Allversöhner müssen diesen Vers relativieren, weil er eine unüberwindbare Struktur offenlegt:
Gerechtigkeit wird nur dem Glaubenden zugerechnet — nicht allen Menschen.
Damit fällt das gesamte System der Allversöhnung in sich zusammen.
📚 Weitere Bibelstellen (Elberfelder 1905/2023), die denselben Grundsatz bestätigen
1️⃣ Römer 4,3–5
„Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.“
Ausdeutschung:
- Paulus baut seine gesamte Lehre der Rechtfertigung auf 1. Mose 15,6.
- Wer glaubt, wird gerechtfertigt.
- Wer nicht glaubt, bleibt unter dem Zorn (Joh 3,36).
Allversöhnung wird hier direkt ausgeschlossen, denn Paulus argumentiert:
👉 Nur der Glaubende wird gerechtfertigt.
2️⃣ Römer 4,23–24
„Es ist aber nicht allein seinetwegen geschrieben … sondern auch unsertwegen, denen es zugerechnet werden soll, die wir glauben…“
Ausdeutschung:
- Die Schrift sagt ausdrücklich:
Zurechnung gilt nur denen, die glauben. - Paulus macht den exklusiven Charakter der Rechtfertigung unmissverständlich.
3️⃣ Galater 3,6–9
„Also ist Abraham ‚dem Gott glaubte‘; und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.“
Ausdeutschung:
- Paulus wiederholt den Grundsatz ein drittes Mal.
- „Die aus Glauben sind, diese sind Abrahams Söhne.“
- Nicht alle Menschen sind Abrahams Söhne — nur die Glaubenden.
Allversöhner müssen diesen Text ignorieren oder verdrehen.
4️⃣ Johannes 3,36
„Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“
Ausdeutschung:
- Zwei Gruppen: Glaubende und Nichtglaubende.
- Der Zorn Gottes „bleibt“ — kein Hinweis auf spätere Aufhebung.
- Das ist das Gegenteil von Allversöhnung.
5️⃣ Hebräer 11,6
„Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen…“
Ausdeutschung:
- Ohne Glauben gibt es keine Beziehung zu Gott.
- Wenn Allversöhnung wahr wäre, wäre dieser Vers sinnlos.
6️⃣ Römer 1,17
„Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.“
Ausdeutschung:
- Leben kommt aus Glauben, nicht aus universaler Gnade.
- Kein Glaube → kein Leben.
Die Schrift kennt nur eine Gerechtigkeit: die zugerechnete Gerechtigkeit des Glaubens.
Allversöhnung verachtet diesen Grundsatz, weil sie Gerechtigkeit ohne Glauben behauptet — etwas, das Gott nie zugesagt hat.