
➡️ Das ist erlaubtes Richten.
🔟
Was ist verbotenes Richten?
– selbstgerechtes Verurteilen
– Motive unterstellen
– Massstäbe anwenden, die wir selbst nicht erfüllen
– pharisäische Härte ohne Liebe
1️⃣1️⃣
Wie wenden wir Lukas 6,37 heute an?
Wir beurteilen Verhalten, aber nicht den Wert einer Person.
„Das war Sünde“ ist erlaubt.
„Du bist ein schlechter Christ“ ist verurteilend.
1️⃣2️⃣
Wir prüfen Lehre, aber nicht Herzen.
„Diese Lehre ist unbiblisch“ – ja.
„Diese Person will Böses“ – nein.
1️⃣3️⃣
Wir üben Zurechtweisung – aber in Sanftmut (Gal 6,1).
Und wir überlassen Vergeltung Gott (Röm 12,19).
1️⃣4️⃣
Kurzfassung:
Christen sollen prüfen, aber nicht verdammen.
Jesus verbietet nicht das Urteilen – sondern das pharisäische, harte, selbstgerechte Richten.
Ende des Threads.
Wenn du Teil 2 möchtest (mit Fokus auf praktischen Beispielen & Missbrauch des Verses), sag einfach Bescheid.
Der Vers lautet: Elberfelder2023 Richten auf YT
Lu 6,37 Und richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden; verurteilet nicht, und ihr werdet nicht verurteilt werden. Lasset los, und ihr werdet losgelassen<O. sprechet frei, und ihr werdet freigesprochen> werden.
richtet: 1. Kor 4,5; Jak 4,11-12
Der Herr Jesus spricht diese Worte im Rahmen der sogenannten Feldrede (Lk 6,20–49), einer parallel zur Bergpredigt stehenden Lehre.
Er richtet sich an seine Jünger (Lk 6,20) – aber im Beisein einer grossen Menschenmenge (V. 17).
Das bedeutet:
Er spricht zu Gläubigen, die bereits zu ihm gehören, aber auch vor Ungläubigen, die mithören.
2. Warum sagt der Herr Jesus dies?
a) Er warnt vor verurteilender Haltung
Das griechische Wort krínō kann „urteilen“, „unterscheiden“, aber auch „verdammen“ bedeuten.
Im Kontext von Lukas 6 ist klar:
Der Herr Jesus meint nicht nüchternes Prüfen, sondern verurteilendes, selbstgerechtes Richten, wie die Pharisäer es taten.
b) Er zeigt ein geistliches Prinzip:
Wie du andere behandelst, so wirst du von Gott behandelt.
Man nennt das: das Mass-Prinzip (vgl. Lk 6,38).
c) Er möchte Herzenseinstellungen korrigieren
Es geht um:
- Barmherzigkeit (Lk 6,36)
- Großzügigkeit
- Demut
- Selbstprüfung
Jesus richtet den Fokus auf unsere innere Einstellung, nicht auf juristische Aufgaben oder notwendige Gemeindedisziplin.
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3. Zu wem sagt Jesus das?
Direkt:
Zu seinen damaligen Jüngern – Juden, die unter dem Gesetz lebten.
Aber seine Lehre ist ethische Königreichs-Lehre und gilt für alle, die seine Nachfolger sein wollen.
Gläubige heute gehören ebenfalls zu denen, die unter Jesu Herrschaft leben.
Also: Die Worte gelten auch für Christen heute – nicht gesetzlich, aber grundsätzlich.
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4. Dürfen Christen heute urteilen / prüfen / richten?
Ja – aber nicht jedes „Richten“ ist gleich.
Die Bibel unterscheidet klar zwischen:
a) Erlaubtes / gebotenes Richten
Prüfen:
- 1Thess 5,21: „Prüft alles.“
- 1Kor 2,15: Der geistliche Mensch beurteilt alles.
Gemeindedisziplin:
- 1Kor 5: Die GdHdG muss richten, was in der Gemeinde geschieht.
Lehrmäßiges Beurteilen:
- 1Joh 4,1: „Prüft die Geister.“
Sünden zurechtbringen:
- Gal 6,1: „Bringt zurecht im Geist der Sanftmut.“
b) Verbotenes Richten
Das ist es, wovor Jesus in Lk 6,37 warnt:
- selbstgerechtes, überhebliches Verurteilen
- Motive annehmen (Jak 4,12)
- Maß
- ssstäbe anwenden, die wir selbst nicht erfüllen (Mt 7,1–2)
- pharisäische Härte ohne Liebe
Also:
Christen sollen prüfen, aber nicht verdammen.
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5. Wie wenden wir Lukas 6,37 heute an?
Hier einige klare Anwendungen:
a) Wir beurteilen Verhalten, aber nicht den Wert einer Person
„Das war Sünde“ ist erlaubt.
„Du bist ein schlechter Christ“ ist verurteilend.
b) Wir prüfen Lehre, aber nicht Motive
Wir können sagen: „Diese Lehre ist unbiblisch.“
Aber nicht: „Diese Person will Böses.“
c) Wir üben Zurechtweisung – aber in Sanftmut
Gal 6,1 ist die neutestamentliche Anwendung von Lk 6,37.
d) Wir lassen Vergeltung Gott
Lk 6,37 ist eng verbunden mit Lk 6,36 („Seid barmherzig“) und Röm 12,19 („Rächt euch nicht selbst“).
e) Wir behandeln andere so, wie wir behandelt werden wollen
Das ist der Kern von Lk 6,31–38.
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6. Kurz zusammengefasst
Der Massstab Gottes an uns entspricht unserem Massstab an andere.
Jesus verbietet nicht das Prüfen oder das geistliche Urteilen.
Er verbietet verurteilende, pharisäische Härte.
Der Vers richtet sich an die Jünger damals – und ethisch an alle Christen heute.
Christen sollen prüfen, aber nicht verdammen.